Berichtsvorlage - 0487/2025
Grunddaten
- Betreff:
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Jahresbericht der Max-Reger-Musikschule
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- FB48 - Bildung und Kultur
- Bearbeitung:
- Jessica Linek
- Beteiligt:
- VB3 Vorstandsbereich für Jugend und Soziales, Integration, Bildung und Kultur
- Freigabe durch:
- Martina Soddemann (Beigeordnete)
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Kultur- und Weiterbildungsausschuss
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Kenntnisnahme
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24.06.2025
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Sachverhalt
Den Schwung, den die Max-Reger-Musikschule aus ihrem Jubiläumsjahr 2023 mit insgesamt 60 Veranstaltungen erhalten hat, konnte erfolgreich in die Folgejahre übertragen werden. Im Jahr 2024 konnte die Zahl der Veranstaltungen sogar auf 67 gesteigert werden – zusätzlich zum regulären musikalischen Lehrbetrieb, der ebenso erfolgreich fortgeführt wurde.
Diese positive Entwicklung zeigt sich auch in den steigenden Schülerzahlen: So wurden 2023 insgesamt 3.529 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, 2024 waren es bereits 3.725, zusammen mit der Anzahl der nicht namentlich erfassten Kinder aus den JeKits 1-Klassen (Jedem Kind Instrumente, Tanzen und Singen) beträgt die Schülerzahl über 4000.
Vielfältige Veranstaltungen und neue Impulse
Das Veranstaltungsprogramm war erneut durch eine große Vielfalt geprägt: Neben Kinderkonzerten und Konzerten aus den Bereichen Rock, Pop, Jazz, internationaler Folklore und Tanz gab es auch Auftritte von Schülerinnen und Schülern aus dem Fachbereich Sonderpädagogik.
Im Fachbereich Tanz besonders hervorzuheben sind die Ballettklassen der Dozentin Olga Peniker, die im November 2024 mit den „Tanzbildern“ einen großen Auftritt im Stadttheater hatten – nach Corona-bedingter Pause eine gelungene Rückkehr auf die große Bühne.
Anfang 2024 bot die Musikschule zudem Veranstaltungen zum Thema Folkloretanz an: „Bal Folk“ – traditionelle Tänze aus Frankreich – sowie Tango-Workshops wurden vom argentinischen Dozenten Ignacio Zudaire gemeinsam mit internationalen Gästen durchgeführt.
Kunst trifft Musik: Das Projekt „Klangfarben“
Die erfolgreiche Reihe „Klangfarben – Kunst trifft Musik“ wurde mit einer Ausstellung im September fortgesetzt. Die Vernissage mit Werken von Pilar Sinemus verband eindrucksvoll Live-Musik und bildende Kunst. Das etablierte Format, ins Leben gerufen von Martin Rösner, wurde 2024 bereits zum elften Mal durchgeführt.
Starke Kooperationen mit Grundschulen
Die Kooperation im Rahmen von JeKits mit 11 Hagener Grundschulen an 13 Standorten wurde 2024 fortgesetzt. Highlights waren der JeKits-Tag sowie das große Weihnachtskonzert in der Johanniskirche am Markt mit Beiträgen aus den Bereichen Instrumentalspiel, Tanz und Gesang – unter der Leitung von Jonas Liesenfeld. Die Veranstaltung war mit rund 800 Besucherinnen und Besuchern hervorragend besucht.
Leider hat sich die Raumsituation an den teilnehmenden Grundschulen in den letzten Jahren durch die Umsetzung des verpflichtenden offenen Ganztags verschlechtert, was die Durchführung des Instrumentalunterrichts am Nachmittag erschwert. Zwar konnten viele Herausforderungen im beiderseitigen Einvernehmen zwischen der Musikschule und den Grundschulen gelöst werden, jedoch hat die Karl-Ernst-Osthaus-Schule die Zusammenarbeit mit der Musikschule zum 31.7.2025 beendet – zum Bedauern vieler Kinder, die dort bisher Unterricht erhielten. Dieser Schulverlust wird aber durch die Neuaufnahme der Astrid-Lindgren-Förderschule in das JeKits-Projekt aufgewogen.
Klassische Konzerte und „Jugend musiziert“
Neben neuen Formaten gab es auch wieder traditionelle Schülerkonzerte, Orchester- und Kammerkonzerte mit klassischer Musik sowie die Teilnahme am Wettbewerb „Jugend musiziert“. Dort konnte die Musikschule mehrere erste Preise erringen mit zwei Weiterleitungen vom Landes- zum Bundeswettbewerb in den Kategorien Akkordeon und Flöte.
Modernisierung, Digitalisierung und Personelles
Im Herbst 2024 wurde die Online-Anmeldung an der Musikschule eingeführt, die inzwischen reibungslos funktioniert. Zusätzlich bleibt die Anmeldung in Papierform möglich – beide Varianten werden gleichermaßen gut angenommen, wobei der Trend in Richtung Online-Anmeldung geht.
Auch technisch wurde aufgerüstet: Der Konzertsaal erhielt eine neue LED-Beleuchtung, die nicht nur angenehmes Licht bietet, sondern auch Energie spart und professionelle Bedingungen für Konzerte und Veranstaltungen schafft. Eine Vermietung des Saals an externe Veranstalter ist nun ebenfalls angedacht. Eine erste Vermietung hat stattgefunden.
Seit 2023 wird das Lehrerkollegium durch mittlerweile vier hervorragend ausgebildete ukrainische Instrumentallehrerinnen bereichert, die sich erfolgreich integriert haben und gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern regelmäßig öffentlich auftreten.
Ein bedeutender organisatorischer und personeller Schritt war die Umsetzung des sogenannten „Herrenberg-Urteils“: Alle Honorarkräfte wurden in feste Anstellungen überführt. Dies stärkte nicht nur die Struktur und Zusammenarbeit im Kollegium, sondern ermöglichte auch eine aktivere Einbindung der Lehrkräfte in Konferenzen, Veranstaltungen und die pädagogische Arbeit insgesamt.
Ein gelungener Start ins Jahr 2025
Der positive Trend setzt sich auch 2025 fort: Im Januar traten chinesische Musikerinnen mit traditionellen Instrumenten bei einem großen Konzert auf – teils auch gemeinsam mit Hagener Musikschüler:innen.
Ein besonderes Highlight war die Tagung des Deutschen Harfenverbandes vom 2. bis 4. Mai in der Musikschule. Es gab zahlreiche Konzerte, Vorträge und eine Ausstellung mit hochwertigen Harfen im Gesamtwert von rund 300.000 Euro. Höhepunkt war das Konzert der vielfach ausgezeichneten internationalen Preisträgerin Julia Dietrich, die eigens aus Wien anreiste.
Ein besonderes Event fand vom 19. bis zum 24. Mai in der Innenstadt statt: sechs Kammerkonzerte als Straßenmusik mit den „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi in der originalen Version. Unter den beteiligten Musikerinnen und Musikern waren acht Kinder im Grundschulalter dabei.
Zukünftige Veranstaltungen und Planungen
Einer guten Tradition folgend, wird die erste Jahreshälfte mit dem Konzert „Swing in die Ferien“ und der Max-Reger-Bigband unter der Leitung von Stephan Mehl auf dem Elbersgelände abgeschlossen, in diesem Jahr am 10. Juli 2025.
Das große Highlight der ersten Jahreshälfte 2025 ist jedoch der Ensemble-Tag der Musikschule am 14. Juni: Bei diesem Sommerfest stellen sich alle Bands, Orchester und Ensembles der Musikschule vor. Die Veranstaltung findet im und um das Schulgebäude sowie auf dem Elbersgelände statt. Die Musikschule hofft auch hier, mit ihrer ganzen musikalischen Bandbreite wieder in die Stadtgesellschaft hineinzuwirken und möglichst viele Menschen mit einem Lächeln nach Hause gehen zu lassen.
