28.05.2008 - 7 Sachstandsbericht: Vorbereitungen zu RUHR.2010 ...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Mi., 28.05.2008
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 41 Kulturbüro
- Bearbeitung:
- Angelika Josten
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Frau Viehoff schickt
voraus, sie stelle heute diese Vorlage in Vertretung für Herrn Gerbersmann
vor. Sie könne keine umfassenden Informationen zur RUHR 2010 geben, da dieses
Thema dermaßen umfangreich sei, dass man erheblich mehr Zeit dafür benötige.
Die Vorlage sei nicht in Hagen entstanden, sondern sie wurde auf Wunsch
vieler Kommunen vom Projektbüro in Essen angefertigt und soll einen Überblick
über den Stand der Dinge geben, ohne dabei ins Detail zu gehen.
Die Vorlage berichte aber über die 2000 Projektvorschläge insgesamt und
über das Prozedere der Auswahl der Projekte. Es habe schon 1600 Absagen gegeben
und man warte nun gespannt auf die Zusagen auch für die Stadt Hagen.
Man wisse, dass die „Ebene II“ bereits als eines der ersten
Projekte überhaupt mit befürwortet worden sei.
Die endgültige Liste der Projekte, die wirklich im Rahmen von RUHR 2010 stattfinden
werden, erwarte man erst im Herbst.
Parallel dazu finden gerade Gespräche zwischen den einzelnen Städten
statt, um zu sehen, welche Programmstrukturen sich dort jeweils jenseits der
eingereichten Projekte entwickeln.
Dabei lege die Kulturhauptstadt zur Zeit ein besonderes Augenmerk auf
Kooperationsprojekte, die in allen Sparten stattfinden sollen. Ein paar davon
seien in der Vorlage zu finden, viele seien aber auch noch nicht bekannt und
auch noch nicht endgültig ausgearbeitet.
Auch in Hagen werde geprüft, an welchen dieser Projekte man sich
eventuell noch beteiligen könne.
Sie schlägt vor, dem KWA in Abständen zu berichten, vielleicht könne sie
im Herbst eine Liste der Projekte vorlegen, an denen sich Hagen beteiligen wird.
Frau Viehoff möchte noch
einen wichtigen Hinweis geben. Das wichtigste Thema, mit dem man sich in Essen
befasst habe, sei die Frage der Finanzen. Von den 53 beteiligten Städten haben nur 2 einen ausgeglichenen Haushalt und
insofern haben alle Kommunen die gleichen Schwierigkeiten, Mittel für dieses
Projekt in den Haushalt einzustellen. Es habe intensive Diskussionen zwischen
der Kulturhauptstadt GmbH, dem Land und den Bezirksregierungen gegeben, ohne
dass es zu einem Ergebnis gekommen wäre.
Die Bezirksregierungen weigern sich, Sonderregelungen für die
Kulturhauptstadt zu treffen, weil sie befürchten, Präzedenzfälle zu schaffen.
Der Deutsche Städtetag habe Ende April einen Beschluss an die Landesregierung
übermittelt, nach dem das Land aufgrund der schwierigen Situation gesonderte
Mittel für die Beteiligten bereit stellt.
Es scheine so zu sein, dass dieser Weg jetzt eingeschlagen wird, man
wisse aber noch nichts Genaueres über das Prozedere und wie viele Mittel dann
in Hagen landen könnten.
Möglicherweise könne auch Herr Dr. Fischer dazu noch mehr sagen.
Herr Dr. Fischer stellt
klar, es handele sich auch um ein politisches Problem, denn es würde ja in den
Augen verschiedener Richtungen eine Bevorzugung des Ruhrgebietes bedeuten, wenn
diese Gelder zur Verfügung gestellt würden. Die Frage sei, ob der Landtag in
seiner Mehrheit bereit wäre, diese Gelder zur Verfügung zu stellen.
Man müsse sehen, dass von vielen Seiten und anderen Regionen mit einer
gewissen Sorge auf die Bevorzugung des Ruhrgebietes geblickt werde. Deswegen
werde da möglicherweise eine politische Entscheidung erfolgen müssen.
Ein anderer Punkt sei, dass er am 07.05. Herrn Pleitgen in seinem
Ausschuss in Essen getroffen habe, der ja eine große Nähe zu diesen
Entscheidungen habe. Man sei sich im Moment bei der RUHR 2010 sicher, dass eine
Phase der Abkühlung eingetreten ist, weil zur Zeit die negativen Bescheide
herausgehen. Immerhin seien schon 1600 Anträge abgelehnt worden.
Für Hagen sei er allerdings sehr optimistisch, mehr wolle er dazu jetzt
nicht sagen.
Herr Klessa fragt, welche
Aussichten das Scratch-Projekt bei den Bewerbungen habe.
Frau Viehoff antwortet,
das Projekt sei natürlich im Gespräch und man habe es in Hagen auch auf der
Liste. Allerdings könne sie über die Chancen der Realisierung nichts sagen, es
gebe im Moment auch noch keine Entscheidung dazu.
Frau Kramps fragt, ob zum
Thema „Brücke“ schon etwas Schriftliches gekommen sei.
Dazu antwortet Frau Viehoff, es habe noch ein Erlass des
Ministeriums gefehlt, auf den man lange habe warten müssen. Inzwischen sei er
aber bei der Bezirksregierung eingetroffen, diese Nachricht habe man gestern
bekommen. Somit stehe jetzt dem Beginn der „Ebene II“ nichts mehr
im Wege.
Frau Kramps freut sich
darüber, dass man nun endlich Klarheit habe.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
(wie Dokument)
|
132,4 kB
|
