10.02.2010 - 4 Zustiftung der "Riesengebirgsstube" an die Stif...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Mi., 10.02.2010
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 47 Historisches Centrum Hagen
- Bearbeitung:
- Anja Kuhlmann
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Söhnchen schickt
voraus, natürlich habe man in diesem Fall eine ganz unterschiedliche Bewertung
zu anderen Kunstschätzen in dieser Stadt. Dennoch glaube er, dass letztendlich
alle hier an dem sogenannten „Hagener Folkwang-Syndrom“ leiden,
daher wolle er möglichst ausschließen, dass demnächst im Kreisanzeiger von
Königswinter zu lesen sei, dass man dort mit der Riesengebirgsstube den
„Schnapp des Lebens“ gemacht habe.
Frau Hauck hat Herrn
Söhnchen so verstanden, dass er danach fragt, ob der Wert der Objekte es
zulässt, dass man sie abgibt.
In der Vorlage finde sich der Hinweis, dass es sich um Nachbauten
handelt. Es gehe um Dinge, die man
wertschätzen sollte, da sie zu einem bestimmten Zeitpunkt von einer bestimmten
Bevölkerungsgruppe nachempfunden worden sind. Es gebe Gefühlslagen und Geschichte
dazu, dennoch handele es sich nicht um museale Wertgegenstände.
Herr Asbeck möchte noch
eine Anmerkung machen, da er bestimmte Dinge in der Begründung der Vorlage
nicht nachvollziehen kann.
In der Vorlage sei zu lesen, dass es sich um damals erworbene
Gegenstände handelt. Also könnte es eventuell doch um nicht ganz unwichtige
Dinge gehen.
Er wolle jetzt nicht auf Einzelheiten der Vorlage eingehen, in der Sache
habe er gar nichts dagegen.
Die Begründung will ihm jedoch nicht einleuchten, besonders der Satz
„…im April 1952 wurde
vonseiten der Schlesischen Landsmannschaft der Hoffnung Ausdruck
verliehen, dass „der deutsche Osten“ nicht verloren sei“,
erregt sein Missfallen. Zu dem Zeitpunkt habe man noch unter britischer
Verwaltung gestanden. Er könne daher nicht nachvollziehen, wieso ein solcher
Satz heute in einer Vorlage zur Begründung der Abgabe eines schlesischen
Zimmers dienen könne.
Frau Hauck antwortet
darauf, um mit solchen Fragen respektvoll umzugehen, habe man versucht, eine
historische Einordnung vorzunehmen. Außerdem sei in der Vorlage etwas dazu
gesagt worden, in welcher Weise die Erinnerungsstube damals zustande gekommen
sei.
Diese Dinge seien ganz deutlich nicht als Museumsgegenstände zu bewerten.
Herr Klinkert ist der
Meinung, dass diese Stube eigentlich ein Fremdkörper im Schloss Hohenlimburg
war und auch nicht in einem Sachzusammenhang mit dem Schloss gesehen werden
kann. Wenn es nun in Königswinter eine zentrale und bessere Stelle gebe, solle
man die Riesengebirgsstube dorthin geben und für weitere und bessere Aktivitäten
des Schlosses Hohenlimburg Raum schaffen.
