27.01.2009 - 4 Sanierung des Sportplatzes am Kirchenbergstadio...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4
- Gremium:
- Sport- und Freizeitausschuss
- Datum:
- Di., 27.01.2009
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:05
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 66 Fachbereich Planen und Bauen für Grün, Straßen und Brücken
- Bearbeitung:
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Nachdem der Ausschuss beschlossen hat, drei Sportplätze mit Kunstrasen
auszustatten, kann man sich nach der Fertigstellung des Höings nun dem
Kirchenberg-Stadion widmen, so Herr Wischnewski.
Anhand der aushängenden Pläne erläutert Herr Wischnewski kurz die
Planungsvarianten. Die Pläne stellen dar, was vor Ort möglich ist und welche
Kosten entstehen.
Zur Variante 1 erläutert Herr Wischnewski, dass Laufbahn,
Weitsprunganlage und Kleinspielfeld an der Autobahnseite kaum genutzt und
aufgegeben werden sollen.
Zur zweiten Variante erläutert Herr Wischnewski, dass diese optimaler,
aber auch teurer ist als die vorherige.
Von den Hohenlimburger Vereinen wurde vorgetragen, dass oftmals Probleme
mit den Schiedsrichtern auftreten, wenn sich die Mannschaften auf dem
Hauptspielfeld auch aufwärmen.
Bei dieser Variante wird daher ebenfalls das Kleinspielfeld mit
Kunstrasen ausgestattet, jedoch qualitativ nicht so hochwertig wie das
Hauptspielfeld.
Die heutige Trainingsbeleuchtung ist marode und technisch nicht mehr auf
dem neusten Stand, so Herr Wischnewski weiter. Diese muss ebenfalls
erneuert werden.
Insgesamt werden 606.000,- € aus der Sportpauschale finanziert; die
restlichen 33.000,- € sollen von den Vereinen übernommen werden.
Herr Heckrodt erläutert, dass die Zufahrt zur Baustelle von den Stellplätzen aus
erfolgen wird.
Um das Spielfeld herum wird ein umlaufender Weg Sauberkeit und Stehfläche
für Zuschauer bieten.
Anhand von alten Plänen wurde festgestellt, dass die Drainage damals
schon nicht auf dem neusten Stand war. Heute entspricht sie erst recht nicht mehr
dem Standard.
Da das Wasser auf dem Platz aber schnell ablaufen muss, wird die Drainage
auch komplett erneuert.
Die Mehrkosten für die Umrüstung des Kleinspielfeldes inkl. der
erforderlichen Linierung betragen rd. 20.000,- €, so Herr Heckrodt
weiter.
Ebenfalls ist die Erneuerung der Flutlichtanlage erforderlich, so Herr
Heckrodt. Die Standorte der alten Masten entsprechen nicht der Norm. U. a. könnte
der Platz nicht optimal ausgeleuchtet werden.
In den bisher ermittelten Kosten wurde die Flutlichtanlage nicht
berücksichtigt.
Hier kommt es zu Mehrkosten von ca. 54.000,- €.
Zum Basketball-Feld erläutert Herr Heckrodt, dass dieses
optimalerweise mit einer Schwarzdecke ausgestattet werden soll. Dies kann aber
auch nachträglich realisiert werden, da eine Zufahrt auf den Platz jederzeit
möglich ist.
Die SPD-Fraktion stimmt der Vorlage zu, so Herr Tenne. Nicht
zuletzt wird hier ein Beschluss des Ausschusses realisiert.
Hinsichtlich einer Rückfrage von Herrn Tenne erläutert Herr Alexander
kurz, dass die Normgröße eine Spielfeldes 68 x 100 m inkl. Sicherheitsabstand
beträgt.
Herr Tenne kommt auf die erfolgten Nachrüstungen am städt. Höing zu sprechen. Die
Flutlichtanlage sei glücklicherweise beim Kirchenbergstadion bereits eingeplant.
Laut Vorlage wollen die Hohenlimburger Vereine auf die Tribünen
verzichten, so Herr Tenne weiter. Im Gegensatz zum Höing könnte man
diese zwar jederzeit nachrüsten, aber es wäre sinnvoll diese evtl. doch in die
konkreten Planungen einzubeziehen.
Wenn bei hochklassigen Spielen aufgrund schlechter Wetterlage der
Rasenplatz nicht bespielbar ist, so Herr Tenne weiter, muss auf den
Kunstrasen ausgewichen werden. Und hier sind nicht genügend Kapazitäten
vorhanden.
Zum Beschlussvorschlag erläutert Herr Tenne, dass dieser vorsieht,
606.000,- € aus der Sportpauschale zu finanzieren, die Gesamtkosten lt.
Vorlagen-Seite Nr. 4 belaufen sich aber auf 639.000,- €. Herr Tenne
bittet um Erklärung dieser Diskrepanz.
Zur Finanzierung erläutert Herr Wischnewski, dass diese zu einem
Teil aus der Sportpauschale (606.000,-
€) erfolgt. Der Differenzbetrag (33.000,- €) wird von den Vereinen getragen.
Aus der Kostenaufstellung in der Vorlagen ist ebenfalls ersichtlich, dass es
sich nur um Drittmittel handelt und keine städt. Eigenmittel einfließen.
Das Thema Tribünen wurde mit den Vereinen intensiv besprochen, so Herr
Wischnewski weiter. Seitens der Vereine kam die Resonanz, wenn Kosten
eingespart werden könnten, dann hier. Flächen für Zuschauer seien auch derzeit
genügend vorhanden.
Die Erfahrungen aus den letzten Jahren zeigen kein großes Risiko, was
evtl. Spielverlegungen angeht, so Herr Wischnewski.
Da der Platz jederzeit befahrbar ist, so Herr Wischnewski weiter,
besteht die Möglichkeit, jederzeit Zuschauertribünen in einigen Jahren nachzurüsten.
Die Vereine können die Situation vor Ort am besten beurteilen. Ebenfalls
wurde durch die Vereine mitgeteilt, dass kein Ballfangzaun erforderlich ist, so
Herr Wischnewski.
Bei Entfernung der alten Platzdecke könne man im Hinterkopf behalten,
dass der entstehende Abraum evtl. stufenförmig aufgeschüttet werden kann, so Frau
Neuhaus.
Die CDU-Fraktion stimmt der Vorlage zu, so Frau Neuhaus weiter.
Man ist erfreut, dass nun der zweite Kunstrasenplatz in Angriff genommen werden
kann.
Herr Alexander erkundigt sich nach dem derzeitigen Belag des Basketballfeldes. Dieser
könnte evtl. eine „Gefahr“ für die Sauberkeit des Kunstrasenplatz
darstellen.
Herr Heckrodt erläutert, dass derzeit ein Aschebelag auf dem Feld liegt. Eine Umrüstung
dieses Platzes ist aber nicht finanziert.
Zwischen den Plätzen befindet sich eine große Rasenfläche, so Herr
Wischnewski. Eine Umrüstung dieses Platzes würde zusätzlich rd. 30.000,-
€ kosten.
Bei schlechtem Wetter besteht immer ein gewisses Risiko, dass
Verschmutzungen auf dem Kunstrasen entstehen, so Herr Wischnewski
weiter. Man werde zunächst 1 Jahr Praxis abwarten, um dann evtl. Maßnahmen
einzuleiten.
Die Vorlage sollte so beschlossen werden, so Herr Dr. Fischer. Zusätzlich
soll die Verwaltung gebeten werden zu prüfen, wie die Risiken einer Verdreckung
möglichst gering gehalten werden können.
Bei schlechtem Wetter wird die Basketballfläche kaum genutzt, fügt Herr
Krippner hinzu.
Frau Niemann bittet darum, dass im Rahmen einer Überprüfung ebenfalls überdacht werden
soll, ob die Basketballfläche mit einem gelenkschonenderem Belag als Asphalt
ausgestattet werden kann.
Nach der Beschlussfassung erläutert Herr Dr. Schmidt, dass für die
Errichtung des nächsten Kunstrasenplatzes der Hagener Norden ins Auge gefasst
wird. Für die Umsrüstung des Sportplatzes Berchum hat der Verein eine große
Eigenleistung i. H. v. 120.000,- € versprochen, so Herr Dr. Schmidt weiter.
Mit diesem Betrag würde man „geködert“, so Herr Dr.
Fischer. Die Erwartungen an den Verein sind groß, so Herr Dr. Fischer
weiter.
Beschluss:
- Der vorgestellten Ausbauplanung wird zugestimmt.
- Die Planungsvariante mit Kleinspielfeld soll zur Ausführung kommen, wenn sich die Hauptnutzer der Sportanlage im Vorfeld bereit erklären für die Mehrkosten aufzukommen.
Anderenfalls soll die ursprüngliche Planung realisiert werden.
- Die Trainingsbeleuchtung soll ebenfalls erneuert werden.
- Die Basketballfläche soll zu einem späteren Zeitpunkt realisiert werden.
- Die Ausbaukosten in Höhe von 552.000,-- € für die Sanierung des Sportplatzes und 54.000,-- € für die Trainingsbeleuchtung werden aus der Sportpauschale bereitgestellt.
- Die
Verwaltung wird beauftragt, zu prüfen, wie die Risiken einer Verdreckung
des Kunstrasens durch den angrenzenden Ascheplatz, der als Basketballfeld
genutzt wird, möglichst gering gehalten werden können.
Desweiteren soll bei nachträglicher
Umrüstung dieses Ascheplatzes geprüft werden, ob statt einer Teerdecke ein möglichst
gelenkschonenderer Belag zum Einsatz kommen kann.
