Stellungnahme - 0635/2025

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Die Stadt Hagen zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Wald- und Vegetationsflächen aus und gehört zu den waldreichsten Großstädten Nordrhein-Westfalens. Hinzu kommt, dass die Art der Vegetation und die Topographie innerhalb der Stadt sehr divers ist. Die sich hieraus ergebenen Herausforderungen werden von der Verwaltung sehr ernst genommen.

 

Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen hat nach einer Sitzung am 7. Mai 2025 einen schriftlichen Bericht mit dem Titel „Aktuelle Waldbrandgefahr und Maßnahmen der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen“ (s. Anlage) veröffentlicht. Von den abgestimmten Maßnahmen und Angeboten profitiert auch die Stadt Hagen. So sind Besonderheiten bei der Vegetationsbrandbekämpfung in die Ausbildung der Führungskräfte am Institut der Feuerwehr implementiert worden und bestehende Konzepte zur vorgeplanten überörtlichen Hilfe einschließlich der Einbindung der Luftunterstützung werden in der Ausbildung vertieft. Zusätzliche Fahrzeuge und auch Einheiten können im Bedarfsfall abgerufen werden.

 

Die Feuerwehr begutachtet diese Lage regelmäßig in den Brandschutzbedarfsplänen, zuletzt aktuell Ende 2020 und im Rahmen des Katastrophenschutzes. Spezielle Ausrüstung für die Vegetationsbrandbekämpfung wird danach angeschafft und untergebracht. Dazu gehören u. a. Löschrucksäcke, Handwerkzeuge, Schläuche sowie Verteiler. Diese Ausrüstung ist sowohl an den Standorten der Feuerwehr als auch in Teilen zentral abrufbereit eingelagert. Der Rat der Stadt hat hierfür in den Jahren 2022 bis 2025 jährlich 250.000 € bereitgestellt (siehe Drucksache Nr. 0862/2022). Für die Maßnahmen gab es bisher leider keine Fördermöglichkeiten.

 

In Abhängigkeit der Einsatzlage werden die Taktik und Technik angepasst. Dabei kann es notwendig werden, dass eine Brandbekämpfung durch Löschrucksäcke, aber eben auch durch Helikopter notwendig wird. In jedem Fall gibt es jedoch nicht nur eine Technik, die zum Erfolg führt, sondern nur eine Kombination aus mehreren. Eine Unterstützung durch Helikopter kann durch die Einsatzleitung der Feuerwehr über die Bezirksregierung angefordert werden. Dieses Prozedere ist wie auch bei anderen Anforderungen gängige Praxis bei Feuerwehren in NRW.

 

Aktuell steht das Löschwasserversorgungskonzept kurz vor dem Abschluss. Die Feuerwehr wird ab Oktober eine Analyse der städtischen Vegetationsflächen vornehmen, um so besonders zu betrachtende Bereiche festzustellen. Im Zuge dessen sollen auch mögliche Wasserübergabepunkte und Landeflächen für Helikopter erarbeitet werden. Die aus der Analyse hervorgehenden Erkenntnisse werden dann auch im Brandschutzbedarfsplan festgeschrieben und als Grundlage für zukünftige Anträge genutzt. Für die Anlage und Erweiterung von Feuerlöschteichen und Löschwasserentnahmestellen zur Prävention und Bekämpfung von Waldbränden sind Förderungen durch das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW als Zuschuss nur an Eigentümer*innen oder Besitzer*innen forstwirtschaftlicher Flächen möglich.

 

Im Rahmen weiterer Projekte arbeitet die Verwaltung bereits in interdisziplinär besetzten Arbeitsgruppen zusammen.

 

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Anlagen

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Beschlüsse

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26.08.2025 - Bezirksvertretung Hohenlimburg - ohne Beschluss