27.08.2008 - 11 Raumordnungsverfahren zur geplanten Erdgastrans...

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Berichterstatter Herr Weiß. Unter Beteiligung von Herrn Meilwes und Herrn Borgmeier wird erörtert, wie groß die tatsächliche Breite der Trasse sein wird. Hierfür ist ausschlaggebend, ob die jeweiligen Schutzstreifen der Gasleitungen sich überlappen dürfen. Sollte dies nicht möglich sein, wäre die Eingriffsbreite wesentlich größer als 30 m, was für viele 62er Biotope, geschützten Landschaftsbestandteile oder z. B. das NSG „Ochsenkamp“ die Zerstörung bedeuten würde. Betrachte man weitere Zwangspunkte, wie z. B. geplante und vorhandene Bebauung, so könne auch innerhalb des 600 m Streifens den verschiedenen Schutzgebieten und Wäldern (z. B. NSG „Ochsenkamp“) nicht  ausgewichen werden.

 

Herr Borgmeier empfindet die Überplanung von Sportplätzen, Entwässerungseinrichtungen und der Natur als eine Katastrophe. Herr Thiel erklärt, dass die geplante Trasse aufgrund diverser Zwangspunkte die Zerstörung des geschützten Landschaftsbestandteils (Nr. 1.4.2.25) an der „Sudfeldstraße“ zur Folge hätte. Er betont, wie viel ehrenamtliches Engagement, wie z. B. die Errichtung von Uferschwalbenwänden und Teichen, in den letzten Jahrzehnten in das Gebiet investiert worden sei. Für den NABU-Stadtverband stellt die Planung ebenfalls eine Katastrophe dar. Er regt an, in die Leitung diesem Bereich in der Straße zu verlegen. Herr Weiß betont noch mal, dass es sich um ein Raumordnungsverfahren handelt, bei dem es nicht um die Feintrassierung gehe. Diese sei in einem folgenden Planfeststellungsverfahren festzulegen.

 

Seitens Herrn Meilwes, Herrn Freier, Herrn Bögemann und Herrn Seidel wird die kurze Frist kritisiert, die die Bezirksregierung zur Stellungnahme gibt. Ferner wird kritisiert, dass Trassenvarianten, wie z. B. eine Parallelführung zur WINGAS-Trasse im Hagener Norden, nicht zur Disposition gestellt werden.

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Beschluss:

Der Landschaftsbeirat Hagen lehnt die geplante Trasse mit den folgenden Hinweisen ab:

 

1.)   Der Landschaftsbeirat Hagen empfindet es als Zumutung, dass innerhalb der kurzen Frist über die Trassenvariante ohne ausreichende Detailinformationen entschieden werden soll.

 

2.)    Es ist näher zu begründen, warum andere Trassenalternativen außerhalb und innerhalb von Hagen nicht inhaltlich vorgestellt und zur Diskussion gestellt werden.

 

3.)   Der Landschaftsbeirat sieht für die geplante Trasse innerhalb Hagens so viele Problembereiche und Raumwiderstände, dass die Verlegung der Gasleitung hier nicht denkbar ist.

 

Der Landschaftsbeirat Hagen bittet darum, seine Hinweise direkt an die Bezirksregierung weiterzuleiten.

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Abstimmungsergebnis:

x

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

        10

Dagegen:

          0

Enthaltungen:

          0

 

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