22.01.2008 - 5.7 Gestaltung des Johanniskirchplatzes3. LesungUnt...

Beschluss:
vertagt
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Wortprotokoll

Herr Glaeser informiert einleitend die Bezirksvertretung über das Interesse eines Unternehmens an der Umgestaltung des Pavillons zu einem Eiscafé. Das entsprechende Schreiben liege als Tischvorlage aus. Ergänzend habe der Interessent mündlich versichert, dass er auch die Modernisierung der Toilettenanlage plane.

 

Hinweis des Schriftführers:

Das Schreiben des Interessenten ist als Anlage 9 Gegenstand der Niederschrift.

 

Weiter führt Herr Glaeser aus, dass sich der Bewerber bereits im letzten Jahr mit seinem Anliegen an die Verwaltung gewandt habe, aber nur eine Absage erhalten habe. Er hält es für bedauerlich, dass die Verwaltung die Bezirksvertretung nicht über diese Angelegenheit informiert hat. Zwar hätten frühere Bewerber ihr Interesse wegen mangelnder wirtschaftlicher Machbarkeit zurückgezogen, jedoch hielt er es für sinnvoll, jede andere Möglichkeit zu prüfen, bevor ein in der Dimension wesentlich größerer Baukörper entstehe, der einige andere Probleme nach sich zieht.

 

Vor diesem Hintergrund halte es die Bezirksvertretung für angemessen und notwendig, die konkrete, erneut eingereichte Bewerbung für die Umgestaltung des Pavillons auf dem Johanniskirchplatz zu einem Café prüfen und das Ergebnis der Bezirksvertretung vorzulegen. Die im Rahmen des Beratungsgangs der Vorlage vorgesehenen Gremien sollen gebeten werden, die weitere Beratung einer großflächigeren Bebauung einschließlich der dafür eventuell notwendigen Prüfung der Umweltbelange zunächst zurückzustellen. Ein entsprechender interfraktioneller Vorschlag sei ausgelegt.

 

Herr Grothe entgegnet, dass sich der Interessent wenige Tage vor der ersten Beratung der anstehenden Vorlage am 30.10.2007 in der Bezirksvertretung Mitte gemeldet habe. Er erinnert daran, dass die Verwaltung im Vorfeld dieser Vorlage viele Versuche unternommen habe, den Pavillon mit Investoren zu einem Café umzubauen. Leider hätten alle Bemühungen nicht zu einem positiven Ergebnis geführt, weil ein Gebäude in dieser Größenordnung sich bei allen Versuchen wirtschaftlich nicht rechnete. In der festen Überzeugung, dass eine wirtschaftliche Umsetzung der Idee nur in einem höher geschossigen Gebäude machbar sei, habe die Verwaltung dem Bewerber damals abgesagt. Herr Grothe sagt zu, bei einem entsprechenden Beschluss mit dem Interessenten die Machbarkeit zu prüfen, ist sich aber sicher, dass auch diese Bewerbung nicht zu einem anderen Ergebnis als bisher führen wird.

 

Es schließt sich eine intensive Diskussion an, an der sich Herr Glaeser, Frau Richter, Herr Homm, Herr Stroschein, Herr Löwenstein, Herr Klessa, Herr Thormählen und Frau Metz sowie für die Verwaltung Herr Grothe beteiligen.

 

Darin wird von den Sprechern der Fraktionen und Parteien einvernehmlich zum Ausdruck gebracht, dass die Verwaltung das Interesse von Investoren ernst nehmen solle. Ob ein Engagement wirtschaftlich funktioniere, solle die Verwaltung den Investoren überlassen. Die Bezirksvertretung habe ursprünglich immer eine Ersatzlösung für den Pavillon gesucht, die nach Art und Umfang ungefähr dem bisherigen Gebäude entspreche. Vor dem Hintergrund der Bebauungsvorschläge, die zum Teil das Ausmaß einer 5-geschossigen Bebauung angenommen haben, sei es legitim, jedes Interesse an einer kleineren Lösung ernsthaft zu prüfen. Dazu sei auch ein kleiner Zeitverlust in Kauf zu nehmen.

 

Herr Moldenhauer gibt eine persönliche Erklärung ab, in der er das Vorgehen der Verwaltung für nachvollziehbar hält, dass die Verwaltung nach mehreren gescheiterten Versuchen, den Pavillon in der ursprünglichen Größe ungefähr zu erhalten, mit einer Absage auf das erst kurz vor der ersten Beratung dieser Vorlage vorgetragene Interesse des Unternehmens reagiert hat.

 

Abschließend kommt die Bezirksvertretung überein, den eingangs von Herrn Glaeser vorgestellten und als Tischvorlage ausgelegten Beschlussvorschlag leicht in der im Beschlusstext formulierten Form abzuändern.

 

Darüber lässt Herr Glaeser abstimmen.

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Beschluss:

Die Verwaltung wird beauftragt, die jetzt eingereichte, erneute Bewerbung eines Interessenten für die Umgestaltung/den Neubau des/eines Pavillons auf dem Johanniskirchplatz mit einer Nutzung als Gastronomiebetrieb zu prüfen und das Ergebnis der Prüfung der Bezirksvertretung Hagen-Mitte vorzulegen.

 

Der Rat der Stadt, der Umweltausschuss und der Stadtentwicklungsausschuss werden gebeten, die weitere Beratung einer großflächigeren Bebauung einschließlich der dafür eventuell notwendigen Prüfung der Umweltbelange zunächst zurückzustellen.

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Abstimmungsergebnis:

X

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

 17

Dagegen:

 0

Enthaltungen:

 0

 

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Anlagen zur Vorlage

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Anlagen