23.06.2009 - 15 Neubau einer Justizvollzugsanstalt in Hagen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 15
- Gremium:
- Stadtentwicklungsausschuss
- Datum:
- Di., 23.06.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Sabine David
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Dr. Ramrath äußert sich zu diesem Vorhaben
in einer Großstadt wie Hagen durchaus positiv, ohne sich jetzt auf einen
genauen Stadtort festzulegen. Dies auch mit Hinblick darauf, da auch noch
ungeklärt ist, wie in Hagen insgesamt mit den Gewerbeflächen umgegangen werden
solle. Falls auf der in Frage kommenden Fläche eine Justizvollzugsanstalt
gebaut werden sollte, hieße dies auch Änderung des Baurechts, sprich
Festsetzung einer Sonderbaufläche und eine potentielle Gewerbefläche würde aufgegeben.
Natürlich sollte Hagens Budge an gewerblichen Flächen auf keinen Fall reduziert
werden. Diese würden in Hagen dringend gebraucht um auch evtl. Nachfragern entsprechende
Angebote machen zu können. Vor einer Entscheidung bedürfe es daher einer
Klärung mit der Bezirksregierung, mit dem Ziel einer Nichtanrechnung auf die Gewerbeflächen
im Rahmen es neuen Flächennutzungsplanes. Dieser Auftrag soll zunächst an die
Verwaltung gegeben werden, um dann anschließend erneut hierüber zu beraten.
Herr Ludwig würde sich einem derartigen Antrag
anschließen wollen. Aber es sollten auch andere Flächen als mögliche Standorte
geprüft werden. Es könne nicht sein, dass nur der Standort in Herbeck in Frage
komme. Es gebe sicherlich auch andere Flächen, wie z.B. im Nahmertal, die
untersucht werden sollten. Er weise nochmals darauf hin, dass irgendwann sowohl
Wohnbau- als auch gewerbliche Flächen in Hagen endlich seien. Hier sie auch die
Verantwortung für zukünftige Generationen zu übernehmen.
Herr Oberste-Berghaus möchte auch die Standorte
Volmarsteiner Straße und Nahmertal ins Gespräch bringen. Er weise auf darauf
hin, dass auf einer Sonderbaufläche eine Wohnnutzung geschaffen würde, die auch
gegenüber einer industriellen Nutzung besonders untersucht werden müsste. Er
halte daher eine Vertagung auch für sinnvoll.
Frau Machatschek spricht sich dafür aus, eine
Beschlussfassung nicht zu verschieben und dann diesen vorgeschlagenen Standort
zu prüfen. Sonst liefe die Stadt Hagen Gefahr, dass ihr andere Städte zuvor
kämen.
Auch Herr Marscheider steht diesem Projekt
positiv gegenüber. Es werden die dann geschaffenen Arbeitsplätze gesehen. Es
würde aber auch die Problematik der Anwohner erkannt. Er halte nichts von einer weiteren
Verzögerungstaktik. Es sollte aber eine sehr intensive Bürgerbeteiligung
durchgeführt werden.
Herr Asbeck ist der Auffassung, dass dem Wunsche
einer Vertagung gefolgt werden sollte, da noch Beratungsbedarf bestehe.
Er lässt anschließend über den Vertagungsantrag
des Herrn Dr. Ramrath abstimmen.
Abstimmungsergebnis:
Mit Mehrheit beschlossen.
Beschluss:
a)
Der Rat der
Stadt Hagen beauftragt die Verwaltung gemeinsam mit der Bezirksregierung, dem
RVR und dem Land NRW die planerischen und liegenschaftlichen Voraussetzungen
für den Neubau einer Justizvollzugsanstalt auf dem Gelände des Gewerbegebietes
Herbeck zu schaffen.
b)
Der Rat der
Stadt Hagen beauftragt die Verwaltung eine frühzeitige Bürgerinformation
durchzuführen.
c)
Der Rat der
Stadt Hagen beauftragt die Verwaltung, beschleunigt Ersatzflächen für
Gewerbeansiedlung in Hagen auszuweisen.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
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1
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(wie Dokument)
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1,2 MB
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