29.05.2008 - 6.15 Integrationskonzept für die Stadt Hagen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.15
- Gremium:
- Haupt- und Finanzausschuss
- Datum:
- Do., 29.05.2008
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 14:05
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Herr Dr. Fischer wiederholt seine Bitte, die Verwaltungsvorlage
im Sport- und Freizeitausschuss beraten zu lassen und unterstreicht die
integrative Wirkung des Sports. Darüber hinaus hatte er um Ergänzung bzw.
Überarbeitung der Verwaltungsvorlage gebeten und kann nicht erkennen, dass dies
erfolgt ist.
Herr Oberbürgermeister Demnitz sichert die Einarbeitung des Sport- und
Freizeitbereichs zu und erklärt ferner, dass er davon ausgeht, dass heute im
Haupt- und Finanzausschuss nur in 2. Lesung beraten wird.
Bei einer Verwaltungsvorlage wie dieser hält es Herr
Riechel für zwingend erforderlich, dass die finanziellen Auswirkungen
erfasst werden.
Der Bereich "Sport und Freizeit" kann
aus Sicht von Herrn Dr. Schmidt zwar eingearbeitet werden, er weist
jedoch darauf hin, dass die Verwaltungsvorlage vom Verwaltungsvorstand nur in
den Beratungsgang gegeben wurde, weil hiermit keine Kosten verbunden sind. Auch
dies ist den erforderlichen Sparbemühungen geschuldet. Herr Dr. Schmidt erklärt
weiter, dass die Verwaltung der Politik keine Konzepte vorstellen möchte, die
nicht finanzierbar sind. Hierfür sollte keine Verwaltungskraft gebunden werden.
Herr Thielmann geht auf die Ausführungen von Herrn Dr. Schmidt ein und erklärt, dass
diese Verwaltungsvorlage bereits Kosten verursacht, indem Verwaltungskraft für
die Erstellung eingesetzt wurde. Diese Personalkosten werden jedoch beim
heutigen Abrechnungsmodus nicht berücksichtigt.
Herr Gerbersmann stimmt der Aussage von Herrn Thielmann zu und
erinnert daran, dass diese sowie die Verwaltungsvorlage unter I.6.16
("Barrierefreies Planen und Bauen im öffentlichen Bereich") im
Auftrag des Rates erstellt worden sind. Er bittet vor diesem Hintergrund darum,
dass die Politik künftig vor Beauftragung im Rat solche Überlegungen mit
einfließen lässt.
Herr Riechel erklärt, dass es einen Hintergrund für die Beauftragung gegeben hat. Es
handelt sich um einen Ausfluss aus dem Zukunftsforum, wo Überlegungen
angestellt worden sind, wie die Stadt Hagen zukunftsfähig gemacht werden kann.
Wenn die angestellten Überlegungen nun einen Erfolg zeigen sollen, so wird im
weiteren Verfahren ein Finanzierungskonzept aufzustellen sein. Dies erscheint
unter den derzeitigen Rahmenbedingungen schwierig zu sein, jedoch muss man
seiner Ansicht nach einen Weg finden, wenn man hier voran kommen möchte.
Es wurden Workshops durchgeführt und die
Bevölkerung eingebunden, erklärt Frau Machatschek. Sie informiert über
die Beratung im Sozialausschuss am 27.05.2008 und weist darauf hin, dass die
Verwaltungsvorlage Aspekte enthält, die man im Zusammenhang mit der Integration
im Auge behalten muss.
Herr Oberbürgermeister Demnitz weist darauf hin, dass das Integrationskonzept
seinen Namen deshalb trägt, weil es sich mit der Integration befasst. Der
Integrationsrat, der in der Stadt Hagen als Modell entwickelt und installiert
wurde, konnte aufgrund der Tatsache, dass er nicht beschlussfähig war, nicht
über diesen Punkt beraten. Vor diesem Hintergrund fällt es ihm leicht, den
Punkt zu vertagen und zunächst den Sport- und Freizeitbereich aufarbeiten zu
lassen. Ihm ist als nächster Termin für die Beratung im Integrationsrat der
03.09.2008 bekannt.
Frau Herms teilt mit, dass aufgrund der nicht gegebenen Beschlussfähigkeit des
Integrationsrates ein neuer Termin
vereinbart wurde. Dies ist der 11.06.2008. Die Sitzung soll um 16 Uhr
stattfinden.
Herr Oberbürgermeister Demnitz vertagt die Beschlussfassung und erklärt, dass
der Sport- und Freizeitbereich mit abzuarbeiten ist.
Bedenken, so zu verfahren, bestehen nicht.
Beschluss:
- Der
vorliegende Sachstandsbericht wird zur Kenntnis genommen.
- Die Verwaltung wird beauftragt, das Integrationskonzept so wie in der Vorlage beschrieben weiterzuentwickeln
- Die bereits laufenden Maßnahmen
· Koordinierung der Integrationskurse sowie bedarfsgerechte Sprachförderangebote der VHS
· Sprachförderangebote des Fachbereiches Jugend & Soziales und der RAA im Elementar- und Primarbereich
sollen in den Jahren 2009 / 2010 fortgeführt werden.
Falls künftig eine Finanzierung über die Sparkassenspende nicht mehr möglich sein sollte, wird die Verwaltung beauftragt, andere Finanzierungsmöglichkeiten kostenneutral darzustellen.
- Es wird eine Stadtteilintegrationskonferenz zunächst für den Stadtteil Wehringhausen durchgeführt.
- Die in Hagen vorhandenen Integrationsangebote werden im städtischen Internetangebot gebündelt dargestellt.
- Die Verwaltung wird beauftragt, ressortübergreifend und unter Beteiligung der freien Träger die weiteren Maßnahmen umzusetzen. Zur Evaluation der Integrationsarbeit sind Daten und Indikatoren zu erheben und auszuwerten.
- Ein weiterer Sachstandsbericht wird bis Mai 2009 erwartet.
Der
Haupt- und Finanzausschuss beauftragt die Verwaltung, die Vorlage zu
überarbeiten und das fehlende Teilgebiet "Sport und Freizeit"
unbedingt noch einzuarbeiten.
