16.06.2009 - 5 Kunst im öffentlichen Raum

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Herr Gerbersmann schickt voraus, man müsse in jedem Fall dem Grundsatz der Gemeindehaushaltsverordnung Rechnung tragen. Daher habe der veränderte Beschluss des HFA auch deutlich gemacht, dass bilanzielle Erhebungen der Kunstwerke im öffentlichen Raum notwendig sind.

 

Es sei offensichtlich, dass die Dinge, die von der Fraktion Die Grünen ursprünglich in der BV-Mitte beantragt wurden, mit den Ressourcen  des Osthaus Museums nicht zu leisten seien. Daher schlage die Verwaltung vor, sich dem Beschluss des HFA vom 04.06.09 anzuschließen.

 

Herr Klippert vertritt die Auffassung, es könne nicht sein, dass die Werte der Stadt wegen mangelnder Ressourcen nicht geschätzt und inventarisiert werden. Es sei eine kommunale Aufgabe Werte und Kunstwerke, die man besitze, auch  angemessen zu zeigen.

Er möchte auf ein Angebot von Herrn Thormählen eingehen, der sich ja auch bereits in der Vergangenheit für den Erhalt verschiedener Kunstwerke sehr eingesetzt habe. Herr Thormählen sei also bereit, die Kunstwerke zu inventarisieren. Die Schätzung allerdings müsse von anderer Stelle erfolgen.

Es könne nicht sein, dass sich die Verwaltung dieser Aufgabe vollkommen entziehe. Er bittet darum, gemeinsam mit Herrn Thormählen zu überlegen, welche Lösungen es geben könne.

 

Herr Jobst verweist auf die geplante intensive Zusammenarbeit zwischen Herrn Dr. Belgin und den Schulen. In den Gymnasien müssen innerhalb der Leistungskurse Jahresarbeiten gefertigt werden, vielleicht könne es die Möglichkeit geben, mit Schülern der Leistungskurse die Inventarisierung zu beginnen. Die Schätzung sei dann ein weiteres Problem, aber so könne schon einmal eine Grundlage dafür hergestellt werden.

 

Herr Gerbersmann möchte noch einmal klarstellen, der Beschluss des HFA sage ja eindeutig aus, dass für bilanzielle Zwecke selbstverständlich eine Auflistung der Werke erstellt werden muss. Dazu wolle man sich alternativer Erfassungs- und Bewertungsmöglichkeiten bedienen.

Ergänzen möchte er aber auch, dass es eine ganze Reihe immobiler Kunstwerke gebe, die fest mit dem Gebäude verbunden sind. In vielen Fällen werde das Kunstwerk dadurch bedingt keinen eigenständigen Bilanzwert haben, was nichts über die eigentliche Wertigkeit des Kunstwerkes aussage.

 

Er appelliert noch einmal, dem Beschluss des HFA zu folgen.  

Herr Gerbersmann empfiehlt, das Angebot von Herrn Thormählen mit ihm zu besprechen und zu diskutieren. Er warne allerdings, dies dürfe nicht dazu führen, dass am Ende eine Generalzuständigkeit entsteht, wonach jedes der Kunstwerke regelmäßig begangen und gesäubert werden muss und einzelne Wertgutachten erstellt werden.

 

Herr Dr. Belgin legt Wert auf die Feststellung, es solle nicht der Eindruck entstehen, dass das Museum kein Interesse daran habe, diese Werke zu inventarisieren. Der Antrag der Fraktion Die Grünen habe aber eine andere Dimension. Dabei gehe es um die permanente museale Beschäftigung mit diesen Dingen, die man besonders zum jetzigen Zeitpunkt einfach nicht leisten könne. Zunächst müsse erst einmal das Depot eingerichtet werden, außerdem gebe es nur zwei wissenschaftliche Vollzeitstellen und je eine halbe Stelle für Museumspädagogik und Öffentlichkeitsarbeit.

Es gehe also nicht um das Wollen, sondern durch die Sparzwänge seien dem Museum auch sehr stark Grenzen gesetzt.

 

Mit Herrn Thormählen habe das Museum bereits erfolgreich zusammen gearbeitet und einer weiteren Kooperation stehe überhaupt nichts entgegen, allerdings sei das in diesem Jahr nicht zu schaffen.

 

Frau Kramps fasst zusammen, man wolle also nun der Beschlusslage des HFA folgen, mit dem Zusatz, dass Gespräche mit Herrn Thormählen und den Schulen aufgenommen werden sollen.

 

 

 

 

 

 

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Beschluss:

 

Der Rat der Stadt Hagen stellt fest, dass bei 45 / Osthaus Museum Hagen keine finanziellen und personellen Ressourcen zur Inventarisierung von Kunstwerken im öffentlichen Raum zur Verfügung stehen und deshalb für bilanzielle Zwecke auf Grundlage der beim ehemaligen Hochbauamt geführten Listen und sonstigen Unterlagen nach alternativen Erfassungs- und Bewertungsmöglichkeiten gesucht wird.

 

Der Kultur- und Weiterbildungsausschuss schlägt vor, dass 45/ Osthaus Museum mit Herrn Thormählen und möglicherweise auch mit Schulen Kontakt aufnimmt, um deren Mithilfe bei der Inventarisierung der Kunstwerke zu diskutieren.

 

 

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Abstimmungsergebnis:

x

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

 15

Dagegen:

 0

Enthaltungen:

 1

 

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