25.06.2009 - 5.35 Neubau einer Justizvollzugsanstalt in Hagen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.35
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 25.06.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Sabine David
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Jochen Weber geht auf die intensive Beratung des
Stadtentwicklungsausschusses ein und äußert seine Sorge dahingehend, dass nach
der Sommerpause bereits Fakten vorliegen, die möglicherweise die anvisierten
Arbeitsplätze in Frage stellen würden. Der Rat sollte heute in dieser
Angelegenheit mit der Ergänzung beschließen, dass die ausgewiesenen
Gewerbeflächen nicht im Flächennutzungsplan (FNP) angerechnet werden.
Herr Asbeck entgegnet, dass dieser Beratungspunkt vertagt werden sollte, weil der
Stadtentwicklungsausschuss als Fachausschuss keine abschließende Beratung durchgeführt
habe. Die Herausnahme der in Rede stehenden Flächen aus den Flächen des
Gewerbepotenzials liege nicht in der Entscheidung des Rates. Nach einer
Rückmeldung von der Bezirksregierung Arnsberg sollte die Beratung zunächst im
Stadtentwicklungsausschuss erfolgen.
Herr Grothe schlägt vor, dass unter Punkt a) des Beschlussvorschlages der Verwaltung
das Wort „schaffen“ durch das Wort „prüfen“ ersetzt
werde. Unter Punkt c) regt Herr Grothe an folgende Formulierung zur
Beschlussfassung zu bringen:
„Der Rat der Stadt beauftragt
die Verwaltung parallel mit dem Regierungspräsidenten einen Ersatz dieser
Gewerbefläche im Rahmen des Flächennutzungsplanes zu klären“
Herr Oberbürgermeister Demnitz lässt zunächst über den Vertagungsantrag von Herrn
Asbeck abstimmen.
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Abstimmungsergebnis: |
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x |
Abgelehnt |
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Dafür: |
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Dagegen: |
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Enthaltungen: |
Herr Grzeschista geht auf den Vorschlag von Herrn Grothe
zu Ziffer a) ein und teilt mit, dass bis zum September 2009 dem Regionalrat die
regionalplanerische Anpassung vorliegen müsste, ansonsten werde bis zu einem
Jahr bei dieser Anpassung verloren gehen. Um die planerischen Voraussetzungen
zu erhalten, sollte der Beschluss zur Vorbereitung der planerischen
Gegebenheiten geschaffen werden.
Herr Dücker erinnert daran, dass dieses Gebiet gesondert ausgewiesen werden müsste
und nur schwer zu genehmigen sei. Die Realisierung des Beschlusses sei
fraglich.
Herr Dr. Ramrath hält es für sinnvoll, vor einer möglichen
Beschlussfassung Vorgespräche mit der Bezirksregierung zu führen, um eine
grundsätzliche Einstellung zu dieser Angelegenheit einzuholen.
Herr Grothe sieht keine Bedenken auch bei einer Beschlussfassung Vorgespräche mit
der Bezirksregierung Arnsberg zu führen. Grundsätzlich sei es richtig die
Angelegenheit durch eine entsprechende Beschlussfassung des Rates auf den Weg
zu bringen.
Herr Jochen Weber beantragt den Vorschlag von Herrn Grothe
zu Ziffer a) abzulehnen und den Vorschlag zu Ziffer c) beizubehalten.
Herr Asbeck beantragt, den Vorschlag von Herrn Grothe zu Ziffer c)
dahingehend zu ergänzen, dass eine Nichtanrechnung des Gewerbepotenzials mit
berücksichtigt werde.
Herr Oberbürgermeister Demnitz lässt über die Ziffer a) und b) des
Beschlussvorschlages der Verwaltung sowie über den von Herrn Grothe
gemachten Vorschlag zu Ziffer c) mit der Ergänzung von Herrn Asbeck getrennt abstimmen:
Hinweis des Schriftführers: Herr Meier
erklärt sich gemäß §§ 31, 43 GO NRW i. V. mit § 10 der Geschäftsordnung des
Rates für befangen und hat an der Abstimmung nicht teilgenommen.
Beschluss:
a)
Der Rat der
Stadt Hagen beauftragt die Verwaltung gemeinsam mit der Bezirksregierung, dem
RVR und dem Land NRW die planerischen und liegenschaftlichen Voraussetzungen
für den Neubau einer Justizvollzugsanstalt auf dem Gelände des Gewerbegebietes
Herbeck zu schaffen.
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Abstimmungsergebnis: |
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x |
Mit Mehrheit beschlossen |
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Dafür: |
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Dagegen: |
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Enthaltungen: |
b)
Der Rat der
Stadt Hagen beauftragt die Verwaltung eine frühzeitige Bürgerinformation
durchzuführen.
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Abstimmungsergebnis: |
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x |
Einstimmig beschlossen |
c)
Der Rat der Stadt beauftragt die Verwaltung
parallel mit dem Regierungspräsidenten einen Ersatz dieser Gewerbefläche im
Rahmen des Flächennutzungsplanes zu klären, mit dem Ziel einer Nichtanrechnung auf
die Gewerbefläche.
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Abstimmungsergebnis: |
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x |
Mit Mehrheit beschlossen |
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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1,2 MB
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