19.08.2009 - 8 Wohn- und Pflegeberatung für Pflegebedürftige ...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 8
- Sitzung:
-
Sitzung des Sozialausschusses
- Datum:
- Mi., 19.08.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Frau Peters erläutert die
Vorlage.
Herr Dücker merkt kritisch
an, dass der Begriff der „trägerunabhängigen Wohnberatung“
impliziere, dass eine trägerabhängige Wohnberatung grundsätzlich für
Heimberatung berate. Er habe eine andere Erfahrung gemacht. Er bäte, auch diese
Wohnberatung im Zusammenhang mit den freien Trägern zu sehen unter dem Maßstab
des Subsidiaritätsprinzips. Es sei wahrscheinlich nicht möglich, alle Dinge in
der Kommune zu belassen. Er sei davon überzeugt, dass auch die freien Träger
hier sehr unabhängig berieten.
Er sähe die Gefahr mehr im Bereich der Sozialberatung in den
Krankenhäusern.
Herr Haensel weist darauf
hin, dass es sich hier um ein hochkomplexes Thema handele. Er warne, aufgrund
eines empfundenen Kostendrucks eine bestimmte Steuerung in den Vordergrund zu
stellen. Jede Entscheidung habe Auswirkungen auf unterschiedlichsten Ebenen. Ihm
fiele bei der gesamten Entwicklung auf, dass niederschwellige Angebote fehlten.
Auch in der Kurzzeitpflege gebe es zu wenige Plätze.
Herr Steuber kann die
Ausführungen von Herrn Dücker nachvollziehen. Er könne jedoch einen Gedanken
nicht nachvollziehen, dass ein Träger, der gleichzeitig Anbieter von Leistungen
sei, kein Interesse daran habe, seine Arbeitsplätze zu sichern und die Annahme
dieser Leistungen zu organisieren. In dem Bericht der Gemeindprüfungsanstalt sei
nachzulesen, dass empfohlen werde, ausdrücklich mit mehr kommunalem Personal
versucht werden solle, die Aufgabenstellung „Steuerung des
Planungsprozesses“ wahrzunehmen und eine Kostensenkung zu erreichen. Den
Bedarf müsse die Kommune gewährleisten, beplanen und sicherstellen.
Frau Kreiss möchte auf die
finanzielle Förderung der Wohnberatung hinweisen. Man habe eine Verlängerung
bis zum 30.09.09 erzielt. Bis dahin müsse eine Bestätigung
vorgelegt werden, dass die Kommune den Eigenanteil weiterzahle. Sonst
seien die Fördergelder verloren.
Frau Machatschek schlägt
aufgrund dieser Erklärung von Frau Kreiss vor, dass der Ausschuss dem
Beschlussvorschlag der Verwaltung zu folgen. Man befinde sich in einem engen
Zeitrahmen.
Dr. Schmidt möchte noch
für die Fraktionsberatungen auf die Tatsache hinweisen, dass es ja einen
Grundsatzbeschluss des Rates gebe, dass die Stadt nicht einstehe für ausfallende
Landesmittel. Man habe in diesem Fall mit der Bezirksregierung abgestimmt, in
diesem Fall einen gegenteiligen Ratsbeschluss fassen zu können.
Herr Dücker ist dankbar
für den Hinweis. Diese Sache könnte ja auch ein Präzedenzfall sein. Er sähe
ein, dass jetzt entschieden werden müsse. Er bäte jedoch in späteren Beratungen
zu prüfen, was an Subsidiarität noch möglich und sinnvoll sei.
Frau Kurte erklärt, dass
sich ihre Fraktion dem anschließen werde. Sie regt an, in der Wohn- und
Pflegeberatung zu versuchen, mit Hilfe einer Vernetzung mit den verschiedenen
Trägern zu einer effektiven Gestaltung zu kommen.
Frau Machatschek stellt
den Beschlussvorschlag zur Abstimmung.
