22.10.2008 - 4 Bericht über die Gespräche mit dem Stadtsportbu...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4
- Gremium:
- Sport- und Freizeitausschuss
- Datum:
- Mi., 22.10.2008
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- SZS - Servicezentrum Sport
- Bearbeitung:
- Katja Bannenberg
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Tenne bittet um Darstellung eines kurzen Sachstandes zu den Haushaltskonsolidierungsgesprächen
mit dem Stadtsportbund, damit man mit diesem Wissen nach Außen vertreten kann.
Herr Dr. Schmidt gibt einen Überblick über die derzeitigen Sportentwicklungsthemen, bei
denen es teilweise um Einsparungen geht. Bei manchen soll aber auch nur ein
„Signal“ gesetzt werden (siehe auch Anlage zum Protokoll).
Es wurden u. a. Überlegungen angestellt, Sportplätze aufzugeben. Einige
Grundstücke wurden unter verschiedenen Gesichtspunkten geprüft, wo eine andere
Nutzung möglich ist. Derzeit erfolgt die Bewertung der Ergebnisse. Ebenfalls
ist angedacht, Plätze in die Verantwortung der Vereine zu übergeben, so Herr
Dr. Schmidt weiter.
Der Stadtsportbund wurde gebeten, Modelle zu erstellen, wo Plätze zur
Miete oder Pacht an Vereine übergeben werden können bzw. wo dies vertraglich
möglich ist, so Herr Dr. Schmidt. Die Vereine könnten so effektiver
handeln.
Über das Sportamt ist bereits in anderen Städten angefragt worden, wie es
dort gehandhabt wird.
Der Spielbetrieb in solchen Anlagen soll dann so geregelt werden, dass
nicht nur der ansässige Verein das Sagen hat, sondern auch die Sportverwaltung.
Die Entwicklung betr. der Aufgabe von Schulstandorten bedeutet auch
gleichzeitig die Reduzierung des Sportangebotes. Bei Wegfall von Hallen muss
das vorhandene Sportangebot optimiert bzw. verdichtet werden. Es kann auch zu
Reduzierungen kommen, um alle Interessierten „Bedienen“ zu können,
so Herr Dr. Schmidt weiter.
Der Vorstand des Stadtsportbundes hat einen Vorschlag vorgelegt, wie
zukünftig der Neujahrsempfang und die
Ehrung von Sportlern zusammengelegt werden könnte. Der bisherige Sportehrentag
sei verbesserungswürdig. Der SSB möchte hierzu wissen, ob sich die Stadt Hagen
anfreunden kann.
Ebenfalls will der SSB die Diskussion zur Verwendung der Sportpauschale
erneut aufleben lassen. Die Verfahrensweise in anderen Städten soll abgefragt
werden.
Für den Bereich der Erledigung der Sportaufgaben in der Stadt Hagen wird
überlegt, ob es Aufgaben gibt, die ehrenamtlich erledigt werden könnten, so Herr
Dr. Schmidt. Es muss überprüft
werden, ob die Aufgabenorganisation noch zeitgemäß ist.
Herr Dr. Fischer betont, dass die Einsparvorschläge ein gemeinsames Ergebnis aus
Gesprächen zwischen SSB und Sportverwaltung sind. In der Ratssitzung am
04.09.08 hatte der SSB-Vorstand bereits darauf hingewiesen, dass es sich um
gemeinsame Konsolidierungsvorschläge handelt.
Herr Tenne betont, dass dieser Vorschlag zur Tagesordnung sehr wichtig war, um weitere
Hintergrundinformationen zu erhalten. Wenn die Fraktion nicht danach gefragt hätte,
wäre der Ausschuss hierüber auch nicht informiert worden. Dabei handelt es sich
hierbei um wichtige Elemente, die mit den Sparmaßnahmen zusammenhängen.
Herr Tenne ist verärgert darüber, dass der Termin zum Gespräch Sportpauschale wieder
abgesagt wurde. Es wurde derzeit vereinbart im Kreis der Fraktionssprecher zu
überlege, die man unter Einbeziehung der Rechtsvorschriften unter Umständen
trotzdem Wege finden kann, vereinseigene Anlagen zu fördern.
Dieses Gespräch soll in jedem Fall nachgeholt werden und die Ergebnisse dann dem
Ausschuss mitgeteilt werden.
Im der letzen Sitzung wurde bereits wiederholt ausführlich über die
Sportpauschale berichtet, so Frau Neuhaus. An den Ausführungen der
Kämmerei hat sich nichts geändert. Auch Frau Neuhaus hält eine
Zusammenkunft der Politik für wichtig. Wenn im Einzelfall Vereine Unterstützung
brauchen, muss man unter Einhaltung des Gesetzestextes Lösungen finden.
Es besteht große Bereitschaft, den Vereinen zu helfen, so Herr Dr.
Fischer. Man muss Gespräche unter Einbeziehung des Mentors führen. Dieser
appelliert an das in finanzieller Hinsicht angemessene bürgerschaftliche Engagement.
Die Vereine mit eigenen Anlagen engagieren sich seit Jahrzehnten, betont Herr
Dr. Fischer. Daher hat der Ausschuss sich auch ausdrücklich für eine
Einzelfallentscheidung ausgesprochen und nicht für eine etwaige Pauschale an
die Vereine.
Herr Dr. Fischer sieht einem Gespräch mit dem Mentor vor diesem Hintergrund erfolgsversprechend
entgegen.
Mit der Übertragung der Befugnisse über diese Mittel an den SSB hat Herr
Dr. Fischer keine Probleme. Er erinnert nur an den vergangenen
„Testversuch“, der ja leider gescheitert ist.
Zu diesem Testversuch könne er nicht viel sagen, so Herr Thieser.
Bei einer etwaigen Übertragung der Befugnisse müssen mehr
Hintergrundinformationen an den SSB weitergegeben werden. Ebenfalls wichtig
wäre die Koordination z. B. zwischen SFA und SSB.
Ziel des Stadtsportbundes ist es nicht, so Herr Thieser weiter,
Aufgaben von der Stadt Hagen zu übernehmen und dann in eigener Verantwortung
auszuführen. Wichtiger ist es, die Parallelität von Aufgaben, die derzeit vom
SSB und der Stadt Hagen wahrgenommen werden, aufzuheben. Es soll Geld
eingespart werden, wenn die Aufgaben nur einmal erledigt werden. Die Erledigung
der Sportaufgaben soll konzentriert werden, auch unter stärkerer Einbeziehung
der Vereine.
Es geht dem Sportbund nicht darum, einen Prozentualen Anteil aus der
Sportpauschale für die Vereine zu fordern, so Herr Thieser weiter.
Vereine mit eigenen Anlagen konnten früher bei Investitionen Zuschuss-Anträge
beim Land oder der Bezirksregierung stellen. Diese Zuschüsse sind weggefallen.
Wenn Vereine Investitionen tätigen wollen oder müssen und nicht wissen,
wie sie es finanzieren sollen, wären Zuschüsse aus der Sportpauschale eine
Ersatzmöglichkeit.
Jede Stadt kann im Rahmen ihrer kommunalen Selbständigkeit und nach
Rücksprache mit dem Innenministerium selber entscheiden, wie sie über die
Sportpauschale verfügt, betont Herr Thieser nochmals. Die Sportpauschale
ist lt. Gesetz nicht nur für städt. Anlagen vorgesehen.
Herr Dr. Fischer betont die Diskussionsbereitschaft der Fraktionen. Die Einführung der
Sportpauschale wurde damals begrüßt, da diese nicht zu allg. Deckungsmitteln
des Haushaltes degradiert werden kann. Die Sportpauschale bedeutet somit eine
Reduzierung der Mittel für den Sportbereich aus dem regulären Haushalt.
Es werden weitere Gespräche mit dem Sportamtsleiter, dem
Stadtsportbund-Vorsitzendem und ihm geben, so Herr Dr. Schmidt. In der
Sportkommission soll regelmäßig darüber berichtet werden.
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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