03.06.2009 - 2 Mündlicher Sachstandsbericht der Uni Dortmundhi...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Gremium:
- Bezirksvertretung Eilpe/Dahl
- Datum:
- Mi., 03.06.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:05
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- 31 Zentrales Bürgeramt
- Bearbeitung:
- Iris Schünadel
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Wölm stellt den Tagesordnungspunkt vor und begrüßt Frau Silvia
Rutzen und Herrn Erik Plöger von der Technischen Universität Dortmund, die den
erarbeiteten Sachstandsbericht vortragen.
Anhand der ausgelegten Unterlage: Vertiefungsentwurf zum altengerechten
Wohnen in Hagen-Eilpe - werden der Gliederung entsprechend, die
Untersuchungsergebnisse
ansprechend und ausführlich dargstellt.
Anlass zur Erarbeitung der Studie gab der demographische Wandel.
Hinweis der Schriftführerin:
Der Vertiefungsentwurf wurde als Tischvorlage ausgelegt und ist als
Anlage Gegen-stand der Niederschrift.
Herr Wölm bedankt sich für den Vortrag. So seien damit nochmals viele, auch
bereits bekannte Aspekte genannt worden, bei denen sicherlich Möglichkeiten
einer Verbesserung bestehen. Initiativen, solche Verbesserungen vorzunehmen,
seien leider vielfach aus finanziellen Gründen gescheitert. Das sei aber kein
Grund, dies aus dem Auge zu verlieren.
Verschiedene Fragen wurden entsprechend beantwortet.
Zur medizinischen Versorgung teilt Herr Wölm mit, dass es durchaus
Bestrebungen gegeben habe, weitere Fachärzte herzuholen. Laut Ärztekammer, die
dabei einen erheblichen Einfluss habe, sei die medizinische Versorgung in Hagen
gewährleistet. Aus diesem Grunde werden auch keine neuen Standorte mehr
zugelassen.
Herr Grzeschista bedankt sich insbesondere für die hervorgehobene
Wichtigkeit des ÖPNV. Darüber hinaus möchte er wissen, was unter
„ausreichender Freizeiteinrichtungen“ zu verstehen sei.
Frau Rutzen teilt dazu mit, dass hier insbesondere differenzierte, fußläufig
zu erreichende Freizeitmöglichkeiten im öffentlichen Bereich gemeint seien. Als
Beispiele wurden ein Bouleplatz auf dem Bleichplatz und regelmäßig
stattfindende Stadtteilfeste genannt.
Frau Priester-Büdenbender möchte wissen, wer diese Untersuchung
beauftragt habe und in welchen Zusammenhang dies geschehen sei.
Herr Ross vom Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung teilt dazu
informierend mit, dass im Hintergrund der Arbeit eine informelle Arbeitsgruppe stehe,
die sich aus Mitgliedern der Verwaltung, Vertretern der Wohnungswirtschaft und
Bürgern zusammensetze. Themen waren „verdichtete Stadtquartiere“
und „Wohnen“. So habe man
den Masterplan Wohnen ernst genommen, in dem es um die Überalterung gehe und
sich die Frage gestellt, wie es in 10 bis 15 Jahren aussehe. Durch
Kontaktaufnahme mit der Universität Dortmund und der entsprechenden Fakultät
haben man für die beiden Bereiche Wehringhausen und Eilpe Studenten gefunden,
die sich der Aufgabe angenommen haben. Diese nun abgeschlossenen Analysen könne
man bei der Stadt gut nutzen.
Herr Neuhaus findet insbesondere die Anregung zur Umgestaltung der
Wippermanninsel in der dargestellten Form interessant. Leider seien viele Dinge
auch mit Wunschdenken verbunden. Eine weitere schöne Anregung sei die Gestaltung
des altengerechten Wohnens in Verbindung mit dem AWO-Schultenhof.
Herr Dr. Lemme vermisst dabei Überlegungen hinsichtlich des Abrisses
maroder Häuser bei Wohnungsleerstand. Solche Dinge sollten bei einer Sanierung
von Wohnquartieren berücksichtigt
werden, nicht zuletzt auch zur Schaffung von Freiflächen.
Herr Schäfer kommt noch mal auf die Eilper Höfe zu sprechen. So habe die
Evangelische Stiftung Volmarstein großes Interesse ihre Aktivitäten
auszuweiten.
Weiterhin berichtet Herr Schäfer über den zum allgemeinen Stadtumbau
stattgefundenen Kongress in Dortmund. So seien gerade Städte mit finanziellen
Schwierigkeiten gegenüber anderen benachteiligt, was gerade das abartige daran
sei.
Was die angesprochenen Abrissüberlegungen betreffen, so müsse man
gleichzeitig bedenken, was nach einem Abriss mit der Fläche passieren soll.
Herr Gerbersmann informiert über ein Treffen der Kämmerer auf Ebene des
Städtetages mit der oberen Kommunalaufsicht Herrn Winkel, bei dem auch der
Stadtumbau West/Oberhagen thematisiert wurde. So wurde ausdrücklich darauf
hingewiesen, dass Städte durch einmal erteilte Bewilligungen, insbesondere bei
lang laufenden Förderprojekten, nicht von der Prüfung nach § 82 GO entbindet. Wenn
also eine Gemeinde in der vorläufigen Haushaltsführung ist, muss sie trotz
erteilter Bewilligung prüfen, ob es sich um eine neue Maßnahme handelt, die
unumgänglich ist. Insofern gebe es auf Landesebene eine Diskrepanz zwischen dem
was auch aus dem Städtebauministerium verkündet wird und dem was das
Innenministerium den Nothaushaltskommunen aufgibt. Dennoch räume Herr
Gerbersmann ein, dass es paradox sei, dass Kommunen wie Düsseldorf, die die
Förderung nicht brauchen dennoch bekommen. Und Städte wie Hagen noch nicht einmal
mehr in der Lage sind Projekte ohne weiteres zu beantragen, selbst dann, wenn
der Eigenanteil durch Dritte finanziert werde.
Herr Plöger merkt angesichts der angespannten Haushaltslage an, dass auch
schon kleinere Projekte, wie zum Beispiel die Verlängerung der Grünphase, eine
bessere Koordination der sozialen Dienstleister im Stadtteil oder einfach nur
Bänke auf dem Bleichplatz ohne größeren finanziellen Aufwand realisiert werden
können, die aber schon eine Erleichterung für ältere Menschen darstellen.
Weiterer Diskussionsbedarf besteht nicht.
Die Sitzung wird für eine Pause von 16:55 Uhr bis 17:10 Uhr unterbrochen.
Anlagen
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(wie Dokument)
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7,1 MB
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