Beschlussvorlage - 0221/2025
Grunddaten
- Betreff:
-
Innenstadtentwicklung im Volkspark, Eiscafé Öse
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Niklas Marl
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Mitte
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Entscheidung
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13.03.2025
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Beschlussvorschlag
Die Verwaltung wird beauftragt, kurzfristig ein gastronomisches Angebot im Volkspark sicherzustellen. Gegenstand des Prüfauftrages ist die Frage, ob die Öse mittels einer Pop-Up-Nutzung wiederbelebt werden kann oder ob mittels eines Foodtrucks, Eiswagens o.Ä. das gastronomische Angebot gewährleistet werden kann.
Sachverhalt
Kurzfassung
Die Hagener Innenstadt soll in den kommenden Jahren im Fokus der Stadtentwicklung stehen. Bevor mittels eines Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (INSEK) der Citybereich aufgewertet werden soll, laufen bereits vorgeschaltete Projekte zu dessen Vorbereitung an. Im Bereich des Volksparks besteht ein hoher Handlungsbedarf, da hier 2024 die Schlüsselimmobilie des Eiscafés Öse leergezogen wurde. Die Pächter*innen beendeten ihre Tätigkeit zum Herbst hin, seitdem steht die Immobilie leer. Eine schnellstmögliche Qualifizierung des Gesamtraumes durch eine Wiederbelebung des Cafés ist anzustreben.
Begründung
Das Hagener Stadtzentrum leidet seit Jahren unter Funktionsverlusten und durchlebt einen Wandel. Immer mehr Bürger*innen, aber auch andere Akteur*innen in der City, wünschen sich Alternativen zum klassischen Shopping-Innenstadtausflug. Hier müssen für alle Zielgruppen Angebote geschaffen werden, um die Innenstadt fit für die Zukunft zu machen und die Verweildauer der Besucher*innen zu erhöhen. Ein Ansatz, der ebendiese Aufenthaltsdauer erhöht, ist die Qualifizierung des gastronomischen Angebots. Um den Prozess zielgerichtet anzustoßen, hat die Verwaltung die Expertise des Gastronomieberatungsunternehmens Progacon in Anspruch genommen. Die Expert*innen haben im Laufe des Jahres 2024 ein Gastronomiekonzept erarbeitet, das Handlungsbedarfe verortet und priorisiert.
Handlungsbedarf im Volkspark
Das Konzept von Progacon verortet den höchsten Handlungsdruck aller innerstädtischen Teilräume im Volkspark. Das eingesetzte Leerstandsmanagement bestätigt den Handlungsdruck ebenso. Dieser Bedarf wird nicht zuletzt durch die Aufgabe der Pächter*innen im Eiscafé Öse (Herbst 2024) verschärft. Die Immobilie muss möglichst zeitnah wieder vermietet werden, um negativen Entwicklungstendenzen im Umfeld, sogenannten Trading-down-Effekten, frühzeitig entgegenzuwirken.
Von Vorteil ist, dass die Immobilie im städtischen Eigentum steht und dadurch eine gezielte Entwicklung vorangetrieben werden kann.
Eiscafé Öse
Die weitergehende Entwicklung im Eiscafé Öse wurde von städtischer Seite aus mit Progacon schon so weit vorangetrieben, dass ein Interessenbekundungssverfahren für Gastronom*innen ausgearbeitet war. Über die örtliche Presse war der Start des Verfahrens bereits angekündigt worden, woraufhin zahlreiche Gastronom*innen ihr Interesse an einer Anmietung bekundeten. Kurz vor Veröffentlichung des eigentlichen Verfahrens erreichte die Stadt jedoch die Meldung vom Betreiber Contipark das unmittelbar angrenzende „City“ Parkhaus ab 2025 umfassend modernisieren zu wollen. Bis zum 03.02.2025 wartete die Verwaltung vergeblich auf die Bekanntgabe des Zeitplans für den Umbau, der essenziell für die weitere Planung ist, da für eine längere Periode mit erheblichen Emissionen (Lärm, Staub, Körperschall) zu rechnen ist, was das Betreiben des Eiscafés in beträchtlichem Maße erschweren dürfte. Hinzu kommt, dass der Küchenbereich des Cafés an die Fassade des Parkhauses angebaut wurde und für dessen Umbau komplett rückgebaut werden muss. Ein Betreiben des Cafés ohne entsprechende Räumlichkeiten zum Zubereiten der Speisen und Getränke ist aus diesem Grund unrealistisch.
Am 03.02.2025 erreichte die Verwaltung von Contipark dann allerdings ein Schreiben, das über den Aufschub der Baumaßnahme informiert. Laut diesem sollen die Baumaßnahmen „voraussichtlich auf das Jahr 2026 verschoben“ werden, wodurch nun wieder kurzfristiger Handlungsdruck für das Jahr 2025 entsteht. Die Expert*innen von Progacon zeigen zwei Handlungsmöglichkeiten auf: Zum einen sehen sie eine kurzfristige Zwischenvermietung als Option, um Zeit zu gewinnen bis eine langfristige Entscheidung getroffen wird. So könnte ein gastronomisches Angebot mit Kaffee und Eis, einer Weinbar oder Ähnlichem gewährleistet werden. Zum anderen schlagen sie parallel die Wiederaufnahme des Interessenbekundungsverfahrens vor, das es der Stadt ermöglichen würde, auf Grundlage einer klaren, konkret definierten Vision für den Standort eine Entscheidung über dessen Zukunft zu fällen. Sofern eine Pop-Up-Nutzung der Immobilie nicht möglich ist, soll mittels eines Foodtrucks, Eiswagens oder Ähnlichem ein Angebot gewährleistet werden.
Auswirkungen
Inklusion von Menschen mit Behinderung
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Belange von Menschen mit Behinderung
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X |
sind betroffen |
Kurzerläuterung:
Die Innenstadt ist ein Ort für alle Menschen. Eine Qualifizierung des gastronomischen Angebots, kommt somit auch Menschen mit Behinderung zugute.
Auswirkungen auf den Klimaschutz und die Klimafolgenanpassung
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X |
keine Auswirkungen (o) |
Finanzielle Auswirkungen
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X |
Es entstehen weder finanzielle noch personelle Auswirkungen. |
- Auswirkungen auf den Haushalt
Kurzbeschreibung:
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Zum aktuellen Zeitpunkt sind keine Auswirkungen auf den Haushalt zu erwarten, da sich die Immobilie im städtischen Eigentum befindet und bei einer Vermietung keine unmittelbaren Mehrkosten zu erwarten sind. |
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X |
Beschluss RAT, HFA, BV, Ausschuss, sonstiges |
