05.03.2009 - 4 Sportpauschale ...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4
- Gremium:
- Sport- und Freizeitausschuss
- Datum:
- Do., 05.03.2009
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:05
- Anlass:
- normale Sitzung
- Vorlage:
-
0192/2009 Sportpauschale
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- SZS - Servicezentrum Sport
- Bearbeitung:
- Katja Bannenberg
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Die Sportpauschale war wiederholt Diskussionsthema im Ausschuss, so Herr
Dr. Fischer. Dieses Thema war u. a. bei Vertretern des Stadtsportbundes
sehr strittig. Auch in der Presse war mehrfach über die Sportpauschale zu
lesen, so Herr Dr. Fischer weiter.
Vor kurzem wurde erst über einen großen Hagener Verein berichtet, der
Sportstätten in eigener Trägerschaft hat und seine ganze Hoffnung auf die
Sportpauschale richtet.
Herr Dr. Fischer
erläutert, dass er sich aufgrund der endlosen Diskussionen an das Innenministerium
Düsseldorf gewandt und die Hagener Situation geschildert hat. Der Besuch im
Sportausschuss wurde vom IM nicht für erforderlich gehalten; stattdessen folgte
eine schriftliche Antwort. Die endgültige Aussage des IM wurde mit der
Einladung zugestellt.
Das Schreiben des IM wurde mit der Finanzverwaltung diskutiert, so Herr
Wischnewski. Die Teilnahme eines Mitarbeiters der Kämmerei an der Sitzung
erschien nicht erforderlich. Das Schreiben des IM bestätigt leider
bedauerlicherweise die seit langer Zeit bestehende Auffassung der Finanzverwaltung.
Die Aufwendungen der Verwaltung sind höher als die Sportpauschale, daher
sieht die Verwaltung keine Möglichkeit, als bei ihrer Auffassung zu bleiben.
Herr Tenne bedauert, dass sich
trotz intensiver Bemühungen auch nach Monaten keine neue Situation ergeben hat.
Nach Veröffentlichungen des SSB und des LSB wird aber in anderen Kommungen
in ähnlichen Situationen anders verfahren. Das Verfahren soll anscheinend
regierungsbezirksmäßig nicht einstimmig so streng gehandhabt werden, teilweise
gibt es Lockerungen.
Es könne nicht sein, so Herr Tenne weiter, dass gemeinnützige Vereine
mit vereinseigenen Anlagen immer weiter in den Hintergrund rücken. Diese
Anlagen machen rund 25 % des
Gesamtanlagenvolumens in der Stadt aus.
Diese Vereine erhalten keine Zuschüsse mehr aus dem städt. Etat und seit
2004 auch nichts aus der Sportpauschale. Auch bei der Nutzung der Mittel aus
dem Konjunkturpaket sind diese vereinseigenen Anlagen wieder benachteiligt. Die
Chancengleichheit im Vergleich zu anderen Vereinen, deren Anlagen von der Stadt
unterhalten werden, ist nicht mehr gegeben, so Herr Tenne.
Als im Jahre 2004 die Sportpauschale eingeführt wurde, sah die gesamte
Finanzsituation in den Kommunen noch anders aus, so Herr Tenne weiter. Damals
gab es nicht so viele Kommunen mit nicht genehmigten Haushalten. Man sollte
versuchen auf den Gesetzgeber in der Hinsicht einzuwirken, um möglicherweise
eine Revidierung des Erlasses aus dem Jahr 2004 herbeizuführen, damit die
Kommunen zumindest in Einzelfällen für vereinseigene Anlagen auf die
Sportpauschale zurückgreifen können.
Die Bereitschaft des Ausschusses, Vereinen mit eigenen Anlagen zu helfen
ist sehr groß, so Herr Dr. Fischer. Die Frage ist zu klären, wie hierfür
ein guter Weg gefunden werden kann. Bereits in zwei Fällen konnte man zügig und
unbürokratisch helfen, auch ohne auf die
Sportpauschale zugreifen zu müssen, erinnert Herr Dr. Fischer.
Die Sportpauschale ist gedacht für Kommunen, die einen
„gesunden“ Haushalt haben und deren Sportanlagen in einem guten
Zustand sind, so Herr Dr. Fischer weiter. Dort bleibt für die Vereine
mit vereinseigenen Anlagen Geld übrig. Für Hagen ist dies aufgrund des
Nothaushaltes nicht möglich.
Herr Dr. Fischer schlägt
vor, sich möglichst kurzfristig im kleinen Kreis unter Beteiligung der Kämmerei
zu Gesprächen zusammenzusetzen. Es müssen Wege gefunden werden, wie den
Vereinen geholfen werden kann.
Herr Dr. Fischer erinnert
daran, dass der Mentor immer wieder auf bürgerschaftliches Engagement verwiesen
hat. Die Vereine mit eigenen Anlagen praktizieren dies seit Jahrzehnten, daher
muss versucht werden, ihnen zu helfen.
Auch Herr M. Erlmann betont, dass besonders die Vereine, die sich
privat engagieren unterstützt werden müssen. Insbesondere wenn konkrete
Probleme vorliegen, muss geholfen werden, so Herr M. Erlmann weiter.
Notfalls müsse die Stadt dafür eigene Sachen zurückstellen.
Herr Hoffmann sieht in dem
Schreiben offene Möglichkeiten. Er zitiert aus dem Schreiben, dass „die
Weiterleitung von Mitteln aus der Sportpauschale an Vereine grundsätzlich
zulässig ist“. Also ist es nicht auszuschließen, dass diese an Vereine
weitergegeben werden, so Herr Hoffmann weiter.
Herr Dr. Fischer betont, dass
die Sportpauschale lt. dem ersten Teil des Schreibens zwar auch für
vereinseigene Anlagen verwendet werden kann. Die Restriktionen ergeben sich jedoch
daraus, dass die Stadt Hagen einen Nothaushalt hat und ihr somit kein Spielraum
bleibt.
Das Thema soll heute nicht weiter vertieft werden, so Herr Tenne.
Man müsse in weiteren Gesprächen eigene Mittel und Wege finden.
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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31,9 kB
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