10.03.2009 - 10 Planungskonzept "Kinderschutz in Hagen"hier: Er...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 10
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Di., 10.03.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Anita Lückel
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Steuber erläutert die
Vorlage. Es handele sich hier um einen Zwischenbericht. Ein Gespräch mit dem
AKH sei für den 30. März 2009 terminiert.
Er bittet, auf der letzten Seite, auf der die finanziellen Auswirkungen
stünden, als Folgekosten unter dem Buchstaben 4c unter „sonstigen
Betriebskosten“ eine Zahl von 100.000 € einzusetzen. Es handele sich hier um eine
Nettobetrachtung. Dem liege die Überlegung zugrunde, dass man es schaffe, mit
umliegenden Städten und Kreisen eine Vereinbarung hinzubekommen, dass man in anderen Kommunen mit dem Angebot der
Kinderschutzambulanz werbe. Dann könne die Abrechnung mit einer Entgeltvereinbarung
über Fachleistungsstunden erfolgen. Der zweite Faktor sei, dass es viele Persönlichkeiten
in Hagen geben müsse, die versuchten, über Sponsoring einen großen Anteil
dieses Aufwandes beizutreiben. Dies sei eine ganz wichtige Säule der
Finanzierung, die sich der Verwaltungsvorstand vorgestellt habe.
Herr Reinke zeigt sich
sehr erfreut über die Vorlage. Er bedankt sich für die umfassende Vorlage. Es
gebe noch einige offene Fragen, von denen er annehme, dass diese in Zukunft
gelöst werden könnten. Er wünsche sich, dass der Rat im Mai darüber entscheiden
würde. Er begrüße das Angebot des Diakonischen Werkes und favorisiere die in
der Vorlage beschriebene Variante 2.
Er stellt den Antrag, dass der Jugendhilfeausschuss dem Rat der Stadt
Hagen empfiehlt, aus der Sparkassenspende bis zu 10.000 € für die
Prozessbegleitung zur Implementierung bereitzustellen.
Frau Burghardt äußert ihre
Freude darüber, dass die Kinderschutzambulanz den Jugendhilfeausschuss in
diesem Tempo erreiche und auf dem Wege sei, verabschiedet zu werden. Sie ist
der Meinung, dass man auf das Angebot des Diakonischen Werkes zurückgreifen
solle. Die Variante 2 sei ein sehr gutes Angebot, die Kinderschutzambulanz von
vorneherein gut zu begleiten.
Frau Klos-Eckermann bedankt sich für den Zwischenbericht. Sie sei
sehr gespannt auf die weiteren Ergebnisse der noch zu führenden Gespräche. Sie
möchte wissen, ob es im Hinblick auf die Finanzierung an anderer Stelle
irgendwas wegfalle.
Herr Steuber erklärt, dass
die heutige Überlegung dazu sei, Stellen zukünftig zu kompensieren. Über
Altersteilzeit sollten zukünftig drei Stellen nicht wiederbesetzt werden. Das
würde als Kompensationsmasse eingebracht zur Deckung der Mehraufwendungen in Form von
Transferleistungen an einen freien Träger. Das Problem sei die Finanzierung der
Folgejahre.
Herr Decker fragt, wie
sich die Kinderschutzambulanz Remscheid e.V. finanziere.
Herr Steuber erklärt, dass
die Stadt Remscheid einen institutionalisierten Zuschuss in Höhe von rund
70.000 € pro Jahr für den Betrieb der Kinderschutzambulanz leiste. Daher
müsse sie sich nicht mehr einzelne Fälle über Fachleistungsstunden erkaufen.
Sie hätten das Recht der ersten Zugriffs. Wuppertal und andere Städte und
Kreise müssten sich über Fachleistungsstunden in diese Leistung einkaufen.
Weiterhin werde über Sponsoring und Spenden eine Menge Geld eingetrieben.
Herr Strüwer möchte
nochmals darauf hinweisen, dass man im Vorfeld über die Notwendigkeit einer
Umstrukturierung gesprochen habe. Die Kinderschutzambulanz dürfe nicht völlig
losgelöst von den anderen Instrumenten in der Erziehungshilfe gesehen werden. Man
müsse das verzahnt sehen und die Sache inhaltlich betrachten.
Der Jugendhilfeausschuss habe sich in jeweils einstimmigen Beschlüssen
für die Kinderschutzambulanz und die Konsequenz entschieden, das finanziell
auch möglicherweise innerhalb des eigenen Bereiches zu kompensieren. Es seien
ja auch die Fragen zu klären, inwieweit Krankenkassen oder möglicherweise
Krankenhäuser mit ins Boot geholt werden könnten.
Frau Köppen kann die
geäußerte Euphorie nicht teilen. Sie habe Zweifel, was die Finanzierung angehe.
Diese stehe auf sehr wackeligen Füßen. Ihr habe die Variante 1 besser gefallen.
Herr Fischer findet die
Vorlage sehr schlüssig. Er wundert sich, dass jetzt auf halber Strecke Bedenken
geäußert würden.
Herr Strüwer lässt
zunächst über den Beschlussvorschlag der Verwaltung abstimmen.
Anschließend lässt er über den Antrag von Herrn Reinke abstimmen.
Beschluss:
1. Die Verwaltung wird
beauftragt, durch einen geeigneten
freien Träger und in enger Kooperation mit einer Kinderklinik in Hagen eine
Kinderschutzambulanz errichten zu lassen.
2. Regionale Träger der Jugendhilfe sind an der Kinderschutzambulanz zu
beteiligen.
3. Die Finanzierung der
Kinderschutzambulanz ist kostenneutral im städt. Haushalt darzustellen.
4. Der Rat nimmt den Bericht der
Verwaltung zum Stand der Aktivitäten zur Errichtung einer Kinderschutzambulanz
zur Kenntnis.
