27.02.2008 - 5 Festsetzung der Theater- und Konzertpreise ab S...

Beschluss:
vertagt
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Wortprotokoll

Herr Schöne trägt die Inhalte der Vorlage ausführlich vor.

Grundvoraussetzung im Actori-Gutachten sei die Verbesserung der technischen Ausstattung des Theaters und auch die Implementierung des Marketingbereiches gewesen.

 

Unter dem Oberbegriff Online-Ticketing sei man auf der technischen Seite gerade dabei, den Internetverkauf intensiv anzugehen, dies werde auch die Einnahmestrukturen hoffentlich verbessern.

Nun berichtet Herr Schöne über die einzelnen allgemeinen Regelungen unter Punkt 1 bis 10 der Vorlage.

Die beigefügten Tabellen werden von Herrn Schöne erläutert, anschließend geht er auf eine  Forderung des Actori-Gutachtens ein.

 U.a. sei dort angeregt worden, die bisherige Anzahl von 9 Preisgruppen zu komprimieren. Durch diese  Preisverschiebungen und Umgestaltungen ergeben sich im Schnitt schon Preiserhöhungen in den einzelnen Freiverkäufen von bis zu 17 Prozent. Auch bei den Sonderveranstaltungen und den Abo’s seien  Preiserhöhungen von 5 bis 10 Prozent vorgenommen worden. Dies alles müsse man als Einstieg in eine Strategie sehen, die sich über die nächsten zwei bis drei Jahre hinziehen werde.

Es sei abzusehen, dass weitere Preisanhebungen erfolgen werden, denn eine sofortige Erhöhung der Abo-Preise um 15 bis 20 Prozent sei nicht machbar, da dies ein Wegbrechen der Abonnenten zur Folge hätte.

 

Für die Sinfoniekonzerte in der Stadthalle wurden ebenfalls Preiserhöhungen vorgenommen, gleichzeitig wolle man den kleinen Saal nicht mehr anmieten, was zu einer Einsparung von 500 bis 700 € pro Veranstaltung  führen werde.

 

Das vorgegebene Actori-Ziel wolle man im Laufe der Zeit durch entsprechende Maßnahmen und Strukturverbesserungen erreichen.

 

Frau Suda möchte dieses Thema und damit auch diese Vorlage noch verschieben, damit man noch Gelegenheit habe, die Dinge in den Fraktionen zu besprechen.

 

Sie bittet Herrn Schöne, die Maßnahmen, die bisher schon umgesetzt wurden, einmal schriftlich aufzulisten, damit man einen Überblick habe, was bisher schon eingespart worden ist.

 

Herr Schöne fragt, ob er richtig verstanden hat, dass Frau Suda wissen möchte, wie sich die Preisgruppenveränderungen schon ausgewirkt haben oder ob es um Verbesserungen und Einsparungen des weiteren Budgetbereiches des Theaters gehe.

 

Frau Suda wäre es lieb, die vorgesehenen und die bereits gelaufenen Maßnahmen noch einmal aufgelistet und mit Zahlen hinterlegt zu bekommen.

 

Herr Schöne sagt zu, dies entsprechend darzustellen.

 

Frau Kramps bittet, die bisher schon getätigten Einsparungen immer wieder deutlich zu machen und an den Anfang aller Diskussionen zu stellen, damit auch allen klar wird, welche Anstrengungen das Theater schon unternommen hat und dass man an die Grenzen des Machbaren gekommen sei.

Herr Jobst fragt nach, wie weit die von der Fa. Actori angeregten Marketing-Maßnahmen bisher schon gediehen seien.

Außerdem fragt er, ob der genannte Zeitrahmen bis 2011 der Zeitrahmen sei, der von der Fa.Actori vorgegeben wurde.

 

Herr Schöne antwortet darauf, von Actori seien keine direkten Zeitvorgaben für die Maßnahmen erfolgt, Actori habe aber aufgezeigt, welche Dinge unter bestimmten Voraussetzungen möglich seien.

 

In den letzten Monaten habe man eine ganze Menge Arbeit in diesem Bereich geleistet, um ein Profil zu erstellen, mit welchem Sach-  und Personalaufwand man gezielt in einen Marketingbereich einsteigen könne.

Es gebe einen Abschlussbericht dazu, der Anfang nächster Woche im Theaterleitungsbereich besprochen werden solle. Danach wolle man diese Dinge bereits im Frühjahr einsetzen, damit sie zu Beginn  der neuen Spielzeit schon starten könnten.

 

Frau Kramps hakt nach, ob das Theater jetzt erst damit beginne, sich mit dem Marketingbereich zu beschäftigen, die Frage von Herrn Jobst habe darauf abgezielt, zu erfahren, wie der aktuelle Stand der Dinge sei.

 

Herr Hilchenbach antwortet, man habe in den letzten Monaten den Bereich Marketing, der am Theater noch nicht existiere, von einem externen Unternehmen untersuchen lassen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen liegen nun in schriftlicher Form vor.  Daraus wolle man am Montag gemeinsam klare Anforderungsprofile erstellen.

Dies setze aber auch voraus, dass man sowohl Personal als auch Arbeitsplätze benötige, die einem zeitgemäßen Marketing gerecht werden.

Er gehe davon aus, dass man in den nächsten Wochen Stellen ausschreiben und die Arbeitsplätze schaffen könne.

 

Herr Millhoff hält den Aufbau der Aufstellung von Herrn Schöne für sachlich und wirtschaftlich sehr gut. Er hält es für wichtig, vorsichtig vorzugehen, damit sich die Dinge nicht plötzlich ins Negative umkehren. Man solle auch zukünftig schrittweise vorgehen, um die Besucher nicht zu vergraulen.

 

Herr Klessa hat eine Nachfrage zur Vorteilsrate der Märkischen Bank. Er möchte wissen, für wen die 20 % Preisvorteil eingeräumt werden und ob dafür eine Gegenleistung eingeräumt werde.

 

Herr Schöne antwortet, solche Dinge würden auf kooperativer Basis geschehen. Natürlich sei auch ein Vorteil für das Theater damit verbunden, da man für bestimmte Maßnahmen die Unterstützung des Institutes bekomme.

 

Herr Jobst fragt, ob es sich dabei um ein Nullsummenspiel handele oder ob für das Theater unterm Strich etwas übrig bleibe.

 

Herr Schöne bittet um Verständnis, dass er dazu an dieser Stelle nicht weiter Stellung nehmen möchte.

 

Frau Kramps bittet, eventuelle Fragen dazu im nichtöffentlichen Teil der Sitzung zu stellen.

 

Herr Röspel spricht die subventionierten Eintrittskarten für die Volksbühne an und möchte wissen, wie es sich damit verhält.

 

Herr Schöne informiert, diese Regelungen für die Volksbühne und den Theaterring seien aus der Historie heraus entstanden, die Größenordnungen, die früher bestanden hätten, seien aber auch im Laufe der Zeit zurückgefahren worden. Bei den letzten Preiserhöhungen habe man auch diese Karten prozentual angepasst. Für das Theater ergeben sich dadurch immer noch erkleckliche Einnahmen, allerdings nicht so hoch, wie bei einem Abo. Würde man diese Preise schlagartig anheben, würde diese alte Tradition im Hause weg brechen.

 

Herr Sondermeyer kritisiert den Begriff „Ticketing“ und möchte anregen, die Deutschen Begriffe zu verwenden. Außerdem möchte er wissen, ob es auch möglich wäre, ein Lastschriftverfahren und eine Reservierung mit ganz konkreter Platzwahl einzuführen.

 

Herr Schöne antwortet, man verwende einen überall gängigen Begriff und es handele sich um nichts anderes, als um ein Online- Kauf- und Reservierungssystem, das mittlerweile fast überall auch im Kulturbereich verwendet werde.

Er erläutert ausgiebig sämtliche Möglichkeiten, die dem Kunden heutzutage zur Verfügung stehen.

 

Herr Jobst bedankt sich für den insgesamt sehr ausführlichen Bericht und fragt nach, ob es noch Bereiche aus dem Actori-Gutachten gebe, die in diesem Bericht nicht enthalten seien und noch abgearbeitet werden müssten.

 

Herr Schöne erläutert, es gebe Bereiche aus dem Actori-Gutachten, die einer Ratsentscheidung bedürfen. Andere Bereiche seien  reine Verwaltungstätigkeiten und unterliegen der Regie des Oberbürgermeisters oder der Leitung des Theaters. Diese Vorlage betreffe nur ein Segment und nach und nach werde man alle Bereiche angehen.

Die erheblichen Personaleinsparungen, die dem Gutachten nach auch zu leisten seien und nicht der Beratung und Beschlussfassung des KWA unterliegen, seien auch bereits schrittweise angegangen worden. Man werde diese bisher schon geleisteten Dinge in der geforderten Aufstellung auch darstellen. Den jeweiligen Stand der Abarbeitung des Maßnahmepaketes könne man eventuell auch bis zur nächsten Sitzung dezidiert darstellen.

 

Frau Kramps  stellt für sich selbst klar, dass es sehr wünschenswert wäre, unter Hinzuziehung des Actori-Gutachtens aufzuzeigen, was noch alles an Aufgaben angegangen werden müsse. Ein solches Konzept mit den noch angedachten Schritten wäre schon sehr wichtig.

 

Frau Suda möchte noch einen Schritt weiter gehen und erwartet zur besseren Übersichtlichkeit für den Ausschuss die Vorstellung eines Marketing-Konzeptes.

 

Da im Moment keine weiteren Wortmeldungen vorliegen, verweist Frau Kramps auf den vorliegenden Antrag von Frau Suda, die Sitzung heute als 1. Lesung zu betrachten und fragt, ob jemand dagegen sei.

 

Herr Schöne gibt zu bedenken, dass man die Zeitschiene unbedingt einhalten müsse, damit man Dinge wie Werbestrategien, Abonnenteninformationen und Verkauf noch umsetzen könne.

 

Frau Kramps bittet aber generell zu berücksichtigen, dass man mit Vorlagen von dieser Bedeutung zuerst in die Fraktionen gehen wolle.

 

Herr Hilchenbach weist darauf hin, dass eine Entscheidung des Rates dann erst im Mai erfolgen könne, was für das Erscheinen des Spielzeitheftes zu spät sei.

 

Frau Kramps stellt klar,  die Verwaltung sei für die Erstellung der Terminleiste der Beratungsfolge einer Vorlage zuständig und müsse dieses Problem dann unter sich lösen.

 

 

 

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Beschluss:

 

 

Der Kultur- und Weiterbildungsausschuss vertagt den Beratungsgegenstand und betrachtet die Beratung als 1. Lesung.

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Abstimmungsergebnis:

x

 Einstimmig beschlossen

 

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Anlagen zur Vorlage

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