20.11.2007 - 7.1 Projekt Evolutionspark Hagen1. Gutachten zur Ve...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Herr Kohaupt gibt Erläuterungen zu diesem Tagesordnungspunkt. 

 

Herr Hauck erläutert, dass das Gutachten nach einem  Ausschreibungsverfahren zur Verkehrlichen Machbarkeit an die Firma MODUS CONSULT, Karlsruhe, vergeben wurde.  Herr Hauck schlägt vor, nach Vorstellung des Gutachtens durch Herrn Anker in eine Diskussion einzusteigen, um eine bestmögliche Lösung zu erarbeiten.   

 

Herr Anker gibt anhand eines folienunterstützten Vortags einen ausführlichen Sachstandsbericht zu dem Gutachten zur Verkehrlichen Machbarkeit des Projektes Evolutionspark Hagen.

In dieser Studie werden verschiedene Lösungsmöglichkeiten vorgestellt. Herr Anker betont, dass in dem Gutachten dargestellt werden solle, in welcher Form die vorhandenen Straßen leistungsfähig genutzt werden können um  zu den Teilen des geplanten Evolutionspark zu gelangen. Für das Gutachten seien aktuelle Verkehrserhebungen  an verschiedenen Verkehrsknotenpunkten durchgeführt worden, bei dem zwischen Kfz- und Schwerverkehrsbelastungen in den Verschiedenen Bereichen unterschieden werde. Herr Anker spricht den Bereich Böhfeld / Dortmunder Straße / Wandhofener Straße und die verschiedenen Abschnitte im Bereich Vorhalle / Werdringen an. Der hauptsächliche Verkehr würde nach den derzeitigen Erkenntnissen über die Autobahn 1 zum  geplanten EVO-Park gelangen. Anzunehmen sei auch, dass das Hagener Straßennetz verstärkt belastet würde.

Für den Bereich Werdringen stellt Herr Anker drei Alternativerschließungsmöglichkeiten vor.

Die erste Variante sieht eine Erschließung über die Westpreußenstraße vor. Hierbei müsste die Straße auf mindestens 6 m verbreitert werden und die Unterführung an der Bahnstrecke so ausgebaut werden, dass Bussen das Unterfahren ermöglicht werden könne.

Bei der zweiten Variante sei die Zufahrt zum Park über die Westpreußenstraße und die Abfahrt über die Nöhstraße vorgesehen. 

Um den Park über die Brünninghausstraße zu erreichen,  wie in Variante 3 vorgestellt, müsse für den Gegenverkehr eine Fahrbahnbreite, besonders im Abschnitt zur Johann- Gottlieb-Fichte-Straße,  von min. 6 m gewährleistet sein.

Weiterhin erläutert Herr Anker die Verkehrsprognose bis zum Jahre 2020.

Im Verlauf des Vortrags werden verschiedene Möglichkeiten zur Kapazität der Zufahrten und Verkehrsqualität durch einen Kreisverkehr mit und ohne Bypass, sowie verschiedenen Vorfahrtsregelungen vorgestellt.   

 

Herr Hense vertritt die Ansicht, dass ein erhöhtes Verkehrsaufkommen den Vorhaller Bürgern nicht zuzumuten sei.

 

Herr Panzer macht an einigen Beispielen deutlich, dass die „rechnerische Machbarkeit“ nachzuvollziehen sei, nicht jedoch die verkehrstechnische. Die Interessen der Hagener Bevölkerung würden in dem Gutachten nicht berücksichtigt. Dem EVO – Park habe die Bezirksvertretung  immer positiv gegenübergestanden  jedoch nur solange wie die verkehrliche Machbarkeit gewährleistet sei.  Dieses gehe aus seiner Sicht aus dem Gutachten jedoch nicht hervor. Herr Panzer bemängelt den Aufbau des Gutachtens. Eine Finanzierbarkeit der verschiedenen Ausbauvarianten werde darüber hinaus nicht dargestellt.

 

Frau Hobein ergänzt, dass jeder einzelne Parkbereich soviel  Aufenthaltsqualität bieten werde, dass ein Ganztagesaufenthalt der Besucher anzunehmen sei. Das Freizeitverhalten der Menschen, die solche Parks besuchten,  habe sich dorthin geändert, dass  mehrtägige Qualitätsaufenthalte bevorzugt würden. Die Verbindung der zwei geplanten Parkbereiche könne durch Radwege oder eine Museumsbahn erfolgen. Somit würde die verkehrliche Situation entlastet werden. Da der EVO-Park stufenweise entstehen solle, könne man das Verhalten der Besucher berücksichtigen und gegebenenfalls den Verlauf des Ausbaus den Bedürfnissen anpassen. 

 

Herr Hauck merkt an,  dass sich  evtl. ergebende verkehrliche Engpässe, im Gutachten berücksichtigt seien und diese auch beseitigt würden.

 

Herr Anker geht auf die Äußerungen von Herr Panzer ein und macht deutlich, dass es methodisch nicht sinnvoll sei, in einem Gutachten die Leistungsfähigkeit vor der Berechnung er zu erwartenden Verkehrsströme zu behandeln.

 

Weiterhin kritisiert Herr Panzer, dass das ursprüngliche Gutachten über das Besucherpotential, das im Rat der Stadt  im Februar 2007 vorgestellt wurde, vom Gutachter in nicht ausreichendem Maße erläutert werden konnte. 

 

Frau Hobein versichert, dass bei Vorliegen von Investorenkonzepten zum Bau eines Evolutionsparkes, diese den politischen Gremien zur Beratung vorgelegt würden. Die Entscheidung zum Gesamtkonzept des EVO-Parks Hagen liege in der Hand der Politik. 

 

Herr Decker möchte wissen, ob die Besucherzahlendaten die Grundlage für das Verkehrsgutachten bilden. Aus seiner Sicht könnten die nicht bestätigten  Zahlen zu den Besucherströmen für das Verkehrsgutachten nicht berücksichtigt werden.

 

Herr Gerbersmann   merkt an, das in den bereits geführten Gesprächen Zweifel aufgekommen seien, ob mit so vielen Besuchern zu rechnen sei. Aus diesem Grunde sei das Verkehrsgutachten, das die maximale Verkehrsdichte berücksichtige, diskussionsrelevant.

 

Herr Daniels hebt hervor, dass eine Realisierung des fließenden Verkehrs auch möglich sei,wenn ausreichende finanzielle Mittel für den EVO-Park vorhanden seien.

 

Herr Schumacher  spricht sich dafür aus, bei den Verkehrsplanungen die geringste Belastung für den Bürger und die Umwelt zu berücksichtigen. Jedoch seien auch die Kosten nicht außer Acht zu lassen. Er betont, dass die Verkehrliche Machbarkeit lösbar und vertretbar sei.

 

Herr Dr. Siebert  fragt nach, ob die Errichtung von zwei Kreiseln im Bereich der Auf- und Abfahren an der A1 in Bathey die Leistungsfähigkeit des fließenden Verkehrs erhöhen würde. 

 

Herr Anker erwidert, dass es möglich sei, mehrere Kreisel hintereinander zu bauen. Er betont jedoch, die Erfahrung habe gezeigt, dass mehrer Kreisverkehre in Folge nicht sehr sinnvoll seien. 

 

 

 

Sitzungsunterbrechung                           17.30 Uhr     -      17.40  Uhr

Herr Kohaupt verweist auf die vorliegenden Beschlüsse des Sport- und Freizeitausschusses, des Kultur- und Weiterbildungsausschusses und des Haupt- und Finanzausschlusses in denen die Verwaltung beauftragt wird, das Interessenbekundungsverfahren wie beschrieben durchzuführen und dem Rat über die Ergebnisse zu berichten; Mittel in Höhe von 20.00,00 Euro seien im Haushaltsplan 2008 bereitzustellen. Die Ausschüsse hätten dem Beschlussvorschlag mit Mehrheit zugestimmt.

Herr Kohaupt gibt eine ausführliche  persönliche Stellungnahme zu dem Projekt Evolutionspark Hagen, die als Anlage der Niederschrift beigefügt ist.

 

Herr Mosch geht auf die Stellungnahme von Herrn Kohaupt ein. Er merkt an, dass man sich in einer Phase befinde, in der noch, nicht viel entschieden sei. D. h., wenn der Dialog weitergeführt werden solle, müsse dem Interessenbekundungsverfahren eine Möglichkeit gegen werden ein Ergebnis zu erzielen, wobei bestehende Unklarheiten ausgeräumt werden müssten.  Herr Mosch gibt zu bedenken, dass es wichtig sei herauszufinden, ob es überhaupt Investoren gebe, die von der  wirtschaftlichen Tragfähigkeit des Projektes überzeugt sind.  Aus seiner Sicht solle man dem Verfahren zur Gewinnung von Investoren eine Chance geben. Fahrlässig sei es, wenn man am jetzigen Zeitpunkt des Verfahrens aussteigen würde.  Nach einem sich anschließenden Abwägungsprozess könne erst dann abschließend entschieden werden.  

 

Herr Daniels  vertritt die Auffassung, dass man der letzten Phase des  Planungsverfahrens zustimmen solle, um endgültige Gewissheit zu haben, ob dieses Projekt eine Zukunft haben kann. Die Stadt müsse an Attraktivität gewinnen und dadurch aus der jetzigen Finanzmisere herauskommen. Durch den EVO-Park könnten neue Arbeitsplätze  entstehen.  Herr Daniels zitiert eine Aussage des Bundesministeriums in dem es heiße, dass  Gesundheitswesen, Sozialwesen und die Freizeitindustrie zu den Zukunftsbranchen des 21. Jahrhunderts gehörten.

 

Herr Decker macht deutlich, dass die Mitglieder der Bezirksvertretung die Bürgerinnen und Bürger des Hagener Nordens vertreten sollten.

 

Herr Pejic  spricht sich dafür aus, das letzte notwendige Verfahren einzuleiten um eine evtl. Chance nicht zu verpassen.  Es könnten mit der Errichtung des EVO-Parks zusätzliche Arbeitsplätze in Hagen entstehen.

 

Aus Sicht von Herr Büßemeyer würde der Evolutionspark die Stadt Hagen aufwerten.

 

Herr Hennemann  bedankt sich bei Frau Hobein und Herrn Hauck für die gute Zusammenarbeit und Begleitung des Projektes.

 

An der weiteren Diskussion an der sich die Herren Kohaupt, Decker, Gerbersmann, Daniels, Dr. Siebert, Mosch, Pejic, Büßemeyer, Panzer, Läste, Hennemann und Frau Hobein beteiligen, werden die Vor- und Nachteile eines Evolutionsparks sowie das Einleiten des Verfahrens zur Gewinnung von Investoren, erörtert.  

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Beschluss:

 

Die Verwaltung wird beauftragt, das Interessenbekundungsverfahren wie beschrieben durchzuführen und dem Rat über die Ergebnisse zu berichten. Die Mittel in Höhe von 20.000,-- € sind im HHPL 2008 bereitzustellen.

 

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Abstimmungsergebnis:

x

 Mit Mehrheit abgelehnt

 

Dafür:

   6

Dagegen:

   7

Enthaltungen:

   0

 

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Anlagen zur Vorlage

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Anlagen