12.03.2009 - 5.1 Vorschlag zur Tagesordnung der CDU-Fraktionhier...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.1
- Gremium:
- Haupt- und Finanzausschuss
- Datum:
- Do., 12.03.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- OB/A Amt des Oberbürgermeisters
- Bearbeitung:
- Gesine Specht
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Röspel erläutert den Hintergrund für den CDU-Antrag, der unter dem Motto steht
"Investieren, um zu sparen". Daher soll die Verwaltung beauftragt
werden, sich mit den Möglichkeiten einer öffentlich-privaten Zusammenarbeit zur
Optimierung und Modernisierung des Verkehrssteuerungssystems befassen. Er
verweist hierzu auf die Begründung im CDU-Antrag (Anlage 3 der Niederschrift). Er bittet die Verwaltung um Prüfung
der Fragestellungen. Es ist die Absicht, sich auf diesen Weg mit einem
herstellerunabhängigen Dienstleister zu begeben, der die notwendigen Arbeiten
für das Verkehrssteuerungssystem übernehmen soll.
Herr Riechel möchte wissen, worin der Anlass für die Antragstellung liegt. Ferner möchte
er wissen, ob es Schwierigkeiten mit dem vorhandenen Verkehrssteuerungssystem
gibt oder ob dort Defizite zu verzeichnen sind. Darüber hinaus stellt Herr
Riechel die Frage, welche grundsätzlichen Vor- oder Nachteile ein PPP-Modell
mit sich bringt und ob ein öffentlich-rechtliches Modell nicht ebenfalls
mitgeprüft werden könnte.
Soweit dies Herrn Thielmann bekannt ist,
ist der derzeit vorhandene Verkehrsrechner veraltet, der im Wesentlichen die
Ampelanlagen in der Stadt Hagen steuert. Dies führt seiner Auffassung nach
dazu, dass die Verkehrsströme nicht zeitgerecht gesteuert werden können. Er
bittet, einen weiteren Aspekt in die Prüfung mit aufzunehmen:
Vor einigen Monaten hat es öffentliche
Diskussionen über das Für und Wider von Ampelanlagen (Stichwort: Fortfall von
Ampelanlagen) gegeben. Einige Ampelanlagen hat man entfallen lassen. Seiner
Ansicht nach kann man jedoch noch an einigen anderen Stellen Ampelanlagen
entfallen lassen sowie die Abschaltung teilweise von 22 Uhr auf 20 Uhr für die
Nachtzeit vorziehen.
Herr Hegerding erklärt, dass sich der Verkehrsrechner im Zusammenhang mit den Projekten
"Ruhrpilot" und "LKW-Routing" auf dem absolut modernsten
Stand befindet und erst vor wenigen Monaten runderneuert sowie erweitert wurde.
Im Zuge des LKW-Routings wird in diesem Jahr noch die 2. Stufe ausgeschrieben
und auch die Erweiterung vorgenommen. Dann wird man über alle
Steuerungsmöglichkeiten im Hagener Straßennetz verfügen. Wo es notwendig ist,
sind die Anlagen voll verkehrsabhängig geschaltet. Bei peripheren Anlagen sieht
Herr Hegerding noch Erneuerungsbedarfe, erklärt aber auch, dass mehr an der
Technik nicht zu tun sein wird. Bezogen auf den energetischen Sektor verweist
Herr Hegerding darauf, dass eine nicht unerhebliche Anzahl von Ampelanlagen
bereits mit LED-Technik ausgestattet wurde und in diesem Jahr noch eine
Vielzahl weiterer Ampelanlagen umgerüstet werden soll. Vor der Sommerpause soll
eine Darstellung erfolgen, wie weit Fortschritte erzielt worden sind.
Anlass für den CDU-Antrag ist zum Einen das gute
Ergebnis und die gute Zusammenarbeiten mit der Stadtlicht GmbH, teilt Herr
Röspel mit, zum Anderen geht es um die Einsparung von Energiekosten. Hier
lassen sich mit LED-Leuchten allein 70 - 80 % der Energiekosten einsparen, und
man sollte die Prüfung auch mit Blick auf das Konjunkturpaket II und die
darüber finanzierbaren energetischen Maßnahmen sehen. Pro erneuerter
Lichtsignalanlage können bis zu 10.000 Kilowatt eingespart werden.
Herr Rudel hält es nach dem Vortrag von Herrn Hegerding für sinnvoll, zunächst den
Sachstand, den die Verwaltung erreicht hat, sich vorstellen zu lassen. Darauf
aufbauend sollte dann ein Prüfauftrag formuliert werden, weil dieser dann auch
besser konkretisiert werden kann. Er plädiert für einen dezidierten
Verwaltungsvortrag in einer der nächsten Sitzungen.
Herr Sondermeyer hat aus dem Vortrag mitgenommen, dass
energetische Maßnahmen bereits jetzt turnusmäßig durchgeführt werden. Dies wird
von Herrn Hegerding bestätigt.
Herr Dr. Ramrath geht auf die Empfehlung von Herrn Rudel ein und
erklärt, dass dessen Vorschlag nichts entgegen steht. Die CDU-Fraktion möchte
jedoch bestimmte Eckpunkte einer nachfolgenden und weitergehenden Prüfung
unterzogen wissen. Auch die positiven Erfahrungen, die man mit der Stadtlicht
GmbH gemacht hat, sollte man bereits jetzt nutzen, um entsprechende
Überlegungen heute schon mit anzustellen. Herr Dr. Ramrath schlägt vor, dass
der Bericht der Verwaltung im Stadtentwicklungsausschuss als Fachausschuss
entgegen genommen werden sollte und der CDU-Antrag sollte auch dort weiter
verfolgt werden.
Herr Asbeck fasst zusammen, dass somit der CDU-Antrag in den Stadtentwicklungsausschuss
verwiesen wird.
Bedenken, so zu verfahren, bestehen nicht.
Beschluss:
Die Verwaltung prüft die Möglichkeit einer öffentlich-privaten Zusammenarbeit zur Optimierung und Modernisierung des Verkehrssteuerungssystems der Stadt Hagen und legt die Ergebnisse der Prüfung den zuständigen Gremien zur Beschlussfassung vor den Sommerferien vor.
Die Verwaltung stellt in diesem Zusammenhang vor dem Hintergrund der vorhandenen Modernisierungserfordernisse (Verkehrsrechner, Einführung LED-Technik etc.) eine Optimierung und Modernisierung im Rahmen einer öffentlich-privaten Kooperation einer Optimierung im Rahmen der jetzt geltenden Regelungen gegenüber und stellt die jeweiligen Stärken und Schwächen vergleichend dar.
Darüber hinaus stellt die Verwaltung Praxisbeispiele aus anderen Städten vor, die mit Blick auf die Situation in Hagen hilfreich sind.
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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57,4 kB
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Anlagen
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