Beschlussvorlage - 0492/2025

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Der Kultur- und Weiterbildungsausschuss nimmt die Vorstellung des Programms 2025 des Kulturbüros zur Kenntnis.

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Sachverhalt

Internationale Woche gegen Rassismus 2025

Am 26. März 2025 fand in Kooperation mit dem AllerWeltHaus ein Workshop für Fachkräfte und Interessierte statt. Das „Empathy_Lab" thematisierte „Empathie-Lücken" anhand von anti-muslimischem Rassismus. Unter der Leitung von Dihia Wegmann (FUMA Fachstelle Gender & Diversität NRW) wurden die Funktionsweise von Empathie, die Grenzen von gut gemeinten Ansätzen wie „Alle sind willkommen" und Methoden für echte Perspektivwechsel erarbeitet. Mit zwölf Teilnehmenden war der Workshop ausgebucht; es bestand eine Warteliste. Die Veranstaltung verlief ohne Störungen und wurde im Rahmen der Veranstaltungsreihe des Kommunalen Integrationszentrums durchgeführt.

 

Muschelsalat 2025 - der Hagener Kultursommer

Vom 9. Juli bis 20. August 2025 findet der Hagener Kultursommer „Muschelsalat“ zum bereits 39. Mal mittwochs, umsonst und draußen statt. Er belebt mit seinem Programm wieder verschiedene Plätze im gesamten Stadtgebiet. Mit dem beliebten Festival bietet das Kulturbüro in diesem Jahr einen bunten Mix aus Straßentheater, Akrobatik, Neuem Zirkus und Weltmusik und lädt Jung und Alt damit zu einem wöchentlich wechselnden Kulturvergnügen ein. Einen ganz besonderen Höhepunkt wird ein generationsübergreifendes Straßentheaterstück zu „Alice im Wunderland“ im Hameckepark darstellen, inszeniert und choreografiert von der Hagener Künstlerin Mona Stöcker. Zum letzten Mal bereichert die beliebte Weltmusik-Reihe „Odyssee: Musik der Metropolen“ am 9., 16. und 23. Juli den Hagener Kultursommer mit drei internationalen Acts. Dass die Reihe in diesem Sommer zum letzten Mal stattfindet, begründet die Veranstaltergemeinschaft mit dem seit Jahren zu verzeichnenden Trend massiver Einschnitte bei der Kulturförderung in den Kommunen, wodurch die gestiegenen Kosten nicht mehr gedeckt werden könnten.

 

Ferromone statt ExtraSchicht

Das 2024 entwickelte Format „Kulturdreieck“ ersetzt auch 2025 die Beteiligung an der ExtraSchicht. Vom 3. bis 5. Oktober laden vier Hagener Kulturinstitutionen unter dem Motto „Auf den Spuren der Industriekultur in Hagen“ zu einem vielfältigen Programm mit Kunst-Workshops, Performance-Theater und Mitmach-Aktionen ein. Die Elbershallen mit dem Theater an der Volme, Theater Hagen, Emil Schumacher Museum und Osthaus Museum gestalten gemeinsam mit weiteren Partnern einen Industriekultur-Parcours in der Innenstadt. Menschen mit und ohne Behinderung wirken mit. Der Eintritt ist frei und die Veranstaltung wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW. In diesem Rahmen präsentiert sich das Kulturbüro zusammen mit der Freiwilligenzentrale am 5. Oktober beim „Tag der Offenen Tür“ vom Theater Hagen zum Thema „Engagiert in der Kultur - Hagener Kulturvereine entdecken" (Arbeitstitel).

 

Kultur:Vernetzt- Kooperation mit der Freiwilligenzentrale

Die Freiwilligenzentrale Hagen beteiligt sich an dem Landesprojekt Freiwilligenagenturen: Kultur:Vernetzt, gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW. Ziel ist es, das ehrenamtliche Engagement in der Kultur zu stärken, sichtbar zu machen und zu vernetzen. Von März 2025 bis August 2026 werden Kulturvereine und -initiativen besucht, um Bedarfe zu ermitteln und Netzwerke aufzubauen. Dabei wird das Kulturbüro unterstützend tätig. Das Projekt richtet sich an alle, die sich kulturell engagieren oder es künftig möchten. Das erste Netzwerktreffen fand im April 2025 statt. Die Freiwilligenzentrale ist eine von zehn teilnehmenden Agenturen in NRW.

 

Ferngespräch

Am 5. September findet in Hagen eine Lesung im Rahmen der vom literaturgebiet.ruhr geförderten Reihe „Ferngespräche“ statt. Das Kulturbüro der Stadt Hagen hatte sich erfolgreich um die Teilnahme an der renommierten Veranstaltungsreihe beworben und wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal als Austragungsort ausgewählt. Zu Gast sind Mascha Unterlehberg, die aus ihrem viel beachteten Debütroman „Wenn wir lächeln“ liest – ein eindrucksvolles Werk über weibliche Selbstermächtigung und jugendliche Rebellion – sowie Miedya Mahmod, deren Spoken-Word-Performances Themen wie Identität, Herkunft und gesellschaftliche Teilhabe poetisch verhandeln. Die Moderation übernimmt Marvin Kleinemeyer (Bob Sala). Ein Abend, der Sprache als Instrument von Widerstand, Zugehörigkeit und Sichtbarkeit in den Mittelpunkt stellt.

 

LeseLust

Herzstück des Kinder- und Jugendbuchfestivals LeseLust, das von September bis November in sieben Städten entlang der Lenne stattfindet, sind Lesungen renommierter, aber auch junger talentierter Autor:innen und deren direkte Begegnung mit jungen Leser:innen. Das Spektrum reicht vom Bilderbuch über das Kinder- und Jugendbuch, über Literaturverfilmungen, PoetrySlam-Workshops, Theater, bilinguale Lesungen bis hin zur Forschungswerkstatt. Die Koordination des Kooperationsnetzwerkes privater und öffentlicher Veranstalter liegt seit 2013 in der Hand des soziokulturellen Kulturzentrums Pelmke in Hagen. Als Kooperationspartner unterstützt das Kulturbüro das LeseLust-Festival finanziell.

 

Kurzfilmfestival „Eat my shorts"

Das elfte Hagener Kurzfilmfestival „Eat my shorts" findet am 8. und 9. November statt. Das Kulturbüro berät den Kultur- und Filmförderverein Hagen e.V. Eine erneute Förderung des „Hagener Filmfenster“ aus dem Förderprogramm „Heimat-Fonds" wurde leider abgelehnt, da das Festival über mehrere Jahre wiederholt gefördert wurde. Bestand hat die Summe, die die Stadt über den Etat des Kulturbüros als Kooperation beiträgt, hier wurde die gleiche Summe wie in den Vorjahren bewilligt.

 

Graffiti und Street Art

Unter dem Motto „Mehr Raum für Kunst im öffentlichen Raum“ entstehen in Hagen neue legale Flächen für Graffiti und Street Art. Das Projekt ist eine Kooperation des Fachbereichs Jugend und Soziales der Stadt Hagen, des Kulturbüros, des Vereins „Kunst vor Ort“ und des „kreHAtiv.kollektiv“. Ziel ist es, kreative Ausdrucksformen sichtbar zu machen, pädagogische und kulturelle Arbeit zu fördern und illegales Graffiti zu reduzieren. In Hagen sind bereits acht legale Flächen definiert. Dazu zählen Unterführungen im Stadtgebiet wie am Bodelschwinghplatz, an der Grünstraße in Wehringhausen sowie zwei weitere Unterführungen in Hohenlimburg. Weitere „Walls of Fame“ befinden sich an der Kuhlestraße und an den Spielplätzen Hestertstraße, Lortzingstraße sowie an der Volmebrücke an der Eilper Straße. Die legalen Flächen werden entsprechend gekennzeichnet und unter www.hagen.de/graffiti mit Informationen zur Nutzung gelistet.

 

RKP-Projekte

Das Kulturbüro nahm an der Jurysitzung zur Auswahl der Förderprojekte im Rahmen des „Regionalen Kultur Programms NRW“ in der Kulturregion Südwestfalen teil. Im laufenden Jahr wird in Hagen mit dem „LeseLust – Kinder- und Jugendbuchfestival“ ein Projekt realisiert, das eine Förderung durch das Land erhält. Von insgesamt 14 beim Kulturrat eingereichten Projekten wurden lediglich sechs im späteren Verlauf vom Land als förderfähig anerkannt. Diese geringe Zahl sorgte im Kulturrat für große Besorgnis, da die Höhe des zur Verfügung stehenden Etats bis zuletzt nicht transparent kommuniziert wurde und dieser Etat überdurchschnittlich stark von landesweiten Kürzungen betroffen ist. Die aktuellen Entwicklungen verdeutlichen in den Augen der Kulturschaffenden einmal mehr die schwierige Lage der Förderung künstlerischer und kreativer Projekte.

 

Projekt Kulturstrolche

Kulturstrolche – das sind in Hagen Jahr für Jahr viele hundert Schüler:innen, welche im Rahmen des Programms die Gelegenheit erhalten, die Kultureinrichtungen ihrer Stadt und damit eine breite kulturelle Vielfalt für drei Jahre (2. bis 4. Schuljahr) kennenzulernen. Dafür werden exklusive Angebote von verschiedenen Kooperationspartner:innen und Institutionen gestaltet, welche die Schüler:innen durch Orchestergraben und Theater, durch Museen und Archive, durch Bücherei, Schloss und Tanzstudio führen. Mit dem persönlichen Erleben der unterschiedlichen Kultursparten wird den Kindern, unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten oder Freizeitinteressen der Eltern, ein kompetenter Zugang zu den kulturellen Einrichtungen eröffnet.

 

Kultur und Schule

„Kultur und Schule“ ist ein Förderprogramm zur Stärkung der kulturellen Bildung, bei dem die Schule als zentraler Lern- und Begegnungsort fungiert, um Kindern und Jugendlichen den Zugang zu künstlerischen Ausdrucksformen, zum kulturellen Erbe und zur gesellschaftlichen Teilhabe zu ermöglichen. Die Auswahl der geförderten Projekte erfolgte im Rahmen einer Jurysitzung. An der Jury beteiligen sich jeweils eine Vertreterin der Bezirksregierung Arnsberg, der Schulbehörde, der kulturellen Jugendbildung sowie je eine Person aus den Sparten Bildende Kunst/Street Art sowie Musik/Musikpädagogik. Im kommenden Schuljahr 2025/2026 kommt erneut die erhöhte Honoraruntergrenze zur Geltung, wodurch sich der von der Stadt Hagen zu tragende Eigenanteil pro Projekt um 165 Euro erhöht. Dennoch wird das Projekt „Kultur und Schule“ in Hagen die vom Land maximal förderfähige Anzahl von 18 Projekten – bei insgesamt 23 Bewerbungen – realisieren. Dass trotz der erhöhten finanziellen Aufwendungen auch dieses Jahr wieder so viele Schüler:innen vom Projekt „Kultur und Schule“ profitieren, ist nur dank der engen Zusammenarbeit zwischen der Stadt, den Schulen und den Künstler:innen im Rahmen des Programms möglich.

 

KreativQuartier

Der Transformationsprozess in Wehringhausen wird aktuell durch eine Reihe gezielter Förderprogramme begleitet, die Kultur, Stadtentwicklung und Klimaschutz strategisch miteinander verzahnen. Im Mittelpunkt steht das Landesprogramm „Kreativ.Quartiere Ruhr“  (ecce), das jährlich kulturelle und kreativwirtschaftliche Projekte im Stadtteil unterstützt. Ein sichtbares Ergebnis dieser Förderung ist das „Wirrwarr“ – ein offener Raum für kreative Prozesse, der als Ort der Teilhabe, des Austauschs und der Ideenentwicklung fungiert. Ergänzend dazu tragen das städtebauliche Projekt „Prima. Klima. Wehringhausen – 67plus“, Teil der Ruhrmetropole-Initiative des Landes NRW sowie das vom Nachhaltigkeitszentrum Hagen e.V. durchgeführte Projekt „Klimapositives Wehringhausen“ zur nachhaltigen und zukunftsorientierten Entwicklung des Quartiers bei. Beide Programme verbinden ökologische Zielsetzungen mit sozialen und kulturellen Potenzialen und stärken die Resilienz des Stadtteils gegenüber den Folgen des Klimawandels. Das Kulturbüro der Stadt Hagen übernimmt in diesem vielschichtigen Entwicklungsprozess eine koordinierende und unterstützende Rolle: strategische Steuerung der Fördermaßnahmen, Vernetzen lokaler Akteur:innen und Fördern von Synergien zwischen Kultur, Kreativwirtschaft und Nachhaltigkeit. Mit dem Gemeinschaftsbüro „co-werk“ ist zudem eine offene Plattform für Austausch, Diskussion und kollaborative Projektentwicklung geschaffen worden, die als wichtiger Baustein für die partizipative Quartiersentwicklung dient.

 

Projektefond

Das Kulturbüro unterstützt ganzjährig zahlreiche kulturelle und kreative Projekte in der Stadt. Innovative Kunst- und Kulturprojekte in der Stadt können mit bis zu 50 % der Gesamtsumme gefördert werden, es muss ein Eigenanteil von mindestens 10 % aufgebracht werden. Förderfähig sind Veranstaltungen, Projekte, Reihen, Kurse und andere kulturelle Aktivitäten, die das herkömmliche Kulturangebot ergänzen oder erweitern. Über das Jahr 2025 verteilt werden insgesamt zehn Projekte gefördert, der Projektefond ist damit für dieses Jahr ausgeschöpft.

 

Ausblick

Das Internationale Krimifestival „Mord am Hellweg" findet biennal, also wieder in 2026 statt. Der Kunstpreis CityARTists wird erst in 2026 und zukünftig ebenfalls biennal ausgeschrieben. Das Projekt „planet hagen - Tage der Offenen Ateliers und Kreativen Orte" findet im Frühjahr 2026 statt.

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Auswirkungen

Inklusion von Menschen mit Behinderung

 

Belange von Menschen mit Behinderung

 

x

sind nicht betroffen

 

Auswirkungen auf den Klimaschutz und die Klimafolgenanpassung

x

keine Auswirkungen (o)

 

Finanzielle Auswirkungen

 

x

Es entstehen weder finanzielle noch personelle Auswirkungen.

 

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Beschlüsse

Erweitern

24.06.2025 - Kultur- und Weiterbildungsausschuss - zur Kenntnis genommen