05.11.2008 - 7.1 Reduzierung des Zuschusses an die Hagener Verso...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7.1
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hohenlimburg
- Datum:
- Mi., 05.11.2008
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- OB/BC Beteiligungscontrolling
- Bearbeitung:
- Jürgen Reiß
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Herr Schumacher berichtet ausführlich über den Stand der Diskussionen in den
Bürgerversammlungen und den sich daraus ergebenden Alternativen zur bisher
vorgestellten Vorlage. Sehr kritisch wurde in der Bevölkerung die Maßnahme
Buslinien einzustellen gesehen. Es wurde deutlich, dass der Weiterbetrieb
bestehender Linien eine größere Bedeutung habe, als dies seitens der Verwaltung eingeschätzt wurde. Es
bedeutet, dass auch mit wenigen Busteilnehmern eine Linie bestehen bleiben
müsse. Bei der Aufrechterhaltung des Liniennetzes in den sogenannten
„Randgebieten“ ergebe sich zwangsläufig eine Einsparungsverpflichtung
an anderweitiger Stelle im Stadtgebiet. Das Einsparziel sei vorgegeben. Zurzeit würden alternative Vorschläge, die
aus den Anhörungen der Bezirksvertretungen und der Bürgerversammlungen in das
Konzept einfließen sollen, geprüft. Das überarbeitete Konzept mit
Kommentierungen von der Fachverwaltung und der Hagener Straßenbahn AG werde der
Bezirksvertretung bei einem sehr engen Zeitrahmen in der Sitzung am 10.12.2008
vorgestellt. Die Entscheidung werde im Rat am 18.12.2008 getroffen werden
müssen.
Frau Sauerwein zeigt sich besorgt über die Situation des öffentlichen
Nahverkehrs in Hagen und Hohenlimburg. Sie zählt die Schwierigkeiten der
Bürgerinnen und Bürger auf, z. B.:
·
Seniorenheime in der Zeit des demografischen Wandels gut zu erreichen
oder
·
Arbeitsplätze im Lennetal seien nur unter hohen Wartezeiten von den Arbeitnehmern bei Schichtwechsel in den Abendstunden zu sichern.
Mobilität gehöre zur Infrastruktur einer Stadt. Abends müsse die
Möglichkeit bestehen bleiben, nach einem Theaterbesuch wieder mit öffentlichen
Verkehrsmitteln von Hagen nach Hohenlimburg zu gelangen.
Herr Leisten zeigt sein Verständnis für die Sparmaßnahme auf. Dabei sei
nicht einzusehen, dass Gebiete von Hohenlimburg gänzlich vom Nahverkehr
abgekoppelt würden.
Herr Niederköppern macht deutlich, dass die Bürgerinnen und Bürger auf
Taktzeiten verzichten würden. Er möchte von der Verwaltung wissen, welche
Beträge bei der Reduzierung tatsächlich eingespart werden würden.
Herr Arnusch ergänzt die vorangegangenen Aussagen, dass die Bürgerinnen
und Bürger bereit seien auf Bedarfsverkehre auszuweichen. Die Anbindung an den
öffentlichen Nahverkehr müsse bei Kostenneutralität für die Fahrgäste erhalten
bleiben. Ausdrücklich bedankt er sich für die Aufnahme der Anregungen in das
erarbeitete Konzept der Hagener Straßenbahn AG und der Fachverwaltung und hofft
auf einen Konsens.
Herr Schumacher erwidert auf die Aussage von Frau Sauerwein bzgl. der
Anbindung der Arbeitsplätze im Lennetal, dass er gerne die ortsansässigen
Betriebe in die Planung miteinbezogen hätte. In dieser Richtung sei sehr wenig
Resonanz erzielt worden.
Herr Spoden weist auf den Beschluss des Rates vom 19.06.2008 hin, demnach müssen 2 Mio. Euro an den
Betriebskosten eingespart werden. Die Nachfrage in den Randbereichen würde sehr
Ernst genommen und Alternativen ausgearbeitet und geprüft.
Für den Bereich Berchum sollle ein Bus durch das Oberdorf über Halden in
die Innenstadt geführt werden. Zwei Buslinien seien nicht zu vertreten.
Für Herbeck sei alternativ zur 526 die Erschließung durch die 515
durchzuführen.
Für Oege, Feldstraße und Waldsaum wären alternative Bedienungsformen denkbar,
z. B. Anrufsammeltaxi, Rufbus. In der Sitzung vam 10.12.2008 werde das
überarbeitete Konzept vorgestellt.
Frau Kuschel- Eisermann regt an, die Bushaltestelle „Gosmann“
bei einer höheren Inanspruchnahme funktioneller zu gestalten, z. B. durch Bänke
Beleuchtung und behinderten gerecht. Für das Behindertenheim schlägt sie einen
Kleinbus mit Rufbereitschaft vor.
Frau Schönke fragt, ob es nicht möglich sei, die Linie 522 auch durch das
Oberdorf Berchum fahren zu lassen.
Herr Arnusch meint, dass eine Direktverbindung von „Gosmann“
eher nach Hohenlimburg als nach Hagen gewünscht sei. Weiter möchte er wissen,
ob eine finanzielle Förderung von Sammeltaxis möglich sei, um die Benutzung
preisgleich zur Busfahrt zu gewährleisten.
Herr Reinke fragt, ob der Nachtexpress bei Bedarf über das Oberdorf und
ob die Linie 525 über den Hauptbahnhof geführt werden könne. Er möchte die
Schulkinder nicht vergessen sehen, die die Linie 536 benutzen.
Herr Spoden erklärt, dass die große Schleife durch das Oberdorf aus
Zeitkapazitäten nicht mit dem Nachtexpress gefahren werden könne. Der
Schülerverkehr sei nicht Beratungsgegenstand und für die Linie 525 Richtung
Innenstadt- Bahnhof gebe es noch keine annehmbare Lösung.
Herr Schumacher bittet um Verständnis, dass bei den Sparmaßnahmen nicht
alle Wünsche erfüllt werden könnten. Einige würden sich sogar gegenseitig
widersprechen. So müsse eine abgewogene Lösung gefunden werden. Er weist auf
die vielseitig angesprochenen Taktausdünnungen hin. Dies sei nicht unbegrenzt
möglich. Anschließend seien die Busse überfüllt und es käme zu Schwierigkeiten
bei der Personenbeförderung.
Frau Kuschel- Eisermann möchte, dass die Linie 538 verständlicher gekennzeichnet werde.
Es sei für Fahrgäste, die nicht häufig am öffentlichen Nahverkehr teilnehmen,
nicht nach zu vollziehen, warum sich die Linie 536 in die Linie 538 umwandele.
Weitere Diskussionsbeiträge ergeben sich nicht.
Herr Leisten möchte wissen, wie mit dem TOP weiter verfahren werde.
Herr Schumacher verdeutlicht das weitere Verfahren um die Grundversorgung
in den örtlichen Randgebieten zu gewährleisten.
So werde durch die Fachverwaltung
und der Hagener Straßenbahn AG eine parallele Vorlage mit eingearbeiteten und auf
Kosten überprüfte Vorschläge zum jetzigen Konzept entwickelt. Diese werde mit
den einzelnen Bezirksvertretungen beraten und abgestimmt werden, anschließend
mit Empfehlungen an den Hagener Rat weitergeben und dort am 18.12.2008
beschlossen.
Weitere Wortbeiträge erfolgen nicht.
Herr Hulvershorn vertagt den Tagesordnungspunkt auf die Sitzung am
10.12.2008, so können die zusätzlichen Empfehlungen in der Bezirksvertretung
vorgestellt und beraten werden.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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1,7 MB
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