02.02.2010 - 7 Entwicklung Emst - Loheplatz - Haßleyer Straße -

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Herr Schisanowski bemerkt kritisch, dass in der Vorlage ein „Bruch“ des bisherigen Verfahrens dahingehend erkennbar ist, dass die Aufgabe von Sportflächen hier ohne eine sportpolitische Gegenleistung im Sinne von Infrastrukturverbesserungen vorgesehen ist.

 

Aufgrund der angespannten Haushaltslage sind klare Aussagen des Ausschusses zwingend notwendig, so Herr Michel. Es müssen gewisse Gestaltungsmöglichkeiten für den Sport erhalten bleiben. Aus Erlösen von Veräußerung von Sportflächen muss ein Teil in die Erhaltung und Verbesserung bestehender Sportinfrastrukturen fließen.

Herr Michel beantragt daher für die SPD-Fraktion eine Beschlussergänzung dahingehend, dass ein Teil der Verkaufserlöse für die Verbesserung des Loheplatzes im Sinne von Kunstrasen genutzt werden soll.

 

Die Vorlage Pakt für den Sport, in welcher der Loheplatz ein wichtiges Kernstück war, wurde bisher aufgeschoben und somit ein Gewinn erzielt, so Herr Dr. Fischer. Da die vorgelegten Zahlen zum Loheplatz den Ausschuss nicht überzeugt haben, wurde die Beratung an die anderen Gremien weitergereicht.

 

Die neu entstandene Vorlage „Entwicklung Emst“ wird von der CDU-Fraktion positiv gesehen, so Herr Dr. Fischer. Im Namen der Fraktion stimmt Herr Dr. Fischer der Variante 2 zu. Der Verein würde somit einen Kunstrasenplatz erhalten und durch den Verkauf der Pferdewiese erfolgt ebenfalls ein Gewinn für die städt. Kasse.

 

Herr Dr. Schmidt betont, dass mit der Variante 2 lediglich die Option auf einen Kunstrasenplatz beschlossen wird. Herr Dr. Schmidt weist ebenfalls darauf hin, dass die vorgesehenen Einsparungen im Pakt für den Sport durch Wegfall des Loheplatzes an anderer Stelle erzielt werden müssen. Bisher konnten keine Alternativplätze benannt werden.

 

Die Vorlage entspricht den Vorstellungen der Emster Sportvereine, so Herr Meier. Dass vor Ort ein dringend benötigter Einzelhandel entstehen kann, ist ein positiver Nebeneffekt.  Wenn die für den Sport gewidmete Fläche aufgegeben wird, erwartet man, dass ein Teil des Gewinns in einen Kunstrasenplatz investiert wird. Der Beschluss soll dahingehend ergänzt werden, so Herr Meier weiter.

 

Dem Pakt für den Sport wurde auf der Grundlage der Stellungnahmen der Fachverwaltung zugestimmt, so Herr Thieser.  Die nun vorliegenden Zahlen weichen von den damaligen ab. Herr Thieser hat Zweifel an den kalkulierten Kosten.

 

Die Vorlage wie diskutiert zu beschließen ist legitim, so Herr Thieser.

Bei Umnutzung weiterer Sportflächen müssen jedoch Mittel zur Optimierung bestehender Plätze vorhanden sein. Wichtig ist, dass den Vereinen das Angebot zur Übernahme von Anlagen gemacht wird. Der Bau von Kunstrasenplätzen durch die Vereine mit städt. Zuschuss ist denkbar. 

 

Herr Hentschel steht dem Neubau kritisch gegenüber. Erlöse aus dem Verkauf könnten beispielsweise auch in den Tierheimneubau fließen. Hier entsteht möglicherweise Erklärungsbedarf für die Verwaltung.

 

Frau Neuhaus sieht eine positive Entwicklung auf Emst. Mit der Variante 2 werden die Bedürfnisse für den Sport ausreichend berücksichtigt. Auch Frau Neuhaus befürwortet den weitergehenden Beschluss.

 

Der Erlös wird auf dem Rücken des Sports erwirtschaftet, so Herr Michel. Ein großer Teil geht in die allg. Haushaltskonsolidierung. Da der Sport einen großen Teil zur Konsolidierung beiträgt, soll der andere Teil des Erlöses auch in diesen Bereich zurückfließen.  

 

Herr Kayser empfiehlt ebenfalls, dass der Bau eines Kunstrasenplatzes im Beschlussvorschlag einbezogen wird. Er bittet ebenfalls um eine Information zum allg. Sachstand zur Planung Kunstrasenplätze, insb. in Vorhalle.

 

Hierzu erläutert Herr Dr. Schmidt, dass die Vorbereitungen für den Platz in Garenfeld laufen. Die Ausschreibung wird in Kürze erfolgen können.  Auch in Vorhalle geht man von einer planmäßigen Umsetzung aus.

 

Herr Dr. Fischer schlägt vor, den Bau eines Kunstrasenplatzes für Hagen 11 mit in den Beschluss aufzunehmen, jedoch ohne zeitliche Befristung. Der Bau eines Kunstrasenplatzes auf Emst wird günstiger als die anderen Plätze, ergänzt Herr Dr. Fischer.  Dieser Platz wurde 2003 komplett erneuert und befindet sich somit in einem sehr guten Zustand.

 

Herr Schisanowski stellt Einvernehmen im Ausschuss fest und lässt über den ergänzten Beschlussvorschlag abstimmen.

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Beschluss:

Der Rat der Stadt Hagen nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

Der Sportplatz „Loheplatz“ wird aus der Vorschlagsliste der Vorlage „Haushaltskonsolidierung - Pakt mit dem Hagener Sport“ (Drucksachen-Nr.: 0489/2009) entfernt.

Die Verwaltung wird beauftragt, die Schaffung von Planungsrecht zur Ansiedlung eines Lebensmittelvollsortimenters und für einen Feuerwehrstandort an der Haßleyer Straße in Emst vorzubereiten.

Die Verwaltung wird beauftragt unter Erhalt des Sportplatzes Lohestraße auf der verbleibenden Fläche (sog. „Pferdewiese“) zwischen der Bebauung Mallnitzer Straße und dem Sportplatz Planungsrecht für eine Wohnbebauung mit Lärmschutz zu schaffen.

 

Ein Teil des Verkaufserlöses aus dem Einzelhandels-Grundstück an der Haßleyer Straße sowie aus der Wohnbebauung auf der sog. „Pferdewiese“ ist zur Verbesserung der sportlichen Infrastruktur für einen Kunstrasen auf dem Loheplatz einzusetzen. 

 

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Abstimmungsergebnis:

x

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

 -13-

Dagegen:

 -

Enthaltungen:

 -2-

 

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Anlagen zur Vorlage

Online-Version dieser Seite: https://allris.hagen.de/publicto020?TOLFDNR=94939&selfaction=print