28.11.2007 - 3.5 Bürgerantrag der Frau Ute Flaßnöcker, Am Weitbl...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3.5
- Sitzung:
-
Sitzung des Beschwerdeausschusses
- Datum:
- Mi., 28.11.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- OB/A Amt des Oberbürgermeisters
- Bearbeitung:
- Elke Kramer
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Romberg ruft den Bürgerantrag auf und erläutert, dass hiermit dem Antrag von
Herrn Kurrat aus der Sitzung am 20.08.2007 entsprochen werde, der um einen Sachstandsbericht
gebeten habe. Frau Vinnbruch berichtet, dass die Maßnahmen, die der Ausschuss
zur Verbesserung der Situation rund um das Elbers-Gelände der Verwaltung
empfohlen habe, zum großen Teil umgesetzt worden seien. Mit dem Betreiber der
Diskothek seien Gespräche geführt und die Aufstellung von Hinweisschildern
vereinbart worden, durch die der Besucherverkehr zum Fun- Park nicht mehr durch
die Wohnstraßen, sondern direkt zu den Parkflächen am alten Busdepot geleitet
werden soll. Die amtlichen Hinweisschilder im öffentlichen Verkehrsraum sollten
durch Schilder auf privaten Grundstücken ergänzt werden. Die Bezirksvertretung
Mitte habe inzwischen beschlossen, das ehemalige Firmengelände der Fa. Elbers
als Wohnplatz, begrenzt von den umliegenden Wohnstraßen und der Volme,
„Elbershallen“ zu benennen. Damit ändere sich die Adresse der
Diskothek, wodurch mittelfristig der Besucherverkehr aus den Wohnstraßen
herausgehalten werde. Die Situation im Wohnumfeld des Elbers-Geländes werde
weiterhin in Politik und Verwaltung diskutiert. Im Sommer 2007 habe sich eine
Interessengemeinschaft aus Anwohner/Innnen, Einzelhändlern/Innen, Vertretern/Innen
der Stadtkirchengemeinde und weiteren Interessierten gebildet, die unter dem
Namen „Die Frankfurter“ agiere. Mit der Interessengemeinschaft
seien bisher zwei Gespräche am runden Tisch geführt worden, an dem alle
beteiligten Dienststellen der Verwaltung, die Bezirksvertretung Mitte und auch
Vertreter der Investoren des Elbers-Geländes teilgenommen hätten. In den
Gesprächen seien verschiedene Maßnahmen besprochen worden, mit denen die Wohn-
und Einkaufssituation an der Frankfurter Straße und den umliegenden Straßen
verbessert werden kann. Teilweise seien diese Maßnahmen bereits umgesetzt
worden, weitere sollten im Frühjahr 2008 folgen, beispielsweise werde die
Interessengemeinschaft auf der Frankfurter Straße Piktogramme anbringen, mit
denen die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h verdeutlicht werden soll. Von
den Investoren sei vorgetragen worden, dass geplant sei, den Zugang zum Elbers-Gelände
in Richtung Wasserloses Tal durch eine Brücke über die Volme zu erweitern. Auch
dies werde dazu beitragen, den Besucherverkehr aus den Wohnstraßen
fernzuhalten. Über die Ergebnisse der weiteren Gespräche mit der
Interessengemeinschaft werde im Ausschuss weiter berichtet, die Antragstellerin
des Bürgerantrags habe signalisiert, dass sie ihren Bürgerantrag aufrecht
erhalte. Herr Kurrat bedankt sich zunächst für die Informationen. Er
begrüße die Umbenennung, da zu hoffen sei, dass hierdurch die Wohnstraßen vom
Besucherverkehr entlastet werden. Anlässlich der vorgenommenen Umwidmung stellt
er die Frage, ob es nunmehr möglich sei, mit einem großen Schild auf die
Parkmöglichkeiten am Busdepot hinzuweisen. In der letzten Beratung über dieses
Thema sei die Auskunft erteilt worden, dass dies aus rechtlichen Gründen nicht
möglich sei. Hinsichtlich der Probleme, die durch das Verhalten der Besucher
nach dem Verlassen der Disko entstehen, fragt Herr Kurrat nach, ob eine Video-
Überwachung des Platzes möglich sei, wenn auf die Überwachung hingewiesen werde.
Herr Schmidt antwortet, dass Schilder im öffentlichen Verkehrsraum immer
den straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften entsprechen müssten. Es sei nicht
erlaubt, Schilder aufzustellen, die durch ihre Größe oder Gestaltung von der
allgemeinen Beschilderung abwichen oder diese verdeckten. Die Hinweisschilder,
die im Umfeld des Fun-Parks im öffentlichen Verkehrsraum platziert werden sollten, seien inzwischen aufgestellt.
Bezüglich der weiteren Beschilderung sei mit dem Betreiber des Fun- Parks besprochen
worden, dass diese an prägnanten Stellen auf privaten Grundstücken aufgestellt
werden sollte. Er sei sehr überrascht gewesen, als in der letzten Zusammenkunft
mit der Interessengemeinschaft Frankfurter Straße der Vorwurf laut geworden
sei, dass die Aufstellung der Schilder wieder nicht geklappt habe. Schließlich
habe sich herausgestellt, dass die Schilder zwar auf privatem Grund aufgestellt
wurden, man sich aber dabei nicht an die Vorschriften des Bauordnungsrechts
gehalten habe und die Schilder wieder abgebaut werden mussten. Nähere Einzelheiten
seien hierzu nicht bekannt. Bezüglich der Video- Überwachung öffentlicher
Plätze sei zu sagen, dass diese in Nordrhein-Westfalen grundsätzlich nicht
erlaubt sei. Nur die Polizei dürfe eine solche Überwachung durchführen, wenn
zuvor eine Genehmigung des Innenministeriums eingeholt würde. In der Regel gehe
es um schwere Straftaten, die mit der Überwachung aufgeklärt oder verhindert
werden sollten. Dies sei rund um das Elbers-Gelände jedoch nicht der Fall, auch
wenn die Aktivitäten der Disko-Besucher teilweise sehr unangenehm seien. Der
Betreiber des Medienzentrums habe in der letzten Zusammenkunft mit der Interessengemeinschaft
Frankfurter Straße darüber berichtet, dass das Elbers- Gelände einschließlich
Medienzentrum jährlich von ca.1,8 Millionen Menschen besucht werde. (Hinweis
der Schriftführung: Diese Zahl muss auf 1,3 Millionen korrigiert werden). Dass
diese Besucherströme den Stadtteil veränderten, sei eine natürliche Folge. Es
sei auch nicht zu verkennen, dass die Geschäftswelt rund um das Elbers-Gelände
von den Besucherinnen und Besuchern profitiere. In den letzten drei Jahren
seien an einigen Stellen der Frankfurter Straße auch neue Betriebe,
insbesondere der Gastronomie entstanden, die einigen Zulauf zu verzeichnen
hätten. Dennoch nehme die Verwaltung die Beschwerden der Anwohnerinnen und
Anwohner sehr ernst und versuche, dort Abhilfe zu schaffen, wo es möglich sei.
Wie gut der Kontakt zur Interessengemeinschaft sei werde dadurch deutlich, dass
der letzte „runde Tisch“ im Dienstgebäude des Ordnungsamtes stattgefunden
habe.
