17.06.2008 - 18 Stadtumbau West - Oberhagen / EilpeMaßnahme "Vo...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 18
- Gremium:
- Stadtentwicklungsausschuss
- Datum:
- Di., 17.06.2008
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Dieter Althaus
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Für Herrn Dr. Ramrath ist die Wertigkeit einer so
teuren Maßnahme in Frage zu stellen. Auch beständen Bedenken gegenüber dem
Planungsbüro, welches zwar das Projekt reduziert habe, jedoch nicht die Kosten.
Er sei nicht bereit, ein Projekt in dieser Form zu unterstützen. Natürlich sei
eine Brücke gewollt, aber ein Bauwerk mit einem derartigen Volumen würde zuviel
Mittel binden im Verhältnis zu anderen Projekten.
Für Herrn Meier war nicht die architektonische
Ausformung des Projektes wichtig, sondern die Entstehung einer schlüssigen
Wegeverbindung hinter der ein Konzept sichtbar sei. Die Brücke mache an dieser
Stelle Sinn. Hinsichtlich der Kosten müsse man sich auf die Verwaltung
verlassen, dass auch der Kostenrahmen eingehalten würde. Außerdem habe das
Projekt einen Bewilligungsbescheid zum Hintergrund. Daher sollte seiner Ansicht
nach nicht auf die Brücke verzichtet werden.
Herr Grothe gibt zu bedenken, dass hier ein
Detailpunkt realisiert werden solle, der bereits vom Rat im Rahmen des gesamten
Maßnahmenkonzeptes beschlossen worden sei. Der Kostenrahmen von insgesamt
514.000 € sei eingehalten. Zwei Büros seien mit der Planung beauftragt
worden, die jedoch den Kostenrahmen nicht ganz eingehalten hätten. Mit dem
Büro, das mit seinem Entwurf ausgewählt worden sei, wären Verhandlungen geführt
worden. Der Brückenplaner habe den Entwurf der Brücke reduziert, in dem er sie
verkürzt habe und damit auch die Kosten verringert. Somit bliebe die Brücke in
dem Kostenrahmen, der vorher von der Verwaltung errechnet und vorgegeben worden
sei. Schwierigkeiten hätte es mit dem Grünplaner gegeben, der nicht ausreichend
nachgebessert habe. Daher würde jetzt vorgeschlagen, die Brücke zu vergeben, da
hierfür in der Verwaltung auch keine Kapazität vorhanden sei. Die Grünplanung
solle jetzt von der Verwaltung selbst realisiert werden, in einer anderen
Ausführung und mit anderen Materialien, so dass auch dort der Kostenrahmen
eingehalten werden könne.
Bezogen auf die Fördermittel führt Herr Grothe
aus, dass in Absprache mit der Bezirksregierung alles das, was mit einem
Bewilligungsbescheid in Oberhagen/Eilpe hinterlegt sei, realisiert werden
könne. Es könnten jedoch keine neuen Maßnahmen durchgeführt werden. Wenn jetzt
auf dieses Projekt verzichtet würde, könne das Geld nicht an anderer Stelle in
Hagen eingesetzt werden, es sei weg und würde möglicherweise einer anderen
Kommune zugeteilt. . Falls Einsparungen gemacht würden, sei man aus der Zeitschiene
heraus und die Mittel seien auch weg. Er plädiere dafür, dieses Projekt jetzt
durchzuführen. Es sei eine entscheidende Maßnahme für den Stadtteil, weil es
den Brückenschlag bzw. die Erschließung einer Fläche ermögliche, die heute
überhaupt nicht fußläufig zu erreichen sei. Er halte dies für gut investiertes
Geld in die Zukunft.
Auch Herr Wölm setzt sich für die Umsetzung
dieses Brückenschlages ein. Es handele sich auch als Zugang zu einem neuen
Tierheim und zur Hasselstraße um eine Aufwertung des Stadtteiles Eipe. Da auch
die finanzielle Seite als sicher anzusehen sei, habe die Bezirksvertretung
Eilpe/Dahl sich hierfür einstimmig entschieden.
Auch die Herren Marscheider und Oberste-Berghaus
und Grzeschista sprechen sich für den Bau dieser Brücke aus. Diese schaffe
Erschließungsfunktion, Anschluss an das Fuß- und Radwegenetz Richtung
Innenstadt und das ÖPNV-Netz.
Für Herrn Asbeck ist es völlig unstreitig, dass
eine Brücke und eine Wegeverbindung hier sinnvoll seien. Aber ob dieses Brücke
mit diesem Planungsbüro das geeignete Instrument um dies zu realisieren, sei
fraglich. Nach dem bisherigen Vorlauf könnten hierzu erhebliche Bedenken
bestehen. Auf der einen Seite würde gesagt, die Kosten für die Grünplanung seien zu hoch und auf der anderen Seite halte
man die Kosten für die Brücke für angemessen. Ob auf dieser Basis gearbeitet
werden sollte, halte er für nicht richtig.
Für Herr Grothe ist die Planung eingebettet in
ein vernünftiges Gesamtkonzept. Auf der einen Seite sei ein höchst
qualifizierter Brückenbauer, der sich habe überzeugen lassen, dass die Brücke
auch günstiger gebaut werden könne. Bei der Planung der Grünfläche sei man eben
nicht überzeugt gewesen, dass durch das Büro Einsparungen erzielt werden
könnten. Daher wolle die Verwaltung dies selbst machen.
Wenn die Verwaltung die Gewähr dafür bietet, dass
die Preise gehalten werden können, spricht sich auch Herr Panzer für die
vorgeschlagene Vorgehensweise aus.
Herr Hegerding erklärt, dass zunächst der
Planungsauftrag an den Brückenplaner vergeben werden solle, anschließend
erfolge der Beschluss über die Ausführungsplanung in den entsprechenden Gremien
und der Baubeschluss.
Herr Asbeck lässt über den nachfolgenden
Beschluss abstimmen.
Beschluss:
- Die
Empfehlung des Auswahlgremiums wird zur Kenntnis genommen.
- Auf
der Grundlage des Preisträgerentwurfs soll
die Planung in soweit modifiziert werden, dass der vorgegebene
Kostenrahmen eingehalten wird.
- Die
Verwaltung wird beauftragt, die notwendige Abstimmung mit der
Bezirksregierung Arnsberg bzgl. der für 2008 vorgesehenen Maßnahmen des
Förderprogramms Stadtumbaugebiets Oberhagen / Eilpe vorzunehmen und zu
berichten.
- Die
Verwaltung wird beauftragt, die Brückenplanung an das genannte Büro zu
vergeben.
- Die
Verwaltung wird beauftragt, die Grünplanung selbst zu erarbeiten.
Anlagen zur Vorlage
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