27.11.2007 - 6.6 Stadtumbau West – Oberhagen / Eilpe- Planungsve...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.6
- Gremium:
- Bezirksvertretung Eilpe/Dahl
- Datum:
- Di., 27.11.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:10
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Jürgen Plewe
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Hinweis der Schriftführerin:
Dieser Tagesordnungspunkt wird mit dem Tagesordnungspunkt I.4.2 –
Wegeplanung für das Gebiet Hasselstraße / Volme gemeinsam beraten.
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Frau Vogeler teilt zunächst mit, dass beide Tagesordnungspunkte in enger
Verknüpfung zueinander stehen, weil das Eine ohne das Andere nicht vorstellbar
sei.
Mit der Vorlage soll das Projekt der Brücke eingestielt werden. Hier sei
es wichtig, dass hohe Gestaltungsanforderungen an den Brückenbau gestellt
werden, sodass für das Stadtumbaugebiet eine Imageverbesserung erzielt wird.
Dazu sollen insgesamt 4 Teams aufgefordert werden, sich gleichzeitig Gedanken
zu machen. Nach der Honorarordnung ist dies die sogenannte
Mehrfachbeauftragung. Das Bearbeitungshonorar, dass diese Planungsbüros, die
sich aus jeweils einem Experten für den Brückenbau, konstruktivem Ingenieurbau
und Landschaftsplaner, Landschaftsarchitekten zusammensetze, berechne sich nach
den geschätzten Herstellungskosten für eine Brücke. Zum Einen erhoffe man sich
mit diesem Verfahren qualitätvolle Entwürfe, andererseits soll auch sehr auf
die Wirtschaftlichkeit der Lösungen geachtet werden, sodass man sich ferner
wünsche, dass die bisher vom Fachamt geschätzten Kosten noch unterschritten werden.
Mit überlegt werden sollen die beiden Anlandungspunkte.
Die Brücke selbst und die Weiterführung des Weges seien immer im
Zusammenhang mit der Tierheimplanung zu sehen und zu entwickeln.
Neben den vielen schönen Gestaltungsmöglichkeiten gebe es aber auch zwei
nicht schön zu redende Konflikte, die in beiden Planverfahren noch zu
bewältigen sind.
Zum Einen der festgelegte Flächenanspruch des Tierheims und der für die
Uferzone. Andererseits bestehe die Situation, dass eingeplante Spielflächen mit
Lärm verbunden sind und auf der Tierheimseite gerade die Hunde sehr
immissionsanfällig sind. Diese Problematik erfordere eine geschickte Planung,
um beides miteinander verbinden zu können, da beide Nutzungen in der
Nachbarschaft einen Gewinn für den Stadtteil darstellen.
Frau Vogeler bittet um die Zustimmung der Bezirksvertretung Eilpe/Dahl
für die beabsichtigte Parallelbeauftragung dieser genannten 4 Teams.
An der nachfolgenden Diskussion beteiligen sich die Herren Neuhaus,
Grzeschista, Wölm, Schulz (SPD), Dr. Lemme, Dr. Preuß und von der Verwaltung
Frau Vogeler, Herr Schäfer sowie Herr Laber.
Herr Grzeschista stellt speziell die Wegeplanung in den Vordergrund. Von
der zur Verfügung stehenden Fläche von 20.000 qm sind ca. 9000 qm für das
Tierheim, 5000 qm für die Uferrandzone und den Bewegungs- und Freiraum
eingeplant und weitere 5000 bis 6000 qm sollen für adäquat passendes Gewerbe
freigehalten werden. Bevor man sich aber mit der Ausrichtung von Gebäuden
auseinandersetze, müsse zunächst einmal das Grundverkehrsnetz und Grundwegenetz
festgelegt werden. So sei es erforderlich, zunächst in Form eines Entwurfes –
später auch politisch festzulegen – wo im Einzelnen welche
Verkehrsverbindungen sein sollen. So stelle sich die Frage nach der Erschließung
des Tierheims aber auch nach der Schaffung einer Flussverbindung für die Stadtentwässerung
Hagen (SEH), die zur Flusslaufunterhaltung mit schwerem Fahrzeug in den Fluss
gelangen müssen.
Anhand des ausgehängten Planes zu den Maßnahmeschwerpunkten zeichnet Herr
Grzeschista grob seine Vorschläge dazu ein.
Des Weiteren, so Herr Grzeschista, müsse man sich Gedanken um zusätzliche
freie Stellplätze machen, abgesehen von denen, die für das Tierheim benötigt werden.
Dies alles müsse eben erst einmal zusammengefügt werden, damit aus einer
Hand die Rahmennutzung festgelegt werden kann.
Ferner sei zunächst insbesondere die Grundstücksfrage auf beiden Seiten
der Volme zu klären, um weiter handeln zu können.
Die von Beginn an gewollte Fußläufigkeit der Bahntrasse entlang, solle
jedoch frei von Parkflächen bleiben, um den dort gewollten Ruheraum nicht zu
unterbrechen.
Herr Wölm bittet die Verwaltung bis zum Frühjahr die vorgetragenen
Forderungen zusammenzufügen und der Bezirksvertretung Eilpe/Dahl entsprechend
vorzustellen.
Herr Dr. Lemme teilt mit, dass bereits in der Lenkungsgruppe die Ansicht
vertreten wurde, dass auch die Hälfte der Planungsteams ausreiche, um das Geld
für die Konstruktion ausgeben zu können. Diese Meinung vertrete auch er.
Frau Vogeler wendet darauf hin ein, dass dadurch auch weniger Lösungsvorschläge
angeboten werden.
Auch bittet Herr Laber zu bedenken, dass es darum gehe die Kreativität
des Architekten auch bezahlbar zu machen. Dafür sei das eingebrachte Fachwissen
des Ingenieurs mit der Kunst des Architekten zu verbinden, sodass dadurch am
Ende Kosten eingespart werden können.
Auf die Nachfrage von Herrn Dr. Preuß teilt Frau Vogeler mit, dass die
geschätzten Kosten für die Honorarberechnung 285.000 Euro zugrunde gelegt
wurden. Hinzu kommen die Honorare für die Planung zweier weiterer Plätze an der
Volme. Danach sei das Honorar nach der Honorarordnung ermittelt worden.
Herr Dr. Lemme stellt den Antrag, die Zahl der Konstrukteure auf zwei zu
reduzieren.
Herr Wölm lässt zunächst über den von der Verwaltung favorisierten
Vorschlag abstimmen, insgesamt 4 Planungsbüros tätig werden zu lassen.
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Abstimmungsergebnis: |
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X |
Einstimmig abgelehnt |
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Dafür: |
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Dagegen: |
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Enthaltungen: |
Herr Grzeschista plädiert für eine zusätzliche Beschlussfassung der Bezirksvertretung
Eilpe/Dahl bezüglich der Wegeplanung, damit die Verwaltung einen offiziellen Auftrag
erhalte.
Weiteren Diskussionsbedarf gibt es nicht, sodass wie folgt beschlossen
wird:
Beschluss:
Die Bezirksvertretung Eilpe/Dahl empfiehlt dem Stadtentwicklungsausschuss
folgenden Beschluss zu fassen:
Der Durchführung des beschriebenen Planungsverfahrens für die Maßnahme „Volmeblick“ wird zugestimmt. Jedoch werden für die Mehrfachbeauftragung lediglich zwei Büros mit der Planung betraut. Die Finanzierung soll mit Mitteln des Stadtumbau West erfolgen.
Umsetzung im Januar 2008
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Abstimmungsergebnis: |
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X |
Einstimmig beschlossen |
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Dafür: |
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Dagegen: |
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Enthaltungen: |
Zusatzbeschluss:
Die Bezirksvertretung Eilpe/Dahl
bittet die Verwaltung, die im Protokoll genannten Punkte zur Wegeplanung zu
berücksichtigen und diese vorrangig im Frühjahr vorzustellen.
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Abstimmungsergebnis: |
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X |
Einstimmig beschlossen |
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Dafür: |
10 |
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Dagegen: |
0 |
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Enthaltungen: |
0 |
