28.05.2008 - 7.5 Entwicklung des Bereiches Parkhaus und Bahnhof ...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7.5
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hohenlimburg
- Datum:
- Mi., 28.05.2008
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:03
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- OB/SZW Servicezentrum Wirtschaft
- Bearbeitung:
- Maria-Fernanda Fortes-Höfinghoff
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Frau Sauerwein äußert ihr Unverständnis für die Errichtung von
Altenwohnungen direkt
an der neuen Brücke. Für das Projekt fordert sie den Investor zu
verpflichten, energiesparende Maßnahmen wie z. B. die Errichtung von
Solarzellen oder eines Blockheizkraftwerkes
vorzunehmen.
Weiter fragt sie, ob der barrierefreie Zugang unter Punkt 10 der Vorlage
darauf schließen lasse, das dieses Thema weiterhin in der Beratung sei.
Herr Schumacher antwortet, dass für den Zugang zum Bahnhof im Gleisverlauf
Richtung Hagen eine barrierefreie Lösung als Idee bestünde. Für die andere
Richtung müsse eine Lösung im Gesamtverfahren entwickelt werden evtl. durch
eine Aufzugsanlage.
Herr Leisten hebt hervor, dass der Architekt Kissing ein Modell zur
Lösung des Parkhausproblems vorgestellt habe. Diese habe bereits Zustimmung in
der Öffentlichkeit gefunden. Durch die vorliegende Verwaltungsvorlage der Stadt
Hagen werde dieser Vorschlag durch die festgelegten Rahmenbedingungen von
vornherein abgelehnt.
Herr Arnusch möchte den Wettbewerb nicht verhindern und meint der Stadt
Hagen solle kein Schaden zugefügt werden. Für Investoren müsse eine möglichst
freie Gestaltung im Entwicklungsraum möglich sein. Anschließend befürworte er
zwischen verschiedenen Projekten zu wählen.
Die CDU- und die SPD- Fraktion hätten einen gemeinsamen geänderten
Beschlussvorschlag erarbeitet, den Herr Arnusch verliest.
(Anmerkung der Schriftführerin: Der
Beschlussvorschlag ist dem Protokoll als Anlage beigefügt.)
Herr Strüwer ist verärgert über die ausgearbeiteten Vorschriften für die
Investoren. Trotz europaweiter Ausschreibung, gegen die man sich nicht
verschließen könne, seien andere Alternativen ausgeschlossen. Seit Jahren
bemühe sich die Politik in Hohenlimburg um Investoren für den Bereich des
Parkhauses und des alten Bahnhofsgebäudes. Er bittet die Verwaltung um eine sachgerechte
Lösung. Er fragt, warum die 90 Stellplätze nicht im öffentlichen Verkehrsraum
zur Verfügung gestellt werden könnten.
Herr Ellinghaus macht deutlich, dass an der Vorlage verschiedene
Fachbereiche beteiligt waren und es in der Zuständigkeit der Bezirksvertretung
lege, den Vorschlag ggfs. abzuändern. Zzt.
seien acht Investoren an einer Verwirklichung des Projektes interessiert.
Frau Sauerwein sieht zwischen dem vorliegenden und dem gemeinsamen
Beschlussvorschlag der CDU- und SPD- Fraktion kaum Unterschiede.
Sie fordert eine ökologische und energiesparende Bauweise von den
Investoren und bittet dies mit in den Beschlussvorschlag aufzunehmen.
Herr Leisten führt ausführlich die Unterschiede der Beschlussvorschläge
auf. Er stimmt Frau Sauerwein zu, dass für die Nutzung der Gebäude alternative
Energien angesiedelt werden können.
Herr Arnusch möchte die Wahl der Energieformen den Investoren überlassen.
Herr Schumacher antwortet auf die Frage von Herrn Strüwer, dass ca. 300
Parkplätze für Bürgerinnen und Bürger aus der Innenstadt Hohenlimburgs und für
die Hohenlimburger Geschäftsleute im Parkhaus errichtet worden seien. 84
Stellplätze seien im Parkhaus dauerhaft vermietet und 6 als Baulast
eingetragen, so würden für private Parkzwecke 90 Stellplätze in diesem Bereich
benötigt. Diese Parkplätze dürfen nicht im öffentlichen Straßenraum eingerichtet
werden.
Herr Strüwer fragt, warum dies für die Parkplätze an der Preinstraße
möglich gewesen sei.
Herr Schumacher erklärt, dass zwischen Kurzzeitparkplätzen und vermieteten
privaten Parkplätzen unterschieden werden müsse. Für die, in der Innenstadt
lebenden Bürgerinnen und Bürger, die sonst keine Möglichkeit hätten ihr
Fahrzeug abzustellen, müsse Ersatz beschaffen werden. Das Parkhaus sei aus
diesem Grund gebaut worden.
Herr Leisten bezweifelt, dass die 90 Stellplätze nicht im öffentlichen
Raum hergestellt werden können.
Herr Ellinghaus zeigt die Gegenfinanzierung der Parkplätze auf.
Herr Strüwer erklärt, dass die 84 vermieteten Parkplätze des Parkhauses
die Kosten nicht decken würden.
Herr Hulvershorn lässt über den gemeinsamen Vorschlag der CDU und der
SPD- Fraktion zu 1. abstimmen.
Frau Sauerwein erinnert an ihren Antrag, dass in den Vorschlag die alternativen
Energien mit aufgenommen werden sollen.
Herr Thau berichtet von den Elbershallen, die mit Solarzellen
ausgestattet worden seien. Dieses Projekt rechne sich nicht. Er möchte die
alternativen Energien nicht verpflichtend in den Beschlussvorschlag einbringen.
Herr Eschenbach schließt sich Herrn Thau
an.
Herr Hulvershorn kündigt eine Pause von 10 Minuten an.
Pause von 17.35 bis 17.46 Uhr
Frau Sauerwein formuliert den Beschlussvorschlag zu 2 neu.
Herr Hulvershorn lässt nach der Pause über den 2. Punkt des
Beschlussvorschlags abstimmen.
Beschluss:
1. Der Rat der Stadt Hagen beauftragt die Verwaltung, die Neugestaltung des Areals im Bereich des Parkhauses und Bahnhofs in Hohenlimburg mit dem Ziel Ansiedlung von Einzelhandelsflächen zu betreiben.
Grundlage sind dabei folgende städtebaulichen Mindestrahmenvorgaben:
Schaffung von 90 Stellplätzen (zusätzlich zum Einzelhandelsbedarf) auch in räumlicher Nähe zum Einzelhandelsstandort.
Der Baukörper soll zur Bahnstraße bis zu drei Geschosse zzgl. eines evtl. Dachgeschosses aufweisen.
Stellplätze können im Grundstücksbereich an geeigneter Stelle ebenerdig und/ oder über dem Einzelhandel im ersten Obergeschoss errichtet werden.
Es soll eine (fußläufige) Verbindung zu dem Gebiet östlich der Langenkampbrücke (Unterquerung) ermöglicht bzw. angeboten werden.
2. Dem Investor wird empfohlen, energiesparende Maßnahmen wie z. B. die Einrichtung von Solarzellen oder eines Blockheizkraftwerkes mit in die Realisierung des Projektes einzubeziehen.
Der unter Ziffer 6 beschriebenen weiteren Vorgehensweise wird zugestimmt.
Anlagen
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(wie Dokument)
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8,3 kB
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