19.09.2007 - 2 Standortentscheidung Berufskolleg Kaufmannsschu...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Sitzung:
-
Sitzung des Schulausschusses
- Gremium:
- Schulausschuss
- Datum:
- Mi., 19.09.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:07
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 23 Fachbereich Immobilien, Wohnen und Sonderprojekte
- Bearbeitung:
- Holger Klinkmann
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Frau Herms bittet
angesichts der Diskussionen in den vorangegangenen Sitzungen darum, dass auf
die pädagogischen Argumente nicht weiter eingegangen wird.
Herr Dr. Schmidt möchte
keine weitere „Berechnungsrunde“, da es beim Vergleich der
Varianten bei einem „Millionen-Abstand“ bleibt. Angesichts der
finanziellen Lage der Stadt Hagen und unter Berücksichtigung stark sinkender
Schülerzahlen (lt. Landesprognose für NW gehen die Schülerzahlen von 613.030 in
2008 auf 491.820 in 2018 zurück, siehe dazu auch Anlage V) ist der Anbau nicht
die richtige Wahl, kommt vielmehr nur der Funktionsstandard in der Gasstraße infrage.
Herr Limbeck, Schulleiter
der Kaufmannschule II (KII), erläutert an Hand der verteilten Skripte, die der
Niederschrift als Anlagen VI und VII beigefügt sind, dass die Alternative IV
die ökonomisch, ökologisch und pädagogisch beste Lösung ist. Auch bei einem Schülerrückgang
von 12 % benötigt die KII weiterhin den jetzt aktuellen Raumbedarf.
Herr Klinkmann vom
Fachbereich Immobilien, Wohnen und Sonderprojekte, hält die seitens der Schule
dargestellte Betrachtungsweise über 40 Jahre nicht für sinnvoll, da angesichts
der weiter rückläufigen Bevölkerungszahl – derzeit befindet sich Hagen
auf dem Stand von 1961 – selbst die nächsten 15 Jahre nicht genau
vorhergeplant werden können. Er bittet,
die Lage gesamtstädtisch zu betrachten und im Hinblick auf die jüngsten
Auflagen der Bezirksregierung zum städt. Haushalt die kostengünstige Variante
zu beschließen.
Herr Koch von der Kämmerei
hält die von Herrn Limbeck vorgetragenen Energiekostensteigerungen
i.H.v. 4,5 % für den städtischen Haushalt „jenseits von Gut und Böse“.
Die Kämmerei rechnet mit einer Steigerung i.H.v. 1 %. Weitere Kostensteigerungen
müssten anderweitig eingespart werden. Frau Knollmann verweist auf die
am Sitzungstag von den Energieunternehmen verkündete Prognose, dass Energie
kostengünstiger angeboten werden könne.
Die Frage von Herrn Breddermann, ob die PC-Installationen in der
Gasstraße aus der Schulpauschale oder aber über den Kreditmarkt finanziert
werden, beantwortet Herr Dr. Schmidt dahingehend, dass die Kosten über
den Kreditmarkt zu finanzieren sind. Der Erste Beigeordnete führt weiter aus,
dass sich die Stadt Hagen Schulneubauten für die nächsten 40 Jahre nicht
leisten kann und jede Kostensteigerung durch Einsparungen an anderer Stelle
kompensiert werden muss.
Herr Feste erkundigt sich,
ob das Brandschutzkonzept für die Gasstraße bereits in der Berechnung der
Verwaltung enthalten sei. Herr Wisotzki, Leiter der Feuerwehr, erläutert,
dass das Brandschutzkonzept für vorerst sechs Monate genehmigt worden ist und
um weitere sechs Monate verlängert werden kann. Anschließend ist eine erneute
Überprüfung erforderlich. Herr Rosga von der Gebäudewirtschaft Hagen
ergänzt, dass die provisorischen Fluchttreppenhäuser bei einer dauerhaften
Nutzung durch feste Außentreppen ersetzt werden müssten, das Brandschutzkonzept
ansonsten aber beibehalten werden kann. In den veranschlagten 1,1 Mio. Euro
Investitionskosten für die Variante VII sind die Kosten für die neuen
Fluchttreppenhäuser sowie alle anderen Instandsetzungsarbeiten enthalten.
Herr Kurrat sieht die
Entscheidung beim Rat und verweist auf den baldigen Einsatz eines Mentors.
Diesbezüglich stellt er die Frage, ob der Oberbürgermeister den Beschluss, wenn
die Anbau-Variante IV zum Tragen käme, beanstanden müsste. Herr Dr. Schmidt
bejaht dies und ergänzt, dass der Rat dann erneut beschließen könnte. Bliebe
der Rat bei seiner Entscheidung, so
müsste anschließend der Regierungspräsident (RP) entscheiden.
Herr Alda spricht sich
wegen der dramatischen Haushaltslage für die Variante VII aus. Er beantragt
geheime Abstimmung, zieht diesen Antrag nach weiterer Diskussion jedoch wieder
zurück. Frau Neuhaus will unter Berücksichtigung der Ausführungen des RP
in punkto „Nothaushalt“ nur noch rechtlich verbindliche Ausgaben
tätigen und sieht für die Gasstraße eine Nutzung von höchstens 10 Jahren. Herr
Hoffmann möchte den „Bildungsstandort
Hagen“ und mithin den jetzigen Standard erhalten.
Frau Herms stellt sodann
die Verwaltungsvorlage mit der ursprünglichen Beschlussfassung zur Abstimmung.
Nach erfolgtem Votum stellt Herr Feste für die SPD-Fraktion den
Antrag zur Geschäftsordnung, die Sitzung zwecks Beratung in der Fraktion zu
unterbrechen. Nach zehnminütiger Unterbrechung stellt Herr Feste den
Antrag auf Wiedereintritt in die Tagesordnung. Hierüber lässt Frau Herms
abstimmen. Mit neun Ja-Stimmen, bei sechs Nein-Voten und zwei Enthaltungen,
wird der Antrag angenommen. Herr Feste beantragt sodann, über den
Vorschlag der SPD-Fraktion (Wortlaut siehe 2. Beschlussfassung) abzustimmen. Frau
Herms lässt hierüber votieren.
Frau Neuhaus fragt nach,
welche Maßnahmen der Schulpauschale bei Umsetzung der Anbauvariante gestrichen
werden. Herr Dr. Schmidt beziffert die Kosten pro Ganztagshauptschule
auf ca. 1,1 Mio. Euro. Neben der Neubau-Lösung der KII sind die Umbaumaßnahmen
an den Hauptschulen mithin nicht umzusetzen. Er sagt zu, die Schulpauschale
(siehe Anlage IV) neu zu berechnen und zuerst dem HFA und dann dem Schulausschuss
die neuen Zahlen zur Entscheidung vorzulegen. Frau Suda sieht die Mittel
der Schulpauschale als erschöpft an, und fragt, was wichtiger ist: KII-Anbau
oder Umbau der Hauptschulen zu Ganztagshauptschulen? An der weiteren Diskussion
beteiligen sich Frau Herms, Frau Suda und Herr Hoffmann.
Beschluss:
1. Der Bericht der Verwaltung wird zur Kenntnis
genommen.
2. Das Gebäude
Gasstr. 15 wird künftig als Standort der Kaufmannsschule II genutzt. Hierzu ist
das Gebäude funktionsgerecht herzurichten. Die erforderlichen Mittel zur
funktionsgerechten und sicherheitsrelevanten Sanierung des Gebäudes stehen in
der Schulpauschale zur Verfügung.
3. Die Verwaltung
wird beauftragt, die erforderlichen Maßnahmen zur Herrichtung des Gebäudes
Gasstr. 15 umgehend vorzubereiten und nach Auszug der dort vorübergehend
untergebrachten Heinrich-Heine-Realschule umzusetzen. Die Nutzung des Gebäudes
Gasstr. 15 durch die Kaufmannsschule II soll zum Schuljahresbeginn 2008 / 2009
beginnen.
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Abstimmungsergebnis: |
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Einstimmig beschlossen |
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Mit Mehrheit beschlossen |
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Einstimmig abgelehnt |
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X |
Mit Mehrheit abgelehnt |
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Dafür: |
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Dagegen: |
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Enthaltungen: |
Nach Wiedereintritt in die Tagesordnung wird auf Antrag der SPD-Fraktion folgender Beschluss gefasst:
Beschluss:
1. Der Bericht der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.
2. Die Verwaltung wird beauftragt, die Variante IV (Anbau an das Schulgebäude Letmather Str. 21-23 als Systembau mit reduzierter Nutzfläche und reduzierter Ausstattung) umzusetzen und alle notwendigen Schritte einzuleiten.
3. Finanziert wird die Maßnahme durch Mittel aus der Schulpauschale.
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Abstimmungsergebnis: |
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Einstimmig beschlossen |
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X |
Mit Mehrheit beschlossen |
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Dafür: |
9 |
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Dagegen: |
6 |
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Enthaltungen: |
2 |
