27.11.2008 - 6.9 Landesprogramm "Kein Kind ohne Mahlzeit"- Teiln...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Herr Strüwer hält es für ein Armutszeugnis in der Gesellschaft, dass es eine solche Situation überhaupt gibt. Gleiches gilt für Eltern, die finanziell in der Lage wären, ihre Kinder mit einer warmen Mittagsmahlzeit in der Schule zu versorgen, sich hierfür aber nicht interessieren. Daher ist es gut, dass es das Programm "Kein Kind ohne Mahlzeit" gibt. Als Beispiele einer regen Trägerbeteiligung nennt er die ev. Jugend und die Caritas, die mit Unterstützung durch Spenden aus der Hagener Bevölkerung in der Lage sind, allen bedürftigen Kindern eine Mittagsmahlzeit im offenen Ganztag zur Verfügung zu stellen und dies ohne Eigenanteil. Herr Strüwer würdigt dies als eine herausragende Leistung. Ihn hat jedoch irritiert, dass offensichtlich vorhandene Mittel seitens der Verwaltung nicht dafür genutzt wurden, um zu prüfen, ob das Programm nicht noch auf andere Schulen mit Übermittagsbetreuung ausgeweitet werden kann. Er bittet die Verwaltung daher, die Situation an diesen Schulen deutlich zu machen, Bedarfe aufzuzeigen und auch aufzuzeigen, mit welchen finanziellen Mitteln man dieses Programm noch ausstatten könnte. Er verweist darauf, dass anscheinend etliche Mittel ungenutzt geblieben, aber noch vorhanden sind. Bei der großen Spendenbereitschaft, die bei Themen, wie diesem besteht, ist Herr Strüwer sicher, dass es möglich sein wird, hier die betroffenen Kinder noch zu versorgen.

 

Herr Kortmann teilt mit, dass die Vorlage am 14.12.2008 im Jugendhilfeausschuss abschließend beraten wird und sichert zu, dass man die Fragen bis zu dieser Sitzung beantwortet, weil dies aus dem Stand nicht möglich ist. Die Verwaltung hat die Erfahrung gemacht, dass das Mittagessen in Ganztagsschulen mit der 7. Klasse "schlagartig" endet. Bei großen Gesamtschulen mit rd. 1000 Schülern hat man nur 50 Kinder, die eine warme Mittagsmahlzeit in Anspruch nehmen. Hier bedarf es einer differenzierten Darstellung. Er hält es für richtig, dass seinerzeit beschlossen wurde, sich auf die Grundschulen im offenen Ganztag zu beschränken, wo es feste Gruppen gibt, die gemeinsam Essen gehen. Er weist darauf hin, dass es sich hier um eine freiwillige Leistung handelt und man das Glück hatte, den städtischen Eigenanteil über die Sparkassenspende finanzieren zu können. Die Verwaltung würde gerne den Kreis der Kinder, die in den Genuss des Programms kommen, erweitern. Da es sich jedoch um eine freiwillige Leistung handelt, vermag er nie zu sagen, wie es im Folgejahr weitergehen wird. Hier fehlt es an Planungssicherheit.

 

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Beschluss:

 

1)     Die Stadt Hagen beabsichtigt, auch im Schuljahr 2009/2010 im Bereich der Offenen Ganztagsschule am Landesprogramm „Kein Kind ohne Mahlzeit“ teilzunehmen.

2)     Der Teilnehmerkreis am o. g. Landesprogramm wird ab dem Schuljahr 2008/2009 um die Schüler der Förderschule Wilhelm-Busch erweitert.

3)     Für den städtischen Eigenanteil stehen 100.000 € aus der Sparkassenspende 2007 sowie voraussichtlich 100.000 € aus der Sparkassenspende 2008 zur Verfügung.

 

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Abstimmungsergebnis:

X

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

 18

Dagegen:

 0

Enthaltungen:

 0

 

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