03.06.2009 - 2 Mündlicher Sachstandsbericht der Uni Dortmundhi...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Herr Wölm stellt den Tagesordnungspunkt vor und begrüßt Frau Silvia Rutzen und Herrn Erik Plöger von der Technischen Universität Dortmund, die den erarbeiteten Sachstandsbericht vortragen.

 

Anhand der ausgelegten Unterlage: Vertiefungsentwurf zum altengerechten Wohnen in Hagen-Eilpe - werden der Gliederung entsprechend, die Untersuchungsergebnisse

ansprechend und ausführlich dargstellt.

Anlass zur Erarbeitung der Studie gab der demographische Wandel.

 

Hinweis der Schriftführerin:

Der Vertiefungsentwurf wurde als Tischvorlage ausgelegt und ist als Anlage Gegen-stand der Niederschrift.

 

Herr Wölm bedankt sich für den Vortrag. So seien damit nochmals viele, auch bereits bekannte Aspekte genannt worden, bei denen sicherlich Möglichkeiten einer Verbesserung bestehen. Initiativen, solche Verbesserungen vorzunehmen, seien leider vielfach aus finanziellen Gründen gescheitert. Das sei aber kein Grund, dies aus dem Auge zu verlieren.

 

Verschiedene Fragen wurden entsprechend beantwortet.

 

Zur medizinischen Versorgung teilt Herr Wölm mit, dass es durchaus Bestrebungen gegeben habe, weitere Fachärzte herzuholen. Laut Ärztekammer, die dabei einen erheblichen Einfluss habe, sei die medizinische Versorgung in Hagen gewährleistet. Aus diesem Grunde werden auch keine neuen Standorte mehr zugelassen.

 

Herr Grzeschista bedankt sich insbesondere für die hervorgehobene Wichtigkeit des ÖPNV. Darüber hinaus möchte er wissen, was unter „ausreichender Freizeiteinrichtungen“ zu verstehen sei.

Frau Rutzen teilt dazu mit, dass hier insbesondere differenzierte, fußläufig zu erreichende Freizeitmöglichkeiten im öffentlichen Bereich gemeint seien. Als Beispiele wurden ein Bouleplatz auf dem Bleichplatz und regelmäßig stattfindende Stadtteilfeste genannt.

 

Frau Priester-Büdenbender möchte wissen, wer diese Untersuchung beauftragt habe und in welchen Zusammenhang dies geschehen sei.

 

Herr Ross vom Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung teilt dazu informierend mit, dass im Hintergrund der Arbeit eine informelle Arbeitsgruppe stehe, die sich aus Mitgliedern der Verwaltung, Vertretern der Wohnungswirtschaft und Bürgern zusammensetze. Themen waren „verdichtete Stadtquartiere“ und  „Wohnen“. So habe man den Masterplan Wohnen ernst genommen, in dem es um die Überalterung gehe und sich die Frage gestellt, wie es in 10 bis 15 Jahren aussehe. Durch Kontaktaufnahme mit der Universität Dortmund und der entsprechenden Fakultät haben man für die beiden Bereiche Wehringhausen und Eilpe Studenten gefunden, die sich der Aufgabe angenommen haben. Diese nun abgeschlossenen Analysen könne man bei der Stadt gut nutzen.

Herr Neuhaus findet insbesondere die Anregung zur Umgestaltung der Wippermanninsel in der dargestellten Form interessant. Leider seien viele Dinge auch mit Wunschdenken verbunden. Eine weitere schöne Anregung sei die Gestaltung des altengerechten Wohnens in Verbindung mit dem AWO-Schultenhof.

 

Herr Dr. Lemme vermisst dabei Überlegungen hinsichtlich des Abrisses maroder Häuser bei Wohnungsleerstand. Solche Dinge sollten bei einer Sanierung von Wohnquartieren  berücksichtigt werden, nicht zuletzt auch zur Schaffung von Freiflächen.

 

Herr Schäfer kommt noch mal auf die Eilper Höfe zu sprechen. So habe die Evangelische Stiftung Volmarstein großes Interesse ihre Aktivitäten auszuweiten.

Weiterhin berichtet Herr Schäfer über den zum allgemeinen Stadtumbau stattgefundenen Kongress in Dortmund. So seien gerade Städte mit finanziellen Schwierigkeiten gegenüber anderen benachteiligt, was gerade das abartige daran sei. 

Was die angesprochenen Abrissüberlegungen betreffen, so müsse man gleichzeitig bedenken, was nach einem Abriss mit der Fläche passieren soll.

 

Herr Gerbersmann informiert über ein Treffen der Kämmerer auf Ebene des Städtetages mit der oberen Kommunalaufsicht Herrn Winkel, bei dem auch der Stadtumbau West/Oberhagen thematisiert wurde. So wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Städte durch einmal erteilte Bewilligungen, insbesondere bei lang laufenden Förderprojekten, nicht von der Prüfung nach § 82 GO entbindet. Wenn also eine Gemeinde in der vorläufigen Haushaltsführung ist, muss sie trotz erteilter Bewilligung prüfen, ob es sich um eine neue Maßnahme handelt, die unumgänglich ist. Insofern gebe es auf Landesebene eine Diskrepanz zwischen dem was auch aus dem Städtebauministerium verkündet wird und dem was das Innenministerium den Nothaushaltskommunen aufgibt. Dennoch räume Herr Gerbersmann ein, dass es paradox sei, dass Kommunen wie Düsseldorf, die die Förderung nicht brauchen dennoch bekommen. Und Städte wie Hagen noch nicht einmal mehr in der Lage sind Projekte ohne weiteres zu beantragen, selbst dann, wenn der Eigenanteil durch Dritte finanziert werde.

 

Herr Plöger merkt angesichts der angespannten Haushaltslage an, dass auch schon kleinere Projekte, wie zum Beispiel die Verlängerung der Grünphase, eine bessere Koordination der sozialen Dienstleister im Stadtteil oder einfach nur Bänke auf dem Bleichplatz ohne größeren finanziellen Aufwand realisiert werden können, die aber schon eine Erleichterung für ältere Menschen darstellen.

 

Weiterer Diskussionsbedarf besteht nicht.

 

 

Die Sitzung wird für eine Pause von 16:55 Uhr bis 17:10 Uhr unterbrochen.    

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Beschluss:

Die Bezirksvertretung Eilpe/Dahl nimmt den mündlichen Sachstandsbericht der Uni Dortmund „Altengerechtes Wohnen in Hagen-Eilpe“ dankend zur Kenntnis.

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Abstimmungsergebnis:

X

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

 12

Dagegen:

 0

Enthaltungen:

 0

 

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Anlagen