24.10.2007 - 9 Straßenkinder in Hagen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 9
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Mi., 24.10.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Vorlage:
-
1024/2007 Straßenkinder in Hagen
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Renate Haack
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Die Tagesordnungspunkte 9 und 10 werden zusammen behandelt.
Herr Strüwer weist auf die
ausgelegte Tischvorlage hin.
Herr Haensel bedankt sich
beim Ausschuss für die Gelegenheit, die Arbeit vorzustellen.
Frau Hamann vom
Diakonischen Werk beschreibt die Inhalte der Arbeit mit Straßenkindern.
Herr Gehring und Herr
Haensel ergänzen die Ausführungen von Frau Hamann.
Herr Reinke bedankt sich
für den Vortrag und beantragt, die Beratung der Vorlage als erste Lesung zu
betrachten. Es gebe noch Beratungsbedarf.
Herr Goebels schildert die
Problematik der Straßenkinder aus der Sicht der Abteilung „Erzieherische
Hilfen“. Er unterstreicht die
Notwendigkeit der beschriebenen Stelle insbesondere für die jüngeren unter den
Straßenkindern. Das könne der Allgemeine Sozialdienst nicht leisten.
Frau Köppen bedankt sich
für den Vortrag und begrüßt den Vorschlag von Herrn Reinke. Diese Arbeit sei
ein wesentlicher Bestandteil der Jugendhilfe.
Herr Fischer unterstützt
auch den Antrag bezüglich der ersten Lesung. Die Umsetzung des Offenen
Ganztages sei dabei auch ein ganz wesentlicher Baustein gewesen.
Auch Herr Schledorn begrüßt den Vorschlag der ersten Lesung. Er bittet um genaue Definition des
Begriffes der Straßenkinder.
Frau Hamann erklärt, dass
mit diesem Begriff diejenigen gemeint seien, die von zu Hause weggelaufen seien
und diejenigen, die sich auf der Straße aufhielten, aber möglicherweise noch
einen Platz zum Schlafen fänden. Sie seien extrem traumatisiert und
problembelastet. Dieses Modul habe zuvor im Jugendhilfenetzwerk gefehlt und sei
inzwischen unverzichtbar geworden.
Herr Goebels ergänzt, dass
das Gefährdungspotential in den Szenen liege, in denen sich diese Jugendlichen
aufhielten.
Herr Steuber merkt an,
dass ihm aufgefallen sei, dass es sich bei den Betroffenen zum größten Teil um
junge Menschen jenseits der Schulpflicht zwischen 20 und 27 handele.
Gebe es Kontakt oder Abgleiche mit der ARGE? Eventuell fände man einen
erleichterten Zugang über Integrationsvereinbarungen?
Herr Haensel bedauert in
diesem Zusammenhang, dass es sich Streetworkerarbeit nicht mehr gebe. Man habe
festgestellt, dass es ein sich verjüngendes Klientel im klassischen
Wohnungslosenbereich gebe. Er werde für diese Arbeit kämpfen.
Herr Strüwer stellt fest,
dass die Stadt Hagen zwei Jahre lang einen Zuschuss in Höhe von 22.500 €
jährlich zur Verfügung gestellt habe. Das Projekt sei ausgelaufen und werde bis
zum Ende des Jahres durch Spenden weitergeführt. Er bittet, die Zeitkontingente
der Mitarbeiter zu beschreiben.
Frau Hamann und Herr
Gehring beantworten die Fragen von Herrn Steuber und Herrn Strüwer.
Herr Strüwer stellt fest,
dass die Vorlage in erster Lesung zur Kenntnis genommen wird.
Er bedankt sich beim Diakonischen Werk, das sich seit 2003 diesem
schwierigen Feld gewidmet hat. Klar sei, dass es sich hier um ein
wünschenswertes Projekt handele.
Es gebe drei Möglichkeiten:
- Es sind bei der
Stadt Hagen leider keine Mittel für
die Fortsetzung des Projektes vorhanden.
- Man findet
finanzielle Möglichkeiten, die es der Aufsichtsbehörde erlauben, zu sagen,
dass es sich hier nicht um eine freiwillige Maßnahme handelt und die Aufgabe
in Form einer Gegenfinanzierung weitergeführt werden kann.
- Man beschäftigt
sich mit der Frage, wie man sicherstellen kann, dass diese Menschen nicht
zukünftig durch das soziale Netz fallen.
Er schlägt vor, den Themenkomplex „Streetworkerarbeit“ mit in
den Unterausschuss Jugendhilfeplanung zu nehmen und dort zu beraten.
Damit sind die Ausschussmitglieder einverstanden.
