Stellungnahme - 1124/2024-1

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

 

  1. Gibt es bereits konkrete Planungen oder Konzepte zur Schaffung von Wohnmobil-Stellplätzen in Hagen, die zeitgemäße Infrastruktur wie Wasseranschluss, WLAN, Stromversorgung sowie Entsorgungsmöglichkeiten für Abwasser bieten?

 

Hierzu wird eine Potenzialanalyse „Wohnmobiltourismus für den Standort Hagen“ erstellt (siehe Frage 5).

 

  1. Welche Standorte eignen sich als potenzielle Stellplätze, und wie wird deren Eignung hinsichtlich Zugänglichkeit, Sicherheitsaspekten und Anbindung an touristische Attraktionen bewertet?

 

 

2.1 Standort am Lennepark

 

Am Lennepark, direkt beim Richard-Römer-Lennebad, befindet sich derzeit ein Stellplatz mit drei ausgewiesenen Parkmöglichkeiten, die entsprechend beschildert sind. Eine Erweiterung des Stellplatzes ist abhängig von der Nachnutzung der Fläche des Richard-Römer-Lennebades und kann daher erst dann genauer geprüft werden.

 

Anbindung an touristische Attraktionen

 

Der Stellplatz liegt unmittelbar an der Lenne und grenzt direkt an den Park. Zudem befindet er sich in der Nähe der Kanustrecke. Sehenswürdigkeiten wie das Schloss Hohenlimburg sind von hier aus gut erreichbar. Für Radfahrer bietet der Standort Tourenmöglichkeiten, beispielsweise entlang der Lenne in Richtung Hengsteysee oder Iserlohn (z.B. Ruhr-Lenne-Achter). Zusätzlich laden die Umgebung und der Park zu Wanderungen ein. Die Hohenlimburger Innenstadt ist zu Fuß zu erreichen, und die Hagener Innenstadt lässt sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln anfahren.

 

 

  1.               Standort Seepark

 

Im Rahmen der Planung des SeeParks kommen folgende Standorte in Betracht und werden in die Vorentwurfsplanung des Seeparks mit einbezogen:

 

Parkplatz an der Dortmunder Straße

 

Der Parkplatz an der Dortmunder Straße am nördlichen Ende des Plangebiets bietet sich aufgrund der geplanten Parkplatzerweiterung für die Integration von drei bis vier Stellplätzen an. Es werden hier Stellplatzflächen über entsprechende Verkehrsschilder ausgewiesen. Für diese Stellplätze sind keine zusätzlichen Infrastruktureinrichtungen (z.B. Strom, Wasser, Abwasser) vorgesehen.

 

Südlicher Anschluss der Seestraße an das Plangebiet, Wassersportbereich

 

Im zukünftigen Eingangsbereich des SeeParks am nördlichen Anschluss der Seestraße an das Plangebiet SeePark wird eine Fläche in der Entwurfsplanung geplant, die weitere drei Wohnmobilstellplätze vorsieht. Zunächst wird hier in der Entwurfsplanung eine Ausweisung als Wohnmobilplatz Stellflächen durch entsprechende Verkehrsschilder vorgesehen, die ein Parken mit Wohnmobil ermöglicht. Die Planung soll an dieser Stelle eine entsprechende Infrastruktur berücksichtigen, die zukünftig einen Zugang zu Strom, Frischwasser und -Abfallentsorgung ermöglicht. (Verortung siehe Bild)

 

Planungsrecht

Die planungsrechtlichen Voraussetzungen erlauben die Ausweisung von drei Reisemobilstellplätzen.

 

Anbindung an touristische Attraktionen

 

Der Standort zeichnet sich durch seine Lage direkt am See aus und bietet Möglichkeiten für naturnahe Naherholung. Für Radfahrer stehen Wege zur Verfügung, die Verbindungen in Richtung Hohenlimburg, Märkischer Kreis, Mittleres Ruhrtal und Sauerland ermöglichen, darunter der Ruhr-Lenne-Achter, der Ruhrtalradweg und die Ruhrtal 8. Zusätzlich gibt es Freizeitangebote wie Bootsverleih, Stand-up-Paddling, einen Anleger / Steg für Kanus sowie weitere Wassersportaktivitäten. Die Anbindung an die Hagener Innenstadt erfolgt über den öffentlichen Nahverkehr.

 

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  1. Welche Gesamtkosten werden für die Errichtung und Instandhaltung solcher Wohnmobil-Stellplätze veranschlagt, und welche Finanzierungsmodelle könnten zur Realisierung dieses Projekts beitragen?

 

Grundsätzlich ist vor Beginn der Planungen für neue Stellplätze die Erstellung einer Zielgruppen- und Potenzialanalyse erforderlich, die die Größe und Ausstattung des Reisemobilstellplatzes bestimmt. Daraus lässt sich seine Wirtschaftlichkeit ermitteln. Verschiedene Faktoren wie beispielsweise die Lage, die Anzahl der geplanten Stellplätze, die mögliche Ausstattung sowie der erforderliche Umfang an Bauarbeiten beeinflussen die Gesamtkosten.

 

Wohnmobilstellplätze können grundsätzlich von Kommunen, privaten Betreibern oder partizipativ errichtet werden (siehe Frage 5).

 

 

  1. Welche Fördermöglichkeiten und Zuschüsse stehen im Rahmen der Tourismus- und Stadtentwicklung auf Landes- oder Bundesebene zur Verfügung, um die Errichtung dieser Stellplätze zu unterstützen?

 

Laut der Bezirksregierung Arnsberg stehen im Rahmen der Tourismusförderung (z. B. über das RWP) und der Städtebauförderung keine Fördermöglichkeiten zur Verfügung, um die Errichtung von Wohnmobilstellplätzen zu unterstützen. Grundlage für diese Aussage ist, dass es sich hierbei um eine „einnahmenschaffende Einrichtung“ handelt.

 

 

  1. Gibt es Überlegungen, die Stellplätze als Teil eines größeren Tourismuskonzepts zu integrieren, um Hagen als attraktives Ziel für mobile Reisende zu etablieren und die lokale Wirtschaft zu stärken?

 

Die HAGEN.WIRTSCHAFTSENTWICKLUNG GmbH hat gemeinsam mit der Stadt Hagen ein Tourismuskonzept, auch vor dem Hintergrund der Internationalen Gartenausstellung 2027 (IGA), erstellen lassen. Ein zentrales Ergebnis des Konzeptes zeigt die Bedeutung, bestehende Infrastrukturen gezielt zu modernisieren und weiterzuentwickeln, um den Freizeit- und Erlebniswert der Region nachhaltig zu erhöhen. Besondere Aufmerksamkeit liegt hierbei auf der Steigerung des Potenzials im Bereich Freizeittourismus („Leisure“) und der Weiterentwicklung Hagens als attraktive touristische Destination. HAGENhorizonte 2035 beinhaltet ebenfalls die Maßnahme „Ausbau des Beherbergungsangebots“, beispielsweise von Wohnmobilstellplätzen.

 

Daher hat die HAGEN.WIRTSCHAFTSENTWICKLUNG das Beratungsunternehmen „ift Freizeit- und Tourismusberatung GmbH“ (Autor des Tourismuskonzeptes) mit einer Potentialanalyse „Wohnmobiltourismus für den Standort Hagen“ beauftragt. Die Potenzialanalyse sieht unter anderem folgende Leistungen vor:

 

  1. Standortanalyse (Suche und Bewertung von möglichen Standorten in Hagen)
  2. Zielgruppen & Marktanalyse
  3. Grobkonzeption und Empfehlung möglicher Stellplätze
  4. Überprüfung der wirtschaftlichen Plausibilität und Investitionsbedarf
  5. Handlungsempfehlung zur Umsetzung dieses Konzeptes

 

In dem Prozess der Erarbeitung einer Potenzialanalyse für den Standort Hagen wird die Verwaltung bei der Standortsuche und Bewertung von Flächen eng mit eingebunden.

 

 

  1. Wie wird sichergestellt, dass diese Stellplätze umweltgerecht gestaltet sind und den aktuellen Standards für nachhaltigen Tourismus entsprechen?

 

Für die Errichtung von Stellplätzen sind gesetzliche Grundlagen zu beachten, die insbesondere Umweltbelange berücksichtigen. Dazu zählen beispielsweise Vorgaben zur Begrünung, zur Mindestparzellengröße und zum Versiegelungsgrad.

 

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Beschlüsse

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05.12.2024 - Stadtentwicklungsausschuss - zur Kenntnis genommen