12.02.2009 - 4.1 Vorschlag der FDP-Fraktion, hier: Zukunftskommi...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.1
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 12.02.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- OB/A Amt des Oberbürgermeisters
- Bearbeitung:
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Thielmann erinnert an den von der FDP-Fraktion zur Ratssitzung am 18.12.2008
eingereichten Antrag bezüglich des Stellenabbau und Umstrukturierung der
Verwaltung, der seinerzeit zunächst zurückgestellt wurde und mit der heutigen
Einbringung des zweiten Sparpaketes beraten werden sollte. In seiner weiteren
Berichterstattung bezieht sich Herr Thielmann auf den aktuellen
Vorschlag zur Tagesordnung seiner Fraktion, der als Anlage 2 der Niederschrift beigefügt ist. Zu den beiden darin
aufgeführten Punkten des Beschlussvorschlages beantragt Herr Thielmann,
dass alle Pflichtaufgaben konkret und definiert mit der Kommunalaufsicht
abgestimmt werden müssten. Darüber hinaus sollten sie auf Effizienz und den
notwendigen Grad der Pflichterfüllung überprüft werden. Infrage zu stellen
seien die bisher unbezahlten Serviceleistungen in diesem Bereich.
Herr Riechel sieht die Ergänzung des dritten Punktes zum Beschlussvorschlag lediglich
als einen Verweis an die Zukunftskommission an, der als Beschlussergänzung von
der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen in der beantragten Form nicht mitgetragen
werde.
Herr Röspel erklärt für die CDU-Fraktion, dass diese den erweiterten Antrag der
FDP-Fraktion unterstütze. Zur Aufstellung einer schlanken Verwaltung gehöre
auch die Überprüfung der Pflichtaufgaben im Rahmen einer Aufgabenkritik.
Herr Gerbersmann teilt mit, dass sich die Zukunftskommission
unter anderem mit dem Schwerpunkt „Personalkostenreduzierung“ in
der Stadtverwaltung beschäftigen werde. Die Erarbeitung von Zielzahlen zum
Abbau von Personal innerhalb der Verwaltung stehe dabei im Vordergrund.
Selbstverständlich würden auch Pflichtaufgaben auf ihre Effektivität überprüft
werden, wobei jetzt schon anzumerken sei, dass die Zukunftskommission innerhalb
von acht Wochen lediglich einen sogenannten Korridor erstellen könnte, der in
einen zweiten bzw. dritten Schritt detailliert bearbeitet werden müsste.
Herr Thielmann merkt gegenüber Herrn Riechel an, dass es sich bei der
Erweiterung des Beschlussvorschlages lediglich um eine Ergänzung zum
eingereichten Antrag handeln würde und bittet die Ratsmitglieder um Zustimmung.
Herr Jochen Weber pflichtet Herrn Riechel bei, dass zuvor
eingereichte Anträge durch den Einbau von zusätzlichen Passagen überfrachtet
werden könnten. Der Kämmerer habe sehr deutlich gemacht, dass die
Zukunftskommission seine Arbeit aufgenommen habe. Es sei zunächst sinnvoll,
dass die Zukunftskommission die an sie herangetragenen Aufgaben umwandle und
die Ergebnisse dem Rat vorlege. Die SPD-Fraktion wird sich gegen die Ergänzung
des dritten Punktes zum Beschlussvorschlag aussprechen.
Auf eine Frage von Herrn Sondermeyer zum
Abbau von Pflichtaufgaben, merkt Herr Oberbürgermeister Demnitz an, dass
es inhaltlich darum gehe, in welchem Umfang die anstehenden Pflichtaufgaben
wahrgenommen werden müssten.
Auf den Antrag von Herrn Thielmann,
getrennt über die einzelnen Punkte des Beschlussvorschlages abzustimmen,
schlägt Herr Oberbürgermeister Demnitz vor, über die Punkte eins und
zwei gemeinsam und über den dritten Punkt getrennt abzustimmen.
Dagegen bestehen keine Bedenken.
Beschluss:
1. Der Antrag der FDP-Fraktion vom 08.12.2008 bzgl. Stellenabbau und Umstrukturierung der Verwaltung wird an die Zukunftskommission verwiesen.
2. Die Zukunftskommission wird gebeten den Bereich Personalabbau und Umstrukturierung der Verwaltung vorrangig, möglichst als ersten Punkt zu behandeln.
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Abstimmungsergebnis: |
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x |
Mit Mehrheit beschlossen |
3. Alle Pflichtaufgaben müssen konkret
definiert und mit der Kommunalaufsicht
abgestimmt werden. Sie sind auf Effizienz und den notwendigen Grad der Pflichterfüllung zu überprüfen.
Bisher unbezahlte Serviceleistungen in
diesem Bereich sind infrage zu stellen.
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Abstimmungsergebnis: |
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x |
Mit Mehrheit beschlossen |
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Dafür: |
29 |
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Dagegen: |
27 |
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Enthaltungen: |
0 |
Anlagen zur Vorlage
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1
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(wie Dokument)
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16,5 kB
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