Stellungnahme - 0363/2025-1
Grunddaten
- Betreff:
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Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Hier: Auswirkungen der finanziellen Situation auf die Angebote der Jugendberufsagentur Hagen
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Susanne Lossau
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie
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Kenntnisnahme
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14.05.2025
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Sachverhalt
- Sind für das Haushaltsjahr 2025 Kürzungen bei den finanziellen Mitteln für die Jugendberufsagentur Hagen vorgesehen?
Als rechtskreisübergreifende Institution ist die Jugendberufsagentur ein wichtiger Baustein im Übergang junger Menschen von der Schule in den Beruf. Besonders vor dem Hintergrund der sich stetig weiterentwickelnden Bedarfe der jungen Menschen ist eine regelmäßige Evaluation und die damit verbundene Weiterentwicklung der Angebote ein Bestreben der Akteur*innen aller drei Rechtskreise.
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf junge Menschen, sowie die in Hagen stetig steigende Zuwanderungsquote lassen eine Überprüfung der Angebote sinnvoll erscheinen, damit weiterhin eine bedarfsgerechte Angebotslandschaft innerhalb der Jugendberufsagentur bestehen bleibt. Aktuell finden daher Gespräche mit allen Akteur*innen, in denen die Überprüfung der bisherigen Ausrichtung erfolgt, statt. Im Fokus einer konzeptionelle Weiterentwicklung steht jungen Menschen vor Ort gerecht zu werden, das Angebot effektiv und effizient zu gestalten, indem die Verzahnung zwischen den Rechtskreisen weiter intensiviert wird.
- Falls ja, welche konkreten Angebote oder Maßnahmen der JBA wären davon betroffen?
Aufgrund der konzeptionellen Weiterentwicklung kann momentan noch nicht abgesehen werden, welche Angebote fortgeführt und welche Angebote hinzukommen oder umgesteuert werden. Dies soll nach der Evaluation gemeinsam mit den drei Rechtskreisen erfolgen.
Ziel der Evaluation ist es, auf Basis der Ergebnisse zu einer Maßnahmenplanung zu kommen, die weiterhin den aktuellen Bedarfen der jungen Menschen entspricht.
- Gibt es bereits Gespräche mit anderen Trägern oder Kooperationspartnern, um etwaige Finanzierungslücken zu schließen?
In die Gespräche zur konzeptionellen Entwicklung sind Vertretungen aus allen drei Rechtskreisen involviert, darunter auch der aktuell durchführende Träger der freien Jugendhilfe des Rechtskreises SGB VIII. In Prüfung befindet sich daneben, inwieweit die Möglichkeit besteht, Förderprogramme zu nutzen, um das Angebot bedarfsgerecht weiterführen und/oder ggf. ausbauen zu können.
- Welche alternativen Unterstützungsangebote wären im Falle einer Reduzierung möglich?
Im Moment erproben sowohl der freie Träger, als auch der öffentliche Träger der Jugendhilfe Formate, bei denen die Angebote der Jugendberufsagentur bzw. aus angrenzenden Themenfeldern zu den Orten gebracht werden, an denen sich die jungen Menschen in ihrer Freizeit aufhalten.
So gibt es etwa die Möglichkeit über die mobil aufsuchende Jugendarbeit, mit der Jugendberufsagentur in Kontakt zu kommen. Das Angebot findet regelmäßig (monatlich) im Volkspark statt. Hier sind es Vertretungen aus dem Bereich des SGB VIII, die das Angebot begleiten.
Außerdem findet in der Jugendlounge Mitte eine regelmäßige Sprechstunde (alle zwei Wochen) zur Berufswahl für Jugendliche und junge Erwachsene statt. An dieser nehmen abwechselnd Vertreter*innen des Jobcenters (Jugendberufsagentur), der SIHK und der Handwerkskammer Dortmund teil.
