08.05.2008 - 5.21 Festsetzung der Theater- und Konzertpreise ab S...

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Herr Ludwig begrüßt den geänderten gemeinsamen eingereichten Beschlussvorschlag der SPD und CDU Fraktion der als Anlage 12 der Niederschrift beigefügt ist, bittet aber um Auskunft, ob es schon verstärkt Hinweise auf Aborücktritte gäbe und wie sich diese finanziell auswirken würden.

 

Herr Gerbersmann betont, dass die in der Vorlage vorgesehene Erhöhung der Eintrittpreise nicht dazu dienen sollte, die grundsätzlich bereits im Actori-Gutachten aufgeführten Erhöhungen in Frage zu stellen. Die Verwaltung habe allerdings Sorge, dass es durch die im geänderten Beschlussvorschlag aufgeführten Erhöhungen zu weniger Verkäufen von Abonnements und Einzelkartenverkäufen kommen werde. Zwar würden möglicherweise Preiserhöhungen durchgesetzt, aber keine Mehreinnahmen verzeichnet werden. Allein durch die Veränderung der Preisstruktur im Wechsel der Spielzeit 2007/2008 sei es zu erheblichen Abmeldungen im Abonnementbereich gekommen. Eine Reduzierung der Rabattierung des Theaterrings würde bedeuten, dass diese niedriger wäre als die im normalen Abonnentenbereich. Auch in diesem Falle komme es möglicherweise zu Einnahmeausfällen.

 

Aus Sicht von Herrn Thielmann sei es zwar erforderlich, dass das Theater Hagen Preiserhöhungen mittragen müsste, allerdings führe der eingereichte geänderte Beschlussvorschlag zu einer drastischen finanziellen Einbuße. Herr Thielmann beantragt, über die einzelnen Beschlusspunkte getrennt abzustimmen.

 

Herr Dücker bezieht sich auf die Berichterstattung der örtlichen Presse in den letzten Tagen und hebt hervor, dass es sich bei dieser Preiserhöhung um einen wesentlichen Einschnitt handele, der existenziell sein kann. Über die Reduzierung des Rabatts für den Theaterring sollten sich die Antragsteller erneut Gedanken machen und sich auf einen von allen Beteiligten tragbaren Kompromiss einigen.

 

Herr Röspel erinnert an einige Auszüge aus dem Actori-Gutachen, die sich im Wesentlichen mit Marketingmittel- und personal auseinandersetzten und unabdingbar für das Theater seien. Das Theater sollte sich verstärkt darum bemühen, eine Marketingabteilung aufzubauen.

 

Frau Suda hinterfragt kritisch den eingereichten Beschlussvorschlag der SPD und CDU Fraktion und geht auf die zurückgegangenen Besucherzahlen sowie die damit im Zusammenhang stehenden Mindereinnahmen ein.

 

Herr Jochen Weber erinnert an die ursprüngliche Forderung der FDP-Fraktion im Haupt- und Finanzausschuss, wonach diese eine generelle Preiserhöhung von 20% eingefordert habe. Im Übrigen sei das von Frau Suda vorgestellte Szenario überzogen. Die SPD-Fraktion habe in den bisherigen Theaterdiskussionen immer deutlich gemacht, dass sie hinter dem Stadttheater Hagen und ihren Mitarbeitern stehen würde. Aufgrund der finanziellen Haushaltslage sei es aber sinnvoll, diesen gemeinsamen Beschlussvorschlag umzusetzen.

 

Herr Sondermeyer befürchtet, dass sich die vorgesehene Preiserhöhung finanziell negativ auf die Einnahmen des Theaters auswirken werde.

 

Herr Schöne teilt mit, dass zum jetzigen Zeitpunkt 330 Kündigungen im Abonnementbereich vorliegen würden. Rund 20% bis 30% der Kündigungen sind auf die durchgeführte Preisstruktur zurückzuführen. Dieser Anteil sei überproportional hoch. Der Theaterring buche regelmäßig neun Vorstellungen im Jahr mit einer Entlastung von rd. 5.500 Plätzen.

 

Herr Dücker weist darauf hin, dass auch sozial schwächere Bürgerinnen und Bürger die Theatervorstellungen besuchen würden. Gerade die preiswerten Plätze seien regelmäßig ausverkauft.

 

Herr Asbeck werde dem gemeinsam geänderten Beschlussvorschlag zwar zustimmen, steht diesem aber eher skeptisch gegenüber.

 

Herr Strüwer vertritt die Meinung, dass der Rat der Stadt in dieser Angelegenheit verantwortungsvoll miteinander umgehen müsste. Im Vergleich zu zukünftigen anderen Einsparungen gestaltet sich die Erhöhung in diesem Bereich eher niedrig, so dass der Vorschlag von CDU und SPD sinnvoll sei.

 

Herr Marscheider erinnert an die von seine Fraktion Bürger für Hagen vor rd. 1 ½ Jahren vorgebrachten Argumente, dass Einsparungen im Bereich des Theaters nur zu realisieren seien, wenn strukturell über das Theater nachgedacht werde. Im Übrigen werden die Bürger für Hagen dem gemeinsam eingereichten geänderten Beschlussvorschlag zustimmen.

 

Herr Riechel unterstützt die Ausführungen von Herrn Marscheider dahingehend, dass die Politik den Wunsch der Bevölkerung, Erhaltung des Theaters, nachgekommen sei. Die Politik habe versucht einen Kompromiss ohne Qualitätsverluste zu erreichen, um einen entsprechenden Konsolidierungsbeitrag zu leisten. In dieser Thematik haben die Bürgerinnen und Bürger durch Unterschriftensammlungen deutlich gemacht, dass für Sie der Erhalt des Theaters von besonderer Bedeutung sei. Aus dieser Erfahrung heraus geht Herr Riechel davon aus, dass diese vertretbare angemessene Preiserhöhung von den Bürgerinnen und Bürger, die das Theater erhalten wollen, mitgetragen werde.

 

Herr Oberbürgermeister Demnitz lässt über die einzelnen Punkte des geänderten Beschlussvorschlags der SPD und CDU Fraktion wie folgt abstimmen.

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Beschluss:

 

Gemäß § 41 Abs. 1 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen in der Fassung der Bekanntmachung vom 14.7.1994 (GV.NRW S. 666/SGV. NRW 2023), zuletzt geändert durch das Gesetz vom 09.10.2007 (GV.NRW S. 380/SGV NRW 2023), werden die Eintrittspreise und allgemeinen Bestimmungen für Theater- und Konzertveranstaltungen mit Wirkung vom 1.8.2008, wie in den Anlagen 1-6 dargestellt, mit folgenden Veränderungen festgesetzt:

 

 

Die Eintrittspreise im Freiverkauf werden um 20% erhöht.

 

Abstimmungsergebnis:

 

x

 Mit Mehrheit beschlossen

 

 

Die ABO-Preise werden um 10% erhöht:

 

Abstimmungsergebnis:

 

x

 Mit Mehrheit beschlossen

 

 

Der ABO-Rabatt für den Theaterring wird von 38% auf 20% des Einzelkartenpreises gesenkt.

 

Abstimmungsergebnis:

 

x

 Mit Mehrheit beschlossen

 

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Anlagen zur Vorlage

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Anlagen

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