10.06.2009 - 4 Projekt Kunstrasen in Hagen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4
- Gremium:
- Sport- und Freizeitausschuss
- Datum:
- Mi., 10.06.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:10
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- SZS - Servicezentrum Sport
- Bearbeitung:
- Katja Bannenberg
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Frau Neuhaus stellt für die CDU-Fraktion einen Änderungsantrag.
Da der Sportplatz Garenfeld nun aus dem Konjunkturpaket II finanziert
wird, werden die ursprünglich vorgesehenen Mittel aus der Sportpauschale wieder
frei.
Die Kunstrasenplätze sollen in der Stadt gleichmäßig verteilt werden.
Bisher gibt es nur im Hagener Süden noch keinen Kunstrasenplatz, so Frau
Neuhaus weiter.
Die CDU-Fraktion ist der Meinung, dass die freiwerdenden Mittel aus der
Sportpauschale für 2 Kunstrasenplätze in den Stadtteilen Helfe und Dahl genutzt
werden sollen.
Auf beiden Plätzen besteht Handlungsbedarf.
Frau Neuhaus stellt den Antrag, dass der Beschluss dahingehend ergänzt
wird, dass die Verwaltung prüft, wie aufgrund des Beschlusses des Rates zur
Finanzierung des neuen Kunstrasenplatzes in Garenfeld aus Mitteln des
Konjunkturpaketes freiwerdende Mittel aus der Sportpauschale für die Schaffung
zweier städt. Kunstrasenplätze im Stadtteil Helfe und Dahl genutzt werden
können.
Die Verwaltung soll entsprechende Untersuchungen auf den Plätzen
durchführen und damit die 2. Runde -Kunstrasen- zu eröffnen, so Frau Neuhaus
weiter.
Nach Rückfrage von Herrn Wischnewski erläutert Frau Neuhaus, dass
nach Möglichkeit beide Plätze im Jahr 2010 realisiert werden sollen.
Herr Wischnewski weist darauf hin, dass sich die freiwerdenden Mittel auf rd. 500.000,-
€ belaufen.
Zusätzlich gibt es noch eine Reserve i. H. v. 1 Mio. € aus der
Sportpauschale, so Herr Dr. Fischer, die mit einbezogen wird.
Frau Neuhaus hat deutlich gemacht, so Herr Dr. Fischer weiter,
dass die 2. Runde eingeleitet werden soll. Zu dieser Runde wird sicherlich auch
der Kunstrasenplatz in Vorhalle gehören.
Als im Jahr 2006 der Antrag Kunstrasen eingereicht wurde, wollte man
positives bewirken, so Herr Tenne. Die Realisierung am städt. Höing und im Kirchenbergstadion machen
dies deutlich. Im Mai hat der Rat
beschlossen, den Sportplatz Garenfeld aus dem Konjunkturpaket II zu
finanzieren. Die Meinungen, ob damit die 1. Runde beendet und die 2. Runde
eingeleitet werden kann, sind geteilt, so Herr Tenne weiter.
Im Frühjahr hatte der Ausschuss festgelegt, die 2. Runde erst nach der
Legislaturperiode durch den neuen Ausschuss einleiten zu lassen. Es bestand
kein Zeitdruck, da vor 2010 nicht begonnen werden kann. Auch die Vorlage geht
in diese Richtung.
Den Vorschlag der CDU-Fraktion kann Herr Tenne nicht von der Hand
weisen. Jedoch wurden in der 1. Runde
keine Plätze genannt die saniert werden, sondern die Verwaltung wurde
beauftragt, vom Ausschuss benannte Plätze zu überprüfen und die Kostenschätzungen
vorzulegen. Auf dieser Grundlage wurden dann die Entscheidungen getroffen, so Herr
Tenne weiter.
Um in dieser Frage kein Politikum zu konstruieren, muss auch weiterhin
rein nach sach- und sportpolitischen Gesichtspunkten entschieden.
In einem Punkt soll die Vorlage beschlossen werden, so Herr Tenne
weiter.
Die Verwaltung soll beauftragt werden, für die 2. Runde die notwendigen
Vorkehrungen zu treffen. Eine Vorlage
der Kostenschätzungen für die 5 Plätze wird aufgrund der umfangreichen
Untersuchungen bis August sicher nicht möglich sein, so Herr Tenne weiter.
Die SPD-Fraktion schlägt daher vor, dass die Verwaltung beauftragt werden
soll, die 2. Runde in Ruhe in Angriff zu
nehmen. Es wird jedoch wert darauf gelegt, dass geprüft wird, ob es
technisch machbar ist, dass der Platz aus dem Konjunkturpaket noch in diesem
Jahr realisiert wird. Im nächsten Jahr soll dann der 1. Platz der 2. Runde aus
der Sportpauschale saniert werden, so Herr Tenne weiter. Dieser Verfahrensvorschlag soll mit der
Vorlage zur Abstimmung gegeben werden.
Herr Dr. Fischer erläutert, dass er als einziger im Rat die Position vertreten hat, die
auch der Sportausschuss bis dahin vertreten hat. Die genaue Planung hat er im
Rat vorgetragen, so Herr Dr. Fischer weiter.
Heute hätte der Sportausschuss normalerweise über den Kunstrasenplatz
Garenfeld mit Finanzierung aus der Sportpauschale abgestimmt.
Dann sollte eine 2. Runde eröffnet
werden, so Herr Dr. Fischer.
Herr Dr. Fischer ist verärgert darüber, dass aufgrund eines Antrages der SPD-Fraktion die
Finanzierungsplanung geändert wurde. In Gesprächen mit den Fraktionen haben diese
deutlich gemacht, dass bei Realisierung der Finanzierung aus dem Konjunkturpaket,
ein anderer Platz zusätzlich aus der Sportpauschale finanziert werden kann.
Herr Dr. Fischer hat diesem Antrag der SPD-Fraktion nicht zugestimmt.
Nun ist das Geld aus der Sportpauschale für Garenfeld tatsächlich offen.
Dieses Geld kann nun für bedürftige Bezirke verwendet werden.
Herr Dr. Fischer möchte jedoch darauf hinweisen, dass die Bezirkssportanlage Helfe
bereits in den Überlegungen der 1. Runde mit dabei war. Der Ausschuss hat
diesen Platz wurde aufgrund sehr hoher Kosten nicht priorisiert. da für diesen
Preis 2 andere Plätze realisiert werden
sollten. In Helfe und Vorhalle besteht jedoch dringend Handlungsbedarf, dieses muss
in der nächsten Legislaturperiode unbedingt bedacht werden.
Herr Tenne spricht den Beschluss des Ausschusses betr. Konjunkturpaket an, durch
den dem Rat empfohlen wurde, Leistungen an Dritte und den evtl. Ausbau einer
weiteren Sportanlage nicht auszuschließen. Dieses ist vom Rat umgesetzt worden.
Der Ausschuss war der Meinung, dass hiermit ein weiterer Platz realisiert
werden kann, so Herr Tenne weiter. Bisher wurden Plätze nach vorgelegten
Kostenschätzungen beschlossen. So soll auch weiterhin verfahren werden.
Herr Dr. Fischer erläutert, dass er in einem Gespräch mit dem Fraktionsvorsitzenden der
SPD-Fraktion darum gebeten hat, Garenfeld aus dem Antrag herauszunehmen, da hierüber
in der heutigen Sitzung entschieden werden soll. Stattdessen bat er darum, dass
Helfe o. ä. eingesetzt wird. Dann hätte Herr Dr. Fischer sofort sein
Einverständnis gegeben. Herr Dr. Fischer ist verärgert, dass der Antrag
für Garenfeld gestellt wurde, da dieser Platz beschlossene Sache im Ausschuss
war. Aus diesem Grund geht die CDU-Fraktion
in die Offensive. Herr Dr. Fischer hat den Eindruck, dass die Meinungen
der Fraktionen nicht sehr weit auseinander gehen.
Die Meinungen über das weitere Verfahren gehen auseinander, so Herr
Krippner. Positiv ist anzusehen, dass durch das Konjunkturprogramm der Garenfelder
Platz zusätzlich realisierbar ist. Wenn
das Programm nicht gewesen wäre, hätte man vielleicht auch Vorhalle anstatt
Garenfeld an 1. Stelle vorgeschlagen, spekuliert Herr Krippner.
Es muss überlegt werden, wie die weiteren Plätze bewertet werden sollen
und nach welchen Grundsätzen die neue Runde eingeläutet werden soll.
Herr Dr. Fischer ist sich sicher, dass bei einer heutigen Abstimmung Garenfeld die Mehrheit
bekommen hätte, zumal der Verein eine hohe Eigenleistung schriftlich zugesagt
hatte.
Frau Neuhaus ergänzt, dass die Vereine Berchum und Garenfeld sich zusammengeschlossen
und den Platz in Berchum freigegeben haben. Für die CDU-Fraktion war klar, dass
dies entsprechend honoriert werden soll. Die angebotenen Eigenmittel sind zusätzlich
positiv zu bewerten.
Hinsichtlich der zeitlichen Darstellung möchte Herr Hoffmann
wissen, welches Vorgehen sich positiv oder negativ auf die Erstellung neuer
Kunstrasenplätze auswirken könnte.
Ob notwendige Untersuchungen den Zeitpunkt der Realisierung
möglicherweise nach hinten verschieben könnten, möchte Herr Hoffmann
wissen.
Es besteht der Wunsch, im nächsten Jahr 2 Kunstrasenplätze zu bauen, so Herr
Dr. Schmidt. Mittel i. H. v. von rd. 1,4 Mio. Euro sind vorhanden. Wenn die
Vorarbeiten eine Umsetzung in dieser Größenordnung zulassen, können diese
Plätze realisiert werden.
Auch der Vorschlag einer zweiten Runde wäre umzusetzen.
Herr Alexander betont, dass ein Kompromiss gefunden werden muss. Jeder Stadtbezirk
sollte über einen Kunstrasenplatz verfügen. Außerdem muss bei der Auswahl auch
auf die Nutzungsintensität geachtet werden.
Durch die Ratsentscheidung hat sich ein wichtiges Tor geöffnet, so Herr
M. Erlmann. Die Stadt bekommt den Garenfelder Platz „geschenkt, der Ausschuss
ist weiter handlungsfähig und kann an dem Projekt weiterarbeiten. Herr M.
Erlmann betont, dass der Zustand der Plätze in Helfe und Vorhalle sehr
schlecht ist. Es muss unbedingt eine gezielte Überprüfung hinsichtlich der
Zustands- und Ortsteilkomponente stattfinden.
Herr Tenne betont, dass der Ausschuss sich
auch weiterhin erst nach Vorlage gesicherter Daten und Fakten durch die
Verwaltung für Plätze entscheiden und danach über das Geld der Sportpauschale
verfügen soll. Auf Grundlage dieser Fakten kann der Ausschuss, wie auch schon
in der 1. Runde, sachorientiert beraten.
Vor Herbst diesen Jahres wird keine Ausschreibungen erfolgen, so Herr
Tenne weiter. Bis dahin ist entschieden, welche Plätze realisiert werden
sollen.
Vermutlich ist es technisch nicht möglich, den Sportplatz Garenfeld schon
in diesem Jahr aus dem Konjunkturprogramm zu realisieren. Trotzdem werden dann
in 2010 2 Plätze, einer aus der neuen Serie und ein weiterer aus dem
Konjunkturprogramm, saniert. Bis dahin gibt es auch eine Entscheidung des
Rates, was mit dem Papier „Pakt für den Sport“ passiert und welche
Plätze gegebenenfalls rausfallen.
Die Verwaltung soll daher beauftragt werden, entsprechende Prüfungen
einzuleiten. Um die Verwaltung nicht unter Zeitdruck zu setzen, ist eine
Vorlage der Ergebnisse bis zum 20.08 jedoch nicht erforderlich.
Herr Dr. Schmidt betont, dass die Realisierung in Garenfeld erst im Jahr 2010 möglich
sein wird. Die Realisierung von 3 Plätzen in 2010 wird von der Koordinierung
her schwer machbar sein.
Herr Dr. Fischer möchte wissen, wie lange die Verwaltung zur Überprüfung der in der
Diskussion genannten Plätze benötigt. Die Vorstellungen der Fraktionen, was die
Plätze angeht, sind nicht sehr abweichend, so Herr Dr. Fischer weiter.
Der Sportplatz Vorhalle soll in die Überprüfung einbezogen werden, betont
Herr Tenne nochmals.
Die Legislaturperiode dauert noch bis zum 20.10.09 an, bis dahin könne
man eine Sondersitzung einberaumen, so Herr Dr. Fischer.
Die Überprüfung der Plätze Helfe, Dahl und Vorhalle soll beschlossen
werden.
Herr Wischnewski erläutert, dass eine Prüfung bis Anfang Oktober möglich sein wird.
3 Plätze zeitgleich zu sanieren ist aus sportorganisatorischer Sicht sehr
schwer. Besser ist die Realisierung von 2 Plätzen in 2010 und eines weiteren
Platzes in 2011.
Der letzte Satz in der Vorlage wird dahingehend geändert, dass die
Verwaltung die Ergebnisse im Oktober vorlegt.
