16.06.2009 - 2 Entgeltordnung für das Kunstquartier Hagen (Ost...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Herr Jobst stellt für die SPD- Fraktion den Antrag, die Eintrittspreise für die Museen zu erhöhen. Dafür spreche, dass es erstens um ein Entgelt für zwei Museen gehe. Zweitens sei das Emil Schumacher Museum ein sehr hochwertig angesiedeltes Museum und drittens werde man die meisten Besucher in der Anfangszeit begrüßen und könne diese Einnahmen abschöpfen. Alle drei Argumente sprechen für eine Erhöhung der Eintrittsgelder.

 

Herr Gerbersmann verweist auf seine Erläuterungen im HFA, man habe sich gemeinsam mit der Emil Schumacher Stiftung und dem Osthaus Museum im Vorfeld sehr gut überlegt, welche Eintrittsgelder angemessen seien. Aus den Vergleichen der Eintrittspreise der Museen in NRW, die als Anlage mit versandt wurden, könne man gut ersehen, dass sich die geplanten Preise durchaus im Normalbereich befinden.

 

Man sei überzeugt, dass gerade in der wichtigen Anfangsphase nicht versäumt werden dürfe, die Besucher an die Museen zu binden. Möglicherweise könne man nach der Etablierung der Museen im Laufe der Jahre versuchen, die Preise zu erhöhen. Mit dem Vorschlag der SPD-Fraktion werde man in der Anfangsphase die  Spirale überreizen und Besucher abschrecken.

 

Herr Hartmann kann sich für seine Fraktion dem Wortbeitrag von Herrn Gerbersmann nur anschließen. Die CDU-Fraktion werde den Antrag der SPD-Fraktion ablehnen, die Eintrittspreise seien darin zu hoch angesetzt.

Man werde der Verwaltungsvorlage zustimmen, allerdings möchte er anfügen, dass man nach ca. einem Jahr um Berichterstattung der Verwaltung bitten werde. Auch Herr Dr. Klar solle dann stellvertretend für die Stiftung einen Bericht vorlegen, aus dem die Entwicklung des Besucherstroms ersichtlich sei.

 

Auch Herr Dr. Belgin betont, dass man selbstverständlich vorher Vergleiche angestellt habe. Er wiederhole gerne, was er auch schon im HFA gesagt habe, nämlich dass es unrealistisch sei, sich beispielsweise mit dem Museum Ludwig in Köln zu vergleichen, das 9 € Eintritt nehme.

Die vorgeschlagenen Preise beziehen sich auf ein Museum, welches für alle Hagenerinnen und Hagener gedacht sei und nicht auf ein Elitemuseum, das man auch nicht sein wolle. Zudem habe man einen Bildungsauftrag und wolle sich mit Menschen beschäftigen, die normalerweise nicht in ein Museum gehen würden.

Herr Hartman habe völlig Recht, selbstverständlich werde man nach einem Jahr evaluieren, das sei so üblich. Danach werde sich zeigen, an welchen Stellen möglicherweise nachjustiert werden müsse.

Es gebe nichts Schlimmeres, als mit einem hohen Eintrittspreis zu beginnen und dann auf 7 oder 6 Euro heruntergehen zu müssen.

 

Herr Millhoff stellt fest, die FDP- Fraktion werde dem Vorschlag der Verwaltung folgen, denn man halte einen Preis von 6 Euro für absolut richtig.

 

Herr Klippert zeigt sich irritiert, dass der Antrag die Preise zu erhöhen, ausgerechnet von der SPD kommt. Auch er hält es für das Schlimmste, wenn man später wieder mit dem Preis heruntergehen müsste. Außerdem wolle man doch ein Museum für alle.

Er vermisst in der Vorlage eine Ermäßigungsregelung für Seniorinnen und Senioren und regt an, diese aufzunehmen.

Ansonsten hält er fest, dass seine Fraktion auf jeden Fall der Verwaltungsvorlage folgen wird und den Antrag der SPD somit leider nicht unterstützen kann.

 

Herr Gerbersmann antwortet, man habe in der Vorlage die Ermäßigungstatbestände aufgeführt. Es sei nicht zwingend so, dass Ältere in jedem Fall auch weniger Geld zur Verfügung haben. Wenn jemand unter die Ermäßigungstatbestände falle, werde er auch eine Ermäßigung erhalten.

 

Herr Dr. Klar ergänzt, mit beiden Museen zu argumentieren halte er für eine gefährliche Argumentationslinie, denn dann müssen dem Publikum auch zwei Tickets angeboten werden. Darin sieht er die Gefahr, die beiden Museen gegeneinander auszuspielen, was überhaupt nicht gewollt sei, denn im Endeffekt wolle man dem Publikum zwei Museen für den Preis von einem bieten.

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Beschluss:

1. Der Rat der Stadt Hagen beschließt  die  Entgeltordnung für das Kunstquartier Hagen (Osthaus Museum Hagen und Emil Schumacher Museum)

und den Hohenhof, wie sie als Anlage Gegenstand der Verwaltungsvorlage 0444/2009

vom 25.05.2009 ist.

 

2. Am Eröffnungswochenende 28., 29. und 30. August 2009 ist der Eintritt frei.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Abstimmungsergebnis:

x

 Mit Mehrheit beschlossen

 

Dafür:               8

Dagegen:        6

Enthaltungen: 2

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Anlagen zur Vorlage

Online-Version dieser Seite: https://allris.hagen.de/publicto020?TOLFDNR=85118&selfaction=print