Beschlussvorlage - 0139/2025

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Der Rat der Stadt Hagen stimmt der Planung zum Neubau der Brücke Nahmerbach in der vorgestellten Art und Weise zu.

Der Rat der Stadt Hagen beauftragt die Verwaltung die weiteren Planungsschritte einzuleiten.

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Sachverhalt

 

Die Brücke Nahmerbach befindet sich im Stadtteil Hohenlimburg, ca. 70 m südlich vom Kronenburgplatz, zwischen den Häusern Unternahmerstraße Nr. 5 und Nr. 11. Die Unternahmerstraße verläuft auf der Brücke, unterhalb fließt der Nahmerbach, der ca. 100 m stromabwärts in die Lenne mündet.

Durch das Hochwasserereignis 2021 wurden das Brückenbauwerk sowie die angrenzenden Bauwerke (Ufermauern etc.) stark beschädigt und müssen erneuert werden. Im Zuge des Wiederaufbauplans soll der Durchlass des Baches verbreitert werden, da dieser bei Starkregenereignissen zu klein ist.

 

Planung

 

Um die Situation nachhaltig zu verbessern soll das vorh. Brückenbauwerk abgerissen und durch ein neues mit größerem Durchlassquerschnitt ersetzt werden. Um dafür etwas Höhe zu gewinnen, wird die Gradiente der Unternahmerstraße leicht angehoben. Zudem soll der Uferbereich des Nahmerbaches zwischen Brücke und Lenne aufgeweitet werden. Dafür wird die süd-östliche Ufermauer durch eine Böschung ersetzt. Die übrigen Ufermauern wurden nach dem Hochwasser 2021 bereits erneuert und sollen in der jetzigen Form erhalten bleiben. Um die Anlage der o. g. Böschung zu ermöglichen muss der Straßenraum der Unternahmerstraße im Bereich der Einmündung Gasstraße schmaler gestaltet werden. Die Bushaltestelle Kronenburgplatz, derzeit eine Busbucht, wird zu einer Fahrbahnrandhaltestelle umgebaut, nach barrierefreiem Standard der Stadt Hagen. Die vorh. Schulbushaltestelle auf der gegenüberliegenden Straßenseite, ebenfalls eine Busbucht, kann ersatzlos entfallen, da diese seit geraumer Zeit nicht mehr angefahren wird. Dadurch ergibt sich ein Verkehrssituation gem. Anlage 1. Es verbleiben zwei Fahrspuren mit einer jeweiligen Breite von 3,50 m sowie beidseitige Gehwege von 2,50 m. Die nord-westliche Gehweg-Hinterkante, die maßgebliche Straßenbegrenzungslinie, rückt somit auf einen Abstand von ca. 15,7 m vom Nahmerbach ab und eröffnet damit die notwendige Retentionsfläche.

Die Bushaltestelle „Unternahmer“ vor dem Haus Unternahmerstraße 11 wird im Zuge der Straßenraumneugestaltung ebenfalls nach dem aktuellen Stand der Technik barrierefrei ausgebaut.

 

Ein weiteres Problem bei Starkregenereignissen ergibt sich im Bereich der Brücke „Nahmerbach“ und des Kronenburgplatzes aus dem Oberflächenwasser der Wilhelmstraße. Wie auch beim Hochwasserereignis 2021 können ergiebige Niederschläge in der Wilhelmstraße aufgrund der steilen Gefällesituation nicht ausreichend gefasst und kanalisiert werden und strömen somit über die Unternahmerstraße in den oben beschriebenen Bereich. Um hier Abhilfe zu schaffen, werden im Einmündungsbereich Wilhelmstraße/Unternahmerstraße Seiteneinläufe in die dortige Hochbordanlage integriert (siehe Anlage 1). Das so aufgefangene Wasser kann damit direkt durch eine separate Entwässerungsleitung und einem Durchlass in der Ufermauer, in den Nahmerbach geleitet werden. Der vorh. Fußgängerüberweg im Bereich Unternahmerstraße 21 muss dafür um einige Meter verschoben werden (vor Haus Unternahmerstraße 19) und wird dabei, in Anlehnung an die zuvor beschriebenen Bushaltestellen, barrierefrei ausgestaltet.

 

Die Umgestaltung des Kronenburgplatzes soll frühestens nach Abschluss der oben beschriebenen Hochwasserschutzmaßnahmen weiterverfolgt werden. Zum einen bieten sich dort gut erreichbare, potentielle Baustelleneinrichtungsflächen. Zum anderen soll dadurch ausgeschlossen werden, dass der gerade neu gestalteter Platz bei einem erneuten Hochwasserereignis direkt wieder überspült wird. Die zeitgleiche Umsetzung beider Maßnahmen ist aufgrund der hohen Verkehrsbelastung und der beengten räumlichen Gegebenheiten nicht möglich.

 

Kosten

Zum derzeitigen Planungsstand kann eine verlässliche Kostenschätzung noch nicht erfolgen, da die größten Baumaßnahmen in diesem Maßnahmenpaket das Brückenbauwerk und die Böschungsanlage sind. Diese Vorlage soll dazu dienen den beschriebenen Umbau des Straßenraumes zu beschließen, damit die Planungen zur Brücke und des Uferbereiches weitergehen können. Die Gesamtmaßnahme ist Teil des Wiederaufbauplans des Landes NRW, womit die Finanzierung zu 100 % gesichert ist.

 

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Auswirkungen

Inklusion von Menschen mit Behinderung

Belange von Menschen mit Behinderung

X

sind betroffen (hierzu ist eine kurze Erläuterung abzugeben)

 

Kurzerläuterung:

Durch den barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen sowie der Fußgängerüberwege wird die Situation für Menschen mit Behinderung nachhaltig verbessert.

 

Auswirkungen auf den Klimaschutz und die Klimafolgenanpassung

X

positive Auswirkungen (+)

 

Finanzielle Auswirkungen

X

Es entstehen weder finanzielle noch personelle Auswirkungen.

 

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Anlagen

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Beschlüsse

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25.02.2025 - Bezirksvertretung Hohenlimburg - zur Kenntnis genommen

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18.03.2025 - Naturschutzbeirat - zur Kenntnis genommen

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26.03.2025 - Umweltausschuss - ungeändert beschlossen

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27.03.2025 - Stadtentwicklungsausschuss - ungeändert beschlossen

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03.04.2025 - Rat der Stadt Hagen - ungeändert beschlossen