22.01.2008 - 5.7 Gestaltung des Johanniskirchplatzes3. LesungUnt...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.7
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hagen-Mitte
- Datum:
- Di., 22.01.2008
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Margot Sander
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Herr Glaeser informiert einleitend die Bezirksvertretung über das
Interesse eines Unternehmens an der Umgestaltung des Pavillons zu einem
Eiscafé. Das entsprechende Schreiben liege als Tischvorlage aus. Ergänzend habe
der Interessent mündlich versichert, dass er auch die Modernisierung der
Toilettenanlage plane.
Hinweis des Schriftführers:
Das Schreiben des Interessenten ist als Anlage 9 Gegenstand der Niederschrift.
Weiter führt Herr Glaeser aus, dass sich der Bewerber bereits im letzten
Jahr mit seinem Anliegen an die Verwaltung gewandt habe, aber nur eine Absage
erhalten habe. Er hält es für bedauerlich, dass die Verwaltung die
Bezirksvertretung nicht über diese Angelegenheit informiert hat. Zwar hätten
frühere Bewerber ihr Interesse wegen mangelnder wirtschaftlicher Machbarkeit
zurückgezogen, jedoch hielt er es für sinnvoll, jede andere Möglichkeit zu
prüfen, bevor ein in der Dimension wesentlich größerer Baukörper entstehe, der
einige andere Probleme nach sich zieht.
Vor diesem Hintergrund halte es die Bezirksvertretung für angemessen und
notwendig, die konkrete, erneut eingereichte Bewerbung für die Umgestaltung des
Pavillons auf dem Johanniskirchplatz zu einem Café prüfen und das Ergebnis der
Bezirksvertretung vorzulegen. Die im Rahmen des Beratungsgangs der Vorlage
vorgesehenen Gremien sollen gebeten werden, die weitere Beratung einer
großflächigeren Bebauung einschließlich der dafür eventuell notwendigen Prüfung
der Umweltbelange zunächst zurückzustellen. Ein entsprechender
interfraktioneller Vorschlag sei ausgelegt.
Herr Grothe entgegnet, dass sich der Interessent wenige Tage vor der
ersten Beratung der anstehenden Vorlage am 30.10.2007 in der Bezirksvertretung
Mitte gemeldet habe. Er erinnert daran, dass die Verwaltung im Vorfeld dieser
Vorlage viele Versuche unternommen habe, den Pavillon mit Investoren zu einem
Café umzubauen. Leider hätten alle Bemühungen nicht zu einem positiven Ergebnis
geführt, weil ein Gebäude in dieser Größenordnung sich bei allen Versuchen wirtschaftlich
nicht rechnete. In der festen Überzeugung, dass eine wirtschaftliche Umsetzung
der Idee nur in einem höher geschossigen Gebäude machbar sei, habe die
Verwaltung dem Bewerber damals abgesagt. Herr Grothe sagt zu, bei einem
entsprechenden Beschluss mit dem Interessenten die Machbarkeit zu prüfen, ist
sich aber sicher, dass auch diese Bewerbung nicht zu einem anderen Ergebnis als
bisher führen wird.
Es schließt sich eine intensive Diskussion an, an der sich Herr Glaeser,
Frau Richter, Herr Homm, Herr Stroschein, Herr Löwenstein, Herr Klessa, Herr
Thormählen und Frau Metz sowie für die Verwaltung Herr Grothe beteiligen.
Darin wird von den Sprechern der Fraktionen und Parteien einvernehmlich
zum Ausdruck gebracht, dass die Verwaltung das Interesse von Investoren ernst
nehmen solle. Ob ein Engagement wirtschaftlich funktioniere, solle die
Verwaltung den Investoren überlassen. Die Bezirksvertretung habe ursprünglich
immer eine Ersatzlösung für den Pavillon gesucht, die nach Art und Umfang
ungefähr dem bisherigen Gebäude entspreche. Vor dem Hintergrund der
Bebauungsvorschläge, die zum Teil das Ausmaß einer 5-geschossigen Bebauung
angenommen haben, sei es legitim, jedes Interesse an einer kleineren Lösung
ernsthaft zu prüfen. Dazu sei auch ein kleiner Zeitverlust in Kauf zu nehmen.
Herr Moldenhauer gibt eine persönliche Erklärung ab, in der er das
Vorgehen der Verwaltung für nachvollziehbar hält, dass die Verwaltung nach
mehreren gescheiterten Versuchen, den Pavillon in der ursprünglichen Größe
ungefähr zu erhalten, mit einer Absage auf das erst kurz vor der ersten
Beratung dieser Vorlage vorgetragene Interesse des Unternehmens reagiert hat.
Abschließend kommt die Bezirksvertretung überein, den eingangs von Herrn
Glaeser vorgestellten und als Tischvorlage ausgelegten Beschlussvorschlag
leicht in der im Beschlusstext formulierten Form abzuändern.
Darüber lässt Herr Glaeser abstimmen.
Beschluss:
Die Verwaltung wird
beauftragt, die jetzt eingereichte, erneute Bewerbung eines Interessenten für
die Umgestaltung/den Neubau des/eines Pavillons auf dem Johanniskirchplatz mit
einer Nutzung als Gastronomiebetrieb zu prüfen und das Ergebnis der Prüfung der
Bezirksvertretung Hagen-Mitte vorzulegen.
Der Rat der Stadt, der
Umweltausschuss und der Stadtentwicklungsausschuss werden gebeten, die weitere
Beratung einer großflächigeren Bebauung einschließlich der dafür eventuell
notwendigen Prüfung der Umweltbelange zunächst zurückzustellen.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
(wie Dokument)
|
106,2 kB
|
|||
|
2
|
(wie Dokument)
|
60,1 kB
|
|||
|
3
|
(wie Dokument)
|
71,3 kB
|
|||
|
4
|
(wie Dokument)
|
71,9 kB
|
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
(wie Dokument)
|
142,1 kB
|
