18.12.2008 - 4.2 Vorschlag der FDP-Fraktionhier: Errichtung eine...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.2
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 18.12.2008
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- OB/A Amt des Oberbürgermeisters
- Bearbeitung:
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Thielmann bezieht sich auf den von der FDP-Fraktion eingereichten Vorschlag zur
Tagesordnung der als Anlage 4 der
Niederschrift beigefügt ist, und hebt zunächst hervor, dass ein
sozialverträglicher Ab- und Umbau der Verwaltung ohne betriebsbedingte
Kündigungen erfolgen sollte. Die in dem FDP-Antrag präzise enthaltenen
Ausführungen zum Stellenab- und umbau würden zum Einsparvolumen beitragen.
Informationen, wie Beurlaubungen, Stundenreduzierungen usw. im Zusammenhang mit
den bei der Verwaltung zu besetzenden Stellen, seien für die weitere Stellenplanung
erforderlich. Trotz der immer wieder erforderlichen Wiederbesetzung, würden
einige Personalstellen wegfallen, so dass eine Verdichtung von Arbeitsaufgaben
die Folge sein werde. Ohne eine konkrete Umgestaltung und Aufgabenkritik könnte
keine Lösung zur Reduzierung der Personalkosten erreicht werden. Dabei dürfe
die Fürsorgepflicht der vorhandenen tätigen Mitarbeiter nicht vergessen werden.
Die Bereiche Feuerwehr und Kindergärten sollten von den Einsparungen
ausgenommen werden. Die Verwaltungseinheiten, von deren Wirken kleine und
mittelständische Unternehmen profitieren würden, sollten gestärkt werden. Die
FDP-Fraktion vertritt die Meinung, dass die Politik eindeutig erklären müsste,
welche Aufgaben mit welcher Intensität erledigt werden sollten. Der Rat sollte
selbst handeln und eigene Vorschläge zur Konsolidierung machen und nicht auf
die Sparvorschläge des Mentors warten bzw. reagieren.
Herr Röspel erklärt für die CDU-Fraktion, dass diese dem Antrag der FDP grundsätzlich
zustimmen könnten, halten aber den Zeitpunkt für eine Diskussion in dieser
Angelegenheit aufgrund des noch ausstehenden zweiten Sparpaketes für verfrüht. Herr
Röspel schlägt vor, den Antrag gemeinsam mit dem zweiten Sparpaket zu
beraten.
Herr Jochen Weber hält die Verschiebung und gemeinsame Beratung
des Antrages mit dem zweiten Sparpaket für sinnvoll. Der Stellenabbau innerhalb
der Verwaltung in Höhe von rd. 600 dürfe niemals über betriebsbedingte
Kündigungen erfolgen. Darüber hinaus sollten alle Überlegungen zur
Konsolidierung des Haushaltes in das Projekt MoVe einfließen.
Herr Sondermeyer verweist auf die bestehende Wirtschaftskrise und hält einen geplanten Stellenabbau innerhalb der Verwaltung für nicht sinnvoll. Die Landesregierung NRW habe dazu beigetragen, dass aufgrund zusätzlicher gesetzlicher Aufgaben, zusätzliches Personal eingestellt werden musste.
Wer rd. 600 Stellen innerhalb der Verwaltung kürzen möchte, so Herr Riechel, sollte auch deutlich machen, welche Aufgaben zukünftig nicht mehr wahrgenommen sollten. Darüber hinaus sei eine klare Aussage zu treffen, wie dies rechtlich umgesetzt werden sollte. Der sozialverträgliche Abbau von rd. 600 Personalstellen, indem von der FDP-Fraktion vorgestellten Zeitraum, sei eine Illusion.
Frau Machatscheck merkt an, dass sich der Personalausschuss dahingehend verständigt habe, zunächst über das von der Verwaltung zeitnah erstellte Personalentwicklungskonzept zu diskutieren und den von der FDP-Fraktion eingebrachten Antrag mit einfließen zu lassen.
Die Vorgabe zum Abbau von rd. 600 Stellen innerhalb der Verwaltung hält Herr Thielmann bei Betrachtung des demographischen Wandels und der somit einhergehenden sinkenden Einwohnerzahl in Hagen für nicht unrealistisch. Eine Überprüfung der dann noch wahrzunehmenden Aufgaben sei dann unabdinglich.
Herr Marscheider stimmt der Beratung des FDP-Antrages parallel zum zweiten Sparpaket zu. Die finanzielle Schieflage der Stadt könnte nicht ohne Abbau von städtischem Personal wieder in Ordnung gebracht werden. Herr Prof. Dr. Bajohr sollte den Abbau von städtischem Personal massiv in seinen Sparpaketen berücksichtigen.
Herr Dr. Bleicher teilt mit, dass in den nächsten fünf Jahren rd. 647 Stellen innerhalb der Verwaltung aufgrund der Fluktuation frei werden. Ein Teil dieser Stellen seien aufgrund spezieller Anforderungen wiederzubesetzen. Im Personalausschuss wurde bereits ausführlich darüber diskutiert, in welchen Bereichen Stellen unter den gegebenen Rahmenbedingungen eingespart werden könnten. Ein sozialverträglicher Abbau von Personal sei nur möglich mit einer entsprechenden Arbeitsverdichtung bzw. der Einrichtung einer Aufgabenkritikgruppe. Das Personalentwicklungskonzept werde wie vereinbart, in der nächsten Sitzung des Personalausschusses vorgestellt.
Herr Prof. Dr. Bajohr führt aus, dass das zweite Sparpaket Aussagen sowie Vorschläge über den Personalkosten- und Stellenabbau enthalten werde. Herrn Oberbürgermeister Demnitz werde er das Sparpaket am 15. Januar übergeben.
Herr Schulz macht eine Anmerkung zur Personalentwicklung im Bereich des Verwaltungsvorstandes.
Herr Thielmann erklärt sich damit einverstanden, dass der Vorschlag der FDP-Fraktion zusammen mit dem zweiten Sparpaket beraten werde.
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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24,9 kB
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