30.06.2008 - 2 Antrag auf Ausnahme von den Verboten des Landsc...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Sitzung:
-
Sitzung des Umweltausschusses
- Gremium:
- Umweltausschuss
- Datum:
- Mo., 30.06.2008
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 14:05
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB69 - Umweltamt
- Bearbeitung:
- Ria Tommack
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Berichterstatter: Herr Bothmann (Investor), Herr Hemmer (Büro Ökoplan)
Herr Heicappell und Herr Roß erläutern die Standortwahl sowie Planung
hinsichtlich der Infrastruktur. Auf die Ausführungen von Herrn Warmeling
bezüglich möglicher Schäden an den Bäumen durch die Befestigung der Plattformen
erklärt Herr Bothmann, der ökologische Aspekt stehe für ihn im Vordergrund. Die
Nutzung finde nur in geringem Maße auf der Erde, ansonsten in der Luft statt. Öffnungszeiten
seien die Monate März bis Oktober, pro Tag seien 100 Besucher zu erwarten. Herr
Hemmer weist darauf hin, dass ergänzend zu dem landschaftspflegerischen
Begleitplan Artenlisten erstellt worden seien, jedoch keine Rote-Liste-Arten
festgestellt wurden. Auswirkungen auf Amphibienwanderungen könnten einzig durch
die geplanten Mulchwege entstehen. Frau Priester-Büdenbender und Herr Meilwes
beziehen sich nochmals auf das Problem
der Baumschädigungen durch die an die Bäume gepressten Plattformen. Es sei
die Frage zu stellen, ob nach
„Verbrauch“ der Bäume (kalkulatorisch nach 15 Jahren) ein anderes
Grundstück beansprucht werde und was bei unvorhergesehenen Ereignissen
passiere. Herr Bothmann erklärt, in den in Frankreich betriebenen Anlagen
bestehe das Problem der Beschädigung nicht. Die Anlage werde vor Inbetriebnahme
vom TÜV abgenommen. Die Eröffnung eines weiteren Klettergartens in der Stadt
Wetter wertet Herr Bothmann als Interesse an dem Kletterangebot. Auf die
Ausführungen von Herrn Eggert zum Thema Beunruhigungen des Wildes und
Auswirkungen daraus räumt Herr Hemmer ein, dass es zu Störungen komme, das Wild
passe sich jedoch an. Für Herrn Hilker ist der Standort aufgrund der Insellage
hinsichtlich des Wildbestandes absolut ungeeignet. Herr Hassel zeigt sich
verwundert über den Fortschritt der
Planung und stellt dar, dass bei einer kommerziellen Nutzung mit Auflagen
seitens der unteren Forstbehörde zu rechnen sei und bittet die Stadt Hagen um
intensive Abstimmung. Herr Rüsing spricht die Problematik möglichen Vandalismus
in den Ruhezeiten im Winter an. Herr Schie erklärt, nur bei abschließender
Meinungsbildung und politischer Entscheidung Vertragsverhandlungen einzugehen.
Herr Flack stellt die Frage nach Infrastrukturmaßnahmen (Parkplätze, Toiletten,
…) und wer die Kosten dafür trage. Herr Schie geht davon aus, ein
wirtschaftlich geführtes Unternehmen habe derlei Kosten mit einkalkuliert.
Die Sitzung wird für die Begehung des möglichen Standortes unterbrochen.
Frau
Priester-Büdenbender führt die Sitzung weiter fort und schildert aus Sicht des
Landschaftsbeirates die Probleme an Bäumen, Flora und Fauna mit der Konsequenz
einer möglichen Ablehnung des Projektes. Andererseits sei der wirtschaftliche Aspekt
zu beachten, wahrscheinlich könne auch der Yachtclub partizipieren. Es gehe
letztendlich um die Minimierung der landschaftlichen Einflüsse.
Herr Bothmann möchte den
Klettergarten noch in diesem Jahr eröffnen und im Juli mit den Arbeiten
beginnen. Herr Pieper vermutet, die Entscheidung der Forstbehörde werde längere
Zeit in Anspruch nehmen. Konfliktpotentiale zwischen Fußgängern, Radfahrern und
Autofahrern ergeben sich aus Sicht von Herrn Pieper aus der bestehenden Wegeverbindung.
Herr Meilwes stellt die Frage der Behandlung in Form einer Ausnahmegenehmigung
oder Befreiung nach Landschaftsgesetz und hält im Zusammenhang mit den im
gesamten Bereich Harkort-/ Hengsteysee geplanten Freizeitaktivitäten eine UVP
für erforderlich, um eine summarische Zusammenfassung der Belastung zu
erfassen. Dies wird von Herrn Roß abgelehnt, da keine weiteren akuten Maßnahmen
durchgeführt werden und somit eine UVS nicht gerechtfertigt sei. Herr Thomys
teilt mit, im Rahmen der Baugenehmigung sei keine UVP gefordert. Herr Flack möchte
zunächst Auflagen und Forderungen informiert werden, bevor über das Projekt
abgestimmt werde. Herr Breddermann beantragt, in der nächsten UWA-Sitzung zu
entscheiden.
Die Beratung wird nach
einer Sitzungsunterbrechung von 16.10 Uhr bis 16.25 wieder aufgenommen.
Frau
Priester-Büdenbender teilt den ablehnenden Beschluss des Landschaftsbeirates
mit.
Herr Warmeling weist
darauf hin, dass seine heutige Zustimmung zum Vorgehen nicht als generelle
Zustimmung zu dem Projekt gewertet werden könne.
Anlagen zur Vorlage
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