20.08.2009 - 5 Kanu-Slalom-Strecke in Hagen-Hohenlimburg ...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Gremium:
- Sport- und Freizeitausschuss
- Datum:
- Do., 20.08.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- SZS - Servicezentrum Sport
- Bearbeitung:
- Ursula Schneider
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Tenne ist erfreut, dass der Vorschlag der SPD-Fraktion schnell umgesetzt wurde
und bereits heute eine Vorlage zur Beratung vorliegt.
Es sind nicht unerhebliche Mittel, die für diese Maßnahme ausgegeben
werden, so Herr Tenne weiter. Glücklicherweise werden jeweils 40 % der
Gesamtkosten von rd. 1,2 Mio. von Bund und Land getragen. Der Verein wird
ebenfalls eine angemessene Summe von 48.000,- € beisteuern. Aus der
Sportpauschale werden die restlichen 192.000,- € zur Verfügung gestellt.
Erstmals wird die Sportpauschale auch für eine andere Sportart verwendet, so Herr
Tenne weiter.
Herr Tenne sieht hier eine angemessene Investition. Die Anlage wird verbessert und
für internationale Wettkämpfe aufgerüstet. Herr Tenne lobt den Kanu-Club
Hohenlimburg als guten Veranstalter internationaler Wettkämpfe.
Die entstehenden Kosten für eine Flutlichtbeleuchtung der Strecke sind
vertretbar, so Herr Tenne weiter. Die Ausleuchtung der Strecke ist
erforderlich, da diese auch abends und in den Wintermonaten genutzt wird.
Am 20.09.09 finden auf der Strecke die deutschen Meisterschaften statt,
so Herr Dr. Fischer. Durch die
Aufrüstung wird die Strecke in Hohenlimburg u. a. vergleichbar mit den Strecken in Augsburg und
Leipzig.
Auch im Namen der CDU-Fraktion spricht sich Frau Neuhaus für den
Ausbau der Strecke aus. Sie möchte wissen, ob die Strecke nach den Maßnahmen dem
internationalen, olympischen Standard ausreichen wird. Vor etwa 5 – 6
Jahren sind bereits einige Mio. in die Kanu-Strecke investiert worden. Damals
dachte man, man sei auf internationalem Standard.
Frau Neuhaus bittet um
definitive Bestätigung, ob nach diesen erneuten Investitionen die Strecke nun allen
Anforderungen entspricht.
Man muss international und national wettbewerbsfähig bleiben, so Herr
Dr. Schmidt. In vielen Gesprächen mit dem Kanu-Club, insbesondere Herrn
Siegfried Schulte, hat man sich auf eine (auch finanzielle) Größenordnung, was
den Ausbau der Strecke betrifft, geeinigt. Die Strecke wird Olympia-Stützpunkt
bleiben und internationalen Standards entsprechen.
Es liegen bereits schriftliche Bestätigungen über die
Finanzierungsbeteiligung von Bund und Land vor, so Herr Dr. Schmidt
weiter. Beim Bund handelt es sich um Mittel aus dem Konjunkturpaket II, welche
gar nicht erst an die Kommunen ausgezahlt werden, sondern für besondere Dinge
vorgesehen sind. Die Sportverwaltung hat erreicht, dass diese Mittel vorab für
diese Maßnahme gesichert werden konnten.
Herr Dr. Schmidt spricht
den letzten Satz der Vorlage an. Demnach steht noch ein langer Weg bevor. Das
Planfeststellungsverfahren zum Ausbau der Strecke wird nicht einfach.
Zunächst soll das Stauziel erhöht werden, um bestimmte Strömungsverhältnisse
zu verbessern. Die Stauwurzel der Lenne wird durch die Erhöhung des Damms
einige Meter nach oben rutschen. Da vor Ort Wasserkraft betrieben wird, ist ein
wasserrechtliches Planfeststellungsverfahren noch abzuwarten, so Herr Dr.
Schmidt weiter. Herr Dr. Schmidt erwartet jedoch keine großen
Probleme.
Die Verwaltung wurde darum gebeten, möglichst schon in diesem Jahr Geld
auszugeben. Wenn der Vorlage zugestimmt wird, wird der Verein in Vorleistung
treten, da noch keine Gelder auf einer Haushaltsstelle vorhanden sind.
Es sollen vorab schon Aufträge vergeben werden, um Planunterlagen zu
erarbeiten, die für die eigentliche Antragsstellung benötigt werden, so Herr
Dr. Schmidt weiter.
Dies werde in enger Abstimmung mit dem Land und der Kämmerei erfolgen.
Mit dem eigentlichen Bau kann jedoch erst begonnen werden, wenn das
Planfeststellungsverfahren abgeschlossen ist.
Auch Herr Oberste-Berghaus begrüßt das Vorhaben, nicht nur in
Hinblick auf die Finanzierung. Hagen wird sich immer an internationalen Standards
gemessen werden. Da diese sich immer wieder ändern, muss versichert werden,
dass die Kanu-Strecke durch die Investition, zumindest für einige Jahre diesen
Standards entspricht.
Auf Rückfrage von Frau Neuhaus erläutert Herr Dr. Schmidt, dass
bis Ende 2011 Rechnungen aus dem Konjunkturpaket bezahlt werden können und dass
mit einem Arbeitsbeginn vor Ort im Frühsommer 2010 gerechnet werden kann.
Der Wildwasserpark ist jetzt schon sehr gut, so Herr Dr. Fischer.
Nicht zuletzt durch die gute Organisation finden dort hochwertige
Veranstaltungen statt. Durch den Ausbau wird die Strecke noch besser, so Herr
Dr. Fischer.
Herr Tenne lobt die gute
Organisation durch den Kanu-Club Hohenlimburg und durch den guten Ruf von Herrn Siegfried Schulte. Der zukünftige
Zustand der Strecke wird es ermöglichen, qualitativ noch höhere auch
internationale Veranstaltungen nach Hagen zu holen.
In den letzten Jahren hat der Ausschuss sehr gut mit der Sportpauschale gehaushaltet,
so Herr H. Erlmann. Somit konnten viele Projekte verwirklicht werden. Herr
H. Erlmann betont, dass der Bereich Sport in den letzten Jahren wenig
finanzielle Unterstützung von der Sparkasse erhalten hat. Da u. a. an der
Kanu-Strecke sehr viel Werbung für die Sparkasse gemacht wird, sollte man
versuchen, von dort noch einen Zuschuss zu erhalten.
Herr Dr. Schmidt betont in
diesem Hinblick, die sehr gute Eigenleistung des Vereins.
Herr Krippner betont, dass
der Wildwasserpark mit ständigem Aufrüsten verbunden ist Für Hohenlimburg ist der Ausbau eine
Bereicherung. Auch im Juniorenbereich entspricht man dann internationalen
Standards. Herr Krippner bedankt sich bei der Verwaltung für die
geleistete Arbeit.
Beschluss:
- Die Verwaltung
wird beauftragt, die vorgestellte Planung schnellstmöglich umzusetzen. Die
Investitionsgrenze wird bei 1.200.000 Euro festgesetzt.
- Die Verwaltung
wird beauftragt, die formalen Förderanträge bei Bund und Land zu stellen.
- Die Verwaltung
wird beauftragt, das Planfeststellungsverfahren bei der BR-Arnsberg zu
eröffnen.
- Aus der
Sportpauschale werden maximal 192.000 Euro zur Finanzierung
bereitgestellt.
