27.08.2008 - 4 Programm zur Sanierung der städtischen Gebäudeh...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Mi., 27.08.2008
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 23 Fachbereich Immobilien, Wohnen und Sonderprojekte
- Bearbeitung:
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Frau Kramps berichtet,diese Vorlage habe schon einige
Gremien durchlaufen. Sie fragt, ob noch einmal der Vortrag der Verwaltung
gewünscht werde. Das ist nicht der Fall.
Frau Suda spricht das Gebäude des Kulturzentrums Pelmke
an und möchte wissen, welchen Wert diese Gebäude eigentlich noch hat.
Möglicherweise könnte Frau Grebe, die anwesend ist, diese Frage
beantworten. Normalerweise überlege man sich, ob man doppelt soviel Geld in
eine Renovierung investiere, wenn ein Objekte nur noch einen gewissen Wert
habe. Sie plädiere dafür, alles noch einmal zu überdenken, wenn es möglicherweise
eine Alternative zu diesem Gebäude gebe.
Frau Grebe kann diese Frage im Moment nicht genau
beantworten, jedenfalls sei der wirtschaftliche Wert des Hauses nicht mehr sehr
hoch. Der ideelle Wert sei aber seitens der Politik eben sehr hoch eingeschätzt
worden. Es gebe den Vorschlag von Herrn Grothe, zu untersuchen, ob das
Ganze in den Schlachthofbereich verlagert werden könnte.
Damit könne man aber der Pelmke letztendlich
keinen Gefallen tun, denn diese Variante sei deutlich teurer.
Die Möglichkeit, ein anderes Schulgebäude zu
wählen, biete sich tatsächlich frühestens im Jahr 2012. Dies alles habe dazu
geführt, dass man nun das Nötige veranlassen wolle, damit der Betrieb im
Pelmkezentrum weiterlaufen könne.
Frau Suda verweist auf die Zahlen in der Vorlage, wonach
insgesamt nach und nach 210.000 € investiert werden sollen. Ihr
widerstrebe es, diesem Punkt der Vorlage zuzustimmen, weil dieses Vorgehen
nicht ihrem kaufmännischen Denken entspreche.
Frau Grebe betont ausdrücklich, es handele sich hier nicht
um den Vorschlag der Verwaltung, sondern es sei in der politischen Beratung so
entschieden worden und das sei in der Vorlage dokumentiert worden.
Herr Meier möchte den ideellen Aspekt in die Bewertung
einbringen. Es handele sich um einen etablierten Standort, er sehe zur Zeit
auch keine befriedigende Alternative und halte die Investitionen an dieser
Stelle für vertretbar.
Frau Suda bleibt bei Ihrer Auffassung, die Stadt könne
sich gewisse Dinge einfach nicht mehr leisten, dies habe man auch gestern Abend
in dem Vortrag im Heyda-Werk hören können.
Zum Thema Schlachthof macht Herr Gerbersmann
nun klar, diese Alternative funktioniere seiner Meinung nach nun gar nicht. Der
Sanierungsbedarf und die Energiekosten seien dort noch höher. Wegen der katastrophalen
Situation der Energiekosten dort sei man dringend darauf angewiesen, dieses
Gelände einer adäquaten anderen Nutzung, möglichst auch mit Eigentumsübergang,
zuzuführen.
Frau Grebe gibt zu bedenken, wenn man sage, dieser
Standort in Wehringhausen sei nicht mehr für die Pelmke geeignet, werde es
voraussichtlich auch keinen anderen geeigneten Standort geben.
Herr Fritzsche verweist auf den
sozio-kulturellen Aspekt, den die Pelmke erfülle und der lasse sich schlecht in
€ beziffern. Wenn man sich die Folgen einer Verlagerung der Pelmke für
Wehringhausen überlege, hält er die Investitionen für gut angelegt.
Herr Jobst möchte zum Thema Hohenhof sprechen. Man habe gesehen, dass Teile der Kosten
dort nicht vom Objekt Hohenhof verursacht werden, sondern von einem zweiten Objekt.
Dies sei der Pavillon des Theater Firlefanz.
Er fragt, welche Kosten bezogen auf Strom, Heizung und Wasser entstehen,
die von Firlefanz auf den Hohenhof übertragen werden.
Außerdem möchte er wissen, welche Maßnahmen notwendig sind, um die
exakten Kosten für den Betrieb Firlefanz aus dem Hohenhof herauszurechnen,
damit man die reinen Kosten für den Hohenhof erkennen könne.
Frau Kramps bittet, diese
Fragen gleich noch einmal im nichtöffentlichen Teil der Sitzung zu stellen,
weil es sich um Fragen handele, die nicht im öffentlichen Teil erörtert werden
sollten.
Herr Jobst ist damit
einverstanden.
Herr Behm möchte Frau
Grebe zum Thema „Forsthäuser“ befragen.
Frau Kramps stellt klar,
dieses Thema sei nicht Angelegenheit des KWA, wenn überhaupt bittet sie, diese
Fragen unter dem TOP „Anfragen“ zu stellen.
Herr Dr. Fischer würde
gerne anlässlich der Kulturhauptstadt 2010 den Busen der Damen an der vorderen
Theaterfassade entmoost sehen. Auch die seitliche Fassade müsse dringend
gestrichen werden.
Er plädiert dafür, dass die Verwaltung untersucht, ob es nicht möglich
ist, die Fassaden so herzurichten, dass das Theater im Jahr 2010 herzeigbar
ist.
Er fügt an, man solle doch zusammen versuchen, die Hagener Maler- und
Lackiererinnung dafür zu gewinnen, eine Art Leuchtturm ihrer Arbeit anhand des
Theaters vorzuzeigen. Es sei doch einen Versuch wert, dies einmal zu
untersuchen.
Diesen Appell hält Frau Kramps für eine tolle Sache, sie hofft,
dass es auch gelingen möge. Vielleicht könne ja die Presse diesen kleinen Wink
aufnehmen.
Die andere Sache sei sicher beim Kämmerer gut aufgehoben.
Herr Gerbersmann hat kein
Problem damit, diesen Wunsch des KWA aufzugreifen. Er wird die
Kreishandwerkerschaft in diesem Sinne anschreiben. Vielleicht könne man wenigstens
ein Teilsponsoring erreichen.
Er berichtet, die Gebäudewirtschaft habe versucht, die Fassade des
Theaters zu verbessern, leider sei es an den Seitenfassaden nicht mit einem
Anstrich getan, dort sei eine Sanierung des Putzes erforderlich.
Ob man die Maßnahme vorziehen könnte, kann er im Moment nicht sagen,
wahrscheinlich müsse man eher einen Austausch vornehmen, das hänge aber davon
ab, was die GWH an Arbeiten bewältigen könne.
Ob ein solcher Tausch vorgenommen werden kann, müsste Frau Grebe
besser beantworten können.
Frau Grebe verweist auf
die Liste in der Vorlage, aus der man sehen könne, dass bereits eine Million
€ bei den Fassadenarbeiten abgesetzt worden ist. Man wolle eben versuchen,
nicht die ganze Fassade zu erneuern, sondern mit schonenden Maßnahmen das Alte
zu erhalten. Es müsse so zusammenpassen, dass die GWH die Arbeiten schaffen
kann und dass auch die Kämmerei die Finanzierung bereitstellen könne.
Sie werde noch einmal prüfen, ob man eine andere größere Maßnahme
eventuell nach hinten schieben könne und im übernächsten KWA darüber berichten.
Frau Kramps findet, dass
sich das sehr gut anhört und sie hofft, dass das Theater möglicherweise bald
erstrahlt.
Beschluss:
1.
Der Rat stimmt den Empfehlungen der Arbeitsgruppe Rat / Haupt- und
Finanzausschuss / Verwaltung vom 23.04.2008 zu.
2.
Der Rat beschließt die Umsetzung der in der anliegenden Liste zum
Programm zur Sanierung der städtischen
Gebäude aufgeführten Maßnahmen
- für das Jahr 2009 in Höhe von
12.402.150,- €,
- für das Jahr 2010 in Höhe von 15.975.000,- €,
- für das Jahr 2011 in Höhe von 11.826.400,- €,
3. Der Betrag von 48.501.850,-
€ (8.298.300,- € für das Jahr 2008, 12.402.150,- € für das
Jahr 2009, 15.975.000,- € für das Jahr 2010, 11.826.400,- € für das
Jahr 2011), gem. beiliegender Liste vom 07.07.08, ist als Rückstellung in die
Eröffnungsbilanz einzubuchen.
4. Bei sämtlichen Gebäuden, die für
die Erfüllung städtischer Aufgaben nicht notwendig sind, ist ein Verkauf zu
überprüfen.
5. Dem Rat ist bis zum 31.03.2009 ein
Zwischenbericht vorzulegen.
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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