20.02.2008 - 10 Haushaltskonsolidierung - Abschlussbericht zum ...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 10
- Sitzung:
-
Sitzung des Sozialausschusses
- Datum:
- Mi., 20.02.2008
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Frau Machatschek weist
darauf hin, dass man als Sozialausschuss dieses Zahlenmaterial des Abschlussberichtes brauche, um zu sehen, wo man konsolidieren könne. Es
sei den Ausschussmitgliedern aber bewusst, dass hinter jeder Zahl, die dort
stehe, ein menschliches Schicksal stehe.
Frau Kurte fragt nach
einer Formulierung auf Seite 3, die sie nicht verstanden habe. Was verberge
sich hinter dem Begriff „Lebensunterhalt gesichert ohne Aufenthaltsrecht“?
Um was für einen Personenkreis handele es sich dabei?
Herr Stüwe erklärt, dass
er diese Auflistung vom Ausländeramt bekomme und er auch die Erläuterung der
Mitarbeiter des Ordnungsamtes benötige. Er könne die Frage an dieser Stelle
nicht konkret beantworten.
Frau Kurte möchte wissen,
ob diese zusätzliche Stelle, die eingerichtet worden sei, noch laufe. Sie sei
bis 2007 eingerichtet worden.
Herr Dr. Schmidt weist auf
den Inhalt der Vorlage hin, in dem stehe, dass die Fortführung der Arbeit
weitergeführt werden solle. Das hieße, wenn der Ausschuss das in der gleichen
Intensität wie in den letzten Jahren wünsche, sei das personalwirksam. Dann
würde die Stelle beim Ordnungsamt fortgeführt.
Herr Mervelskemper weist
darauf hin, dass durch die ausgeübte Tätigkeit des Mitarbeiters auf dieser
Stelle Geld eingespart werden konnte. Um die Frage beantworten zu können, ob es
sinnvoll sei, die Stelle weiterzuführen, müssten daher vorher einige Fragen
geklärt werden. Gäbe es überhaupt noch genügend zu betreuende Personen? Die Asylbewerberzahl
ginge insgesamt zurück. Könnte die Arbeit auch von anderen Personen beim
Ordnungsamt geleistet werden, die sowieso mit dem Thema Asyl beschäftigt seien?
Hier sei Aufklärung vonnöten.
Frau Kurte fragt, welche
Konsequenz sich daraus ergäbe, wenn die Stelle automatisch weiterlaufe. Würde
sich die Stelle verstetigen?
Herr Dr. Schmidt weist
darauf hin, dass der Ausschuss darüber entscheidet.
Frau Kuschel-Eisermann
möchte wissen, wie viele Mitarbeiter insgesamt mit diesem Thema beschäftigt
seien.
Herr Hanesel erinnert an
die Diskussion in Jahre 2003, in dem man schon über das Rückführungsmanagement
diskutiert habe. Damals habe sich der Ausschuss sehr schwer damit getan, das
Rückführungsmanagement einzuführen. Man habe immer wieder kritisch nachgefragt.
Die Stelle habe sich bewährt. Aus der inhaltlichen Arbeit heraus mache es Sinn,
die Arbeit entsprechend weiterzuführen, nachdem die offenen Fragen geklärt
worden seien.
Herr Stüwe erklärt, dass
es bei dem Personenkreis, um den es hier gehe, um Flüchtlinge handele, die das
Asylverfahren schon hinter sich hätten. Sie bekämen zwar Leistungen nach dem
Asylbewerberleistungsgesetz, aber es handele sich nicht mehr um Asylbewerber.
Das Asylverfahren sei rechtskräftig abgeschlossen. Der Anteil der Leistungsempfänger,
die Leistungen bekämen, läge etwa bei 75%. Es sei sicherlich sinnvoll gewesen,
auf genau diesen Personenkreis einen Spezialisten anzusetzen.
Es habe sich gezeigt, dass es integrationspolitisch Sinn mache, zeitnah
eine Entscheidung darüber zu treffen, ob der Betroffene hier bleiben könne oder
aufgefordert werden müsse, mit allen Konsequenzen zu gehen. Er bittet den
Ausschuss, diesen Aspekt besonders zu gewichten.
Frau Helling macht
deutlich, dass sie eine Befristung der Stelle in der Beschlussvorlage sinnvoll
fände.
Herr Steuber geht auf die
Frage von Frau Kurte hinsichtlich der stellenplanrechtlichen Situation ein und
erklärt, dass es sich hier um eine befristet eingerichtete Stelle gehandelt
habe und diese müsste dann eine Entfristung dieser Stelle zum Stellenplan 2008
vom Ordnungsamt beantragt werden. Auch bei dieser Gelegenheit könne im Personalausschuss
erneut darüber beraten werden.
Frau Machatschek macht
deutlich, dass es um die Befristung dieser Aufgabe gehe.
Herr Kilic ist der
Meinung, dass die Situation in den Heimatländern bei den Entscheidungen nicht
mehr berücksichtigt worden seien. Da die Leute sowieso abgeschoben würden,
könne man die Stelle auch abschaffen.
Frau Machatschek
widerspricht Herrn Kilic sehr vehement. Die Aussage träfe so nicht zu.
Herr Dr. Schmidt schlägt
vor, die Kollegen vom Ordnungsamt für die nächste Sitzung einzuladen, um dazu
Stellung zu nehmen und die Vorlage in der heutigen Sitzung als erste Lesung zur
Kenntnis zu nehmen.
Herr Meyer merkt an, dass
man zwischen Asylbewerbern und Wirtschaftsflüchtlingen unterscheiden solle.
Herr Kirchhoff entgegnet
in Richtung von Herrn Kilic, dass die Zahl der Menschen, die ausgewiesen worden
seien, immer kleiner geworden sei. Er fände es gut, wenn auch der
Integrationsrat dieser Vorlage zustimmen
könnte, da die Arbeit aus integrationspolitischen Erwägungen fortgeführt werden
solle.
Frau Kuschel-Eisermann
bittet für die nächste Sitzung um weiteres Zahlenmaterial.
Herr Stüwe sagt zu, dem
Protokoll als Anlage eine
Zahlenaufstellung beizufügen.
Frau Machatschek greift
den Vorschlag von Herrn Dr. Schmidt auf, die Vorlage als erste Lesung zu
betrachten und das Ordnungsamt zur nächsten Sitzung des Sozialausschusses
einzuladen. Sie stellt diesen Beschlussvorschlag zur Abstimmung.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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14,1 kB
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