26.08.2008 - 4.6 Aufstellung eines Lärmaktionsplans für Hagen

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Berichterstatter: Herr Schumacher

 

Im Rahmen seiner Berichterstattung geht Herr Schumacher ausführlich auf den Inhalt der Vorlage ein. Insbesondere verweist er auf einen im Sitzungsraum ausgehängten Plan des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV),der auch im Internet veröffentlicht sei, auf dem eine Kartierung der am meisten mit Lärm belasteten Bundes- und Landesstraßen zu sehen ist.

Von der Verwaltung müsse dieser Plan um die Straßen ergänzt werden, die lärmbelastet, jedoch nicht Bundes- oder Landesstraßen seien.

Zusätzlich verweist er auf einen Plan der Verwaltung, bei dem deutlich werde, wo und wie viele Anwohner an den entsprechenden Straßen mit Lärm belastet sind.

 

Ähnlich wie beim Luftreinhalteplan müsse versucht werden, diese Tatsache zu minimieren. Diese beiden Pläne seien sicherlich im engen Konsens zu sehen, seien jedoch schwierig in Einklang zu bringen.

Beim Lärmaktionsplan seien, im Gegensatz zum Luftreinhalteplan, Gebiete mit geringer Belastung kein Ausweichpotential.

 

Herr Glaeser verweist auf zwei Gebiete, die von Anwohnern mehrfach als stark lärmbelastet angezeigt werden und zwar die Loxbaumstraße durch Lärm von der Feithstraße und das Gebiet Heinitzstraße/ Autobahnzubringer. Er bittet diese Gebiete auch mit einzubeziehen.

 

Frau Schümer fragt nach, ob die Zahlen auf Verkehrszählungen basieren und ob man den Zusammenhängen mit der Feinstaubproblematik Rechnung tragen könne.

 

Hierzu sagt Herr Schumacher, dass dort, wo keine Verkehrszählungen vorliegen, die Mengen berechnet werden, die dann durch Zählungen meist bestätigt werden können und diese Zahlen die Basis darstellen.

Auch er sehe Zusammenhänge mit der Feinstaubproblematik. Es gäbe jedoch von der EU keine Vorstellungen, wie die Pläne aufeinander zu beziehen seien.

Eine gegenseitige Negativauswirkung könne nicht ausgeschlossen werden.

 

Auch Herr Löwenstein sieht erhebliche Widersprüchlichkeiten der Pläne und sieht wenig Lösungsmöglichkeiten.

 

Herr Homm gibt zu diesem Thema zu bedenken, dass wegen der weiteren Einsparungen beim ÖPNV leider keine Individualverkehre auf den ÖPNV zu verlagern sein werden.

 

Herr Glaeser lässt über den Beschlussvorschlag der Verwaltung abstimmen.

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Beschluss:

Die Bezirksvertretung Hagen-Mitte empfiehlt dem Rat der Stadt Hagen folgenden Beschluss zu fassen:

 

  1. Der Bericht der Verwaltung zum Stand der Lärmkartierung in Hagen wird zur Kenntnis genommen.

 

  1. Die Verwaltung wird mit der Nacherfassung der nicht kartierten Straßenabschnitte bis zum ersten Quartal 2009 beauftragt.

 

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, auf der Grundlage einer vollständigen Lärmkartierung Straße/Schiene einen Lärmaktionsplan aufzustellen.
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Abstimmungsergebnis:

X

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

 18

Dagegen:

 0

Enthaltungen:

 0

 

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