27.01.2009 - 5 Ablehnung eines Angebots der Übernahme von zwei...

Beschluss:
vertagt
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Wortprotokoll

Frau Kramps erinnert, man habe sich schon in der letzten Sitzung des KWA mit diesem Thema befasst, sie selbst habe zu dem Zeitpunkt die Nachricht von Herrn Bezirksvorsteher Ferdinand Wölm bekommen, dass er eventuell dort eine Verwendung für beide Plastiken habe und noch etwas Zeit benötige, um das zu überprüfen.

 

Gestern habe sie jedoch Herrn Wölm getroffen und er habe gesagt, die BV-Eilpe könne die Kosten, die für die Übernahme der Plastiken entstehen würden, nicht decken, es sei zu teuer und er müsse doch darauf verzichten.

Damit sei man nun wieder am Ausgangspunkt der Situation angelangt. Im letzten KWA sei die Frage aufgetaucht, wie hoch denn die Kosten für die Aufstellung der Plastiken und die Folgekosten eigentlich seien. Sie fragt, ob man heute Näheres dazu hören könne.

 

Vorher möchte Herr Hartmann noch wissen, ob sich denn die HGW inzwischen zu diesem Thema geäußert habe, es sei ja in der KWA-Sitzung gesagt worden, dass möglicherweise die BV-Eilpe/Dahl oder die HGW eine Verwendungsmöglichkeit für die Plastiken haben.

 

Sowohl Frau Kramps als auch die Verwaltung haben diesbezüglich keine Reaktion von der HGW erhalten.

 

Herr Millhoff berichtet, nachdem es erst so ausgesehen habe,  dass eine Lösung  bei der BV-Eilpe/Dahl zu finden sei, habe man sich zunächst zurückgehalten. Er selbst habe ja auch noch die Bahnhofstraße als Standort vorgeschlagen. In der Höhe des Schalthauses an der Neumarktstraße gebe es einen überdachten Teil, der auch für die Aufstellung der Plastiken infrage kommen könnte, wenn die Mark E einverstanden sei. Er habe auch schon das Gespräch gesucht, ein Ergebnis liege aber noch nicht vor. Auch für diese Gespräche sei es wichtig, etwas über die Höhe der Kosten zu erfahren.

 

Frau Dr. Schulte berichtet, man habe versucht, die Kosten zu ermitteln. Die Angaben, die man von verschiedenen Firmen bekommen habe, bewegen sich naturgemäß in einem vagen Bereich, da die Verwaltung noch keinen konkreten Standort nennen konnte.

Man habe Vorgaben zum Transport, zur Reinigung, zur Aufstellung innerhalb Hagens und zu verschiedenen Arten der Anbringung gemacht. Im Ergebnis sei eine sehr weite  Spannbreite der Kosten geliefert worden.

Eine denkmalgerechte Reinigung würde im Bereich von ca. 500,- € liegen, für den Transport und die Aufstellung bewegen sich die Kosten  zwischen 2.217,- € bis zu 6.900,- €. Die Kosten für die Statik seien noch nicht einmal enthalten, da man noch nicht wusste, in welche Wand die Kunstwerke eingelassen werden sollen. Wenn man alle Punkte berücksichtige, könnten die Kosten bei ca. 8.000,- € liegen.

 

Herr Gerbersmann stellt klar, die Verwaltung bleibe bei ihrer ursprünglichen Stellungnahme, dass es der Stadt Hagen nicht möglich sei, diese Kosten zu übernehmen.

 

Frau Kramps ist an klaren Worten interessiert, denn die Vorlage beinhalte die Übernahme der Plastiken durch die Stadt Hagen. Darüber hinaus könnten Interessenten ja weiter verhandeln, um in den Besitz der Kunstwerke zu kommen. Hier müsse aber klar sein, dass seitens der Stadt keine Gelder dafür fließen können.

 

Sie schlägt daher vor, heute darüber abzustimmen, ob die Übernahme der Kunstwerke angenommen oder abgelehnt werden soll.

 

Herr Kurrat bringt spontan die BV-Mitte ins Spiel, die doch auch immer sehr kunst- und kulturfreundlich sei und fragt, ob da schon einmal das Gespräch gesucht worden sei.

 

Frau Kramps meint, die BV-Mitte habe wohl auch abgelehnt. Es seien eben die Kosten zu hoch. Sie sage ganz klar, die Stadt Hagen habe nicht das Geld, Zuschüsse zu geben und könne auch deshalb die Schenkung nicht annehmen, außerdem stehe man dann auch für Nachfolgekosten in der Verpflichtung.

 

Frau Asbeck fragt, was denn die Familie Niestrath zu tun gedenke, wenn die Stadt Hagen diese Plastiken nun nicht übernehmen würde.

 

Frau Kramps fragt Frau Dr. Schulte, ob sie darüber informiert ist, was denn passiert, wenn die Stadt die Kunstwerke nicht annimmt.

 

Frau Dr. Schulte glaubt, dass die Nachlassverwalterin im Moment noch damit rechnet, dass die Stadt dieses Geschenk annimmt. Man könne erst wieder mit ihr kommunizieren, wenn eine Entscheidung gefallen ist.

 

Frau Purps kann sich als Mitglied der BV-Mitte nicht daran erinnern, dass dieses Thema schon einmal in der BV-Mitte diskutiert wurde. Auch Herr Klessa und Herr Thormählen, die hier anwesend sind und der BV-Mitte angehören, haben keine Kenntnis über eine solche Diskussion innerhalb der BV.

 

Herr Fritzsche würde es prinzipiell für die falsche Entscheidung halten, die Plastiken abzulehnen. Er bittet doch zu versuchen, alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Vielleicht könne man die Angelegenheit noch einmal eine Runde verschieben, die BV-Mitte befragen und gleichzeitig auch noch einmal mit der HGW sprechen.

 

Das Engagement des KWA weiß Herr Gerbersmann durchaus zu schätzen, Frau Dr. Schulte habe aber auch gesagt, dass die Stadt bereits aus dem Nachlass von Eva Niestrath ein immenses Konvolut an Kunstgegenständen übernommen habe, es könne aber nicht so weit gehen, nun jedes Stück einer Künstlerin, die eine sehr lange Zeit in Hagen gewirkt habe, zu übernehmen.

Frau Dr. Schulte habe sich diese Entscheidung vorher sehr gut überlegt und sei zu dem Schluss gekommen, dass es nicht zu rechtfertigen sei, diese großen Stücke auch noch zu übernehmen. Er wisse, dass man sich schwer damit tue, so etwas abzulehnen, dennoch appelliert er, dem Vorschlag der Verwaltung zu folgen. Er könne auch versichern, dieser Vorschlag des KEOM sei nicht auf Druck des Kämmerers erfolgt, sondern der Aufwand rechtfertige sich hier nicht.

 

Herr Millhoff denkt, die Entscheidung, dass die Stadt die Kosten nicht übernehmen könne, müsse der KWA wohl tragen. Dennoch sollte jeder, der Verbindungen habe, versuchen Gespräche zu führen, damit die Kunstwerke möglicherweise doch irgendwo untergebracht werden können. Man solle die Angelegenheit im Auge behalten und sich kümmern. Aber zunächst müsse klar sein, dass die Stadt die Kosten nicht übernehmen könne und man sollte andere Lösungen suchen.

 

Frau Kramps fragt Frau Dr. Schulte, wann sie eine Entscheidung haben muss.

 

Frau Dr. Schulte antwortet, die Nachlassverwalterin möchte eine zeitnahe Entscheidung haben, eine konkrete Deadline gebe es aber nicht. Sie stellt klar, die Nachlassverwalterin wolle die Kunstwerke der Stadt Hagen nur unter der Bedingung schenken, dass sie an einem repräsentativen Platz aufgestellt werden, sie möchte nicht, dass die Dinge nur irgendwo eingelagert werden.

 

Frau Suda gibt zu bedenken, es sei doch allen bekannt, dass die Kunstwerke bereits Jahre dort liegen, sie ist der Meinung, es komme nun wirklich nicht auf einen Monat an. Sie regt an, der KWA solle das Angebot annehmen, dass Frau Purps noch einmal in der BV-Mitte nachfragt. Andere könnten die HGW befragen und man könne die Entscheidung noch einen Monat verschieben. Allen sei klar, dass die Stadt die Schenkung nicht annehmen könne. Sie möchte aber auch nicht den Eindruck erwecken, dass einem diese Angelegenheit egal sei.

 

Frau Kramps regt an, die HGW müsse dann aber auch einmal angesprochen werden und man müsse hier im KWA festlegen, wer das übernehmen solle, sonst habe man in vier Wochen wieder kein Ergebnis.

Bei der BV-Mitte müsse dann dieser Punkt auf die Tagesordnung gesetzt werden mit dem Hinweis, dass die Stadt Hagen keine Gelder geben werde.

 

Herr Hartmann schlägt vor, diese Vorlage heute nicht zu beschließen, sondern sie an die BV-Mitte zu überweisen. Es müsse klar sein, dass die Stadt nicht für die Aufstellungskosten und auch nicht für die Unterhaltungskosten aufkommen könne.

Er finde im Übrigen auch nicht so gut, dass die Nachlassverwalterin ein anderes Konvolut wohl verkauft habe und der Stadt nun diese beiden Plastiken überlassen will.

Man habe heute drei Mitglieder der BV-Mitte hier, daher hält auch er es für einen gangbaren Weg, dass sich die BV-Mitte noch einmal mit dieser Sache beschäftigt.

 

An dieser Stelle weist Herr Dr. Belgin darauf hin, das neue Museumszentrum werde am 28.08.09 eröffnet, man arbeite sehr intensiv an dieser Eröffnung und sei in dieser Phase nicht so aufgestellt, dass man sich mit jeder Anfrage so akribisch befassen könne. Er hat die Bitte, das Museum derzeit nicht mit solchen Anfragen zu konfrontieren, denn es binde zuviel Kräfte und Zeit.

 

Damit ist Frau Kramps auch einverstanden. Man habe sich gerade kurzgeschlossen, dass Herr Gerbersmann und sie selbst sich die Befragung der HGW teilen und dass man die BV-Mitte bitten wolle, sich mit dieser Vorlage zu beschäftigen. Dies wolle man nun so beschließen und die BV-Mitte könne dann bis zur nächsten Sitzung sagen, ob sie eine Verwendung für die Plastiken habe oder nicht.

 

Herr Klessa gibt zu bedenken, dass die BV-Mitte und der KWA immer zeitgleich tagen.

 

Frau Kramps sieht darin kein Problem, in der Praxis laufe es doch so, dass man vor der Sitzung schon einmal telefonieren könne, was sich im Einzelnen ergeben habe. Eine Entscheidung ergebe sich ja nicht während der Sitzung, sondern auch schon im Vorfeld.

Alle KWA-Mitglieder sind damit einverstanden, die Vorlage an die BV-Mitte zu überweisen.

Unbenommen davon sollen alle KWA-Mitglieder, die eine Möglichkeit dazu haben, auch weiterhin Gespräche mit Interessenten führen. Sie wolle jedoch in der nächsten KWA-Sitzung eine endgültige Entscheidung treffen, eine weitere Verschiebung solle es nicht geben.

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Beschluss:

Der Kulturausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.

 

Der Kultur- und Weiterbildungsausschuss überweist den Beratungsgegenstand an die BV-Hagen-Mitte, mit der Bitte, sich mit dieser Vorlage zu beschäftigen und möglichst bis zur nächsten Sitzung des KWA eine Entscheidung zu treffen, ob die BV-Mitte möglicherweise eine Verwendung für die Steinplastiken hat.

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Abstimmungsergebnis:

x

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

 17

Dagegen:

 0

Enthaltungen:

 0

 

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