08.08.2007 - 5.2 Zur Schließung des Gesundheitsamtes in Hohenlim...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.2
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hohenlimburg
- Datum:
- Mi., 08.08.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 161 Bezirksverwaltungsstelle Hohenlimburg
- Bearbeitung:
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Hulvershorn begrüßt Frau Dr. Sommer und bittet um Sachaufklärung.
Frau Dr. Sommer bezieht sich auf einen Zeitungsartikel, der zu
Irritationen geführt habe.
Die Schließung der Außenstelle des Gesundheitsamtes sei bereits im
Haushaltssicherungskonzept 2007 (S. 10) beschlossen worden. Eine
Sachstandsinformation in der Bezirksvertretung sei für die Septembersitzung
geplant worden.
Frau Dr. Sommer führt aus, dass die dezentralen Untersuchungsstellen des Kinder-
und Jugendgesundheitsdienstes kontinuierlich alle- bis auf die in
Hohenlimburg- aufgelöst worden seien.
Gründe dafür seien die Einführung der gesetzlichen
Vorsorgeuntersuchungen, deutlich abnehmende Inanspruchnahme der Mütterberatung,
flächendeckende Versorgung durch Kinderärzte und Konsolidierungsmaßnahmen der
Stadt.
Die Außenstelle in Hohenlimburg sei lediglich eine reine
Untersuchungsstelle für Schulanfänger und für wenige andere Untersuchungen bei
Schulkindern. Andere Belange von Bürgerinnen und Bürger seien hier nicht zu
regeln.
Die Konzentration der Untersuchungen auf einen zentralen Standort habe
bereits zu deutlichen Personaleinsparungen geführt.
Bei der kompletten Zusammenlegung sei es nun möglich die Miet- und
Nebenkosten in Fremdgebäuden einzusparen.
Aufsuchende Hilfen und Untersuchungen in Kindergärten und Schulen seien
durch diese Zusammenlegung nicht berührt.
Frau Dr. Sommer betont, dass sie der dienstlichen Pflicht
Konsolidierungsvorschläge zu machen unterläge. Sie beteilige sich seit 10 Jahren an dem
Konsolidierungsprozess der Stadt Hagen intensiv und müsse jetzt weitere
Vorschläge unterbreiten, die sie für vertretbar halte, die aber nicht populär
seien. Frau Dr. Sommer hofft, dass durch die entstehenden Einsparungen durch
eine zentrale Verlagerung der Dienste, andere wichtige freiwillige Maßnahmen
des Gesundheitsamtes der Konsolidierung nicht zum Opfer fallen.
Herr Eschenbach betont, es sei schlimm, dass die Bezirksvertretung von
der Schließung von Ämtern in Hohenlimburg aus der Presse erführe. Es sei schon
wieder die Rede von einem anderen Amt, das in vier Wochen nicht mehr besetzt
werden solle.
Er will wissen, ob es nicht möglich sei, der Bezirksvertretung die
Planung einer Schließung vorher im nichtöffentlichen Teil einer Sitzung
mitzuteilen. Es solle ein Beschluss zu Verhinderung von solchen Situationen
gefasst werden.
Herr Dr. Schmidt erwidert, Frau Dr. Sommer habe dargelegt, dass die
Schließung in der nächsten Sitzung ausführlich erläutert worden wäre. Er könne
nicht verhindern, dass die Presse das Thema vorher aufgreife.
Frau Dr. Sommer erklärt, dass sie von anderen Kündigungszeiten für die
Räumlichkeiten ausgegangen sei. Im Juni sei Handlungsbedarf erforderlich gewesen,
um die Kündigungsfrist bis zum 31.12. einhalten zu können. Dass die Stelle im
Augenblick nicht besetzt sei, läge an einem personellen Engpass, der nicht
aufzufangen sei und durch die Konsolidierungsmaßnahmen entstanden sei.
Herr Leisten bedankt sich für den ausführlichen Bericht bei Frau Dr.
Sommer.
Er betont, dass das Interesse der Bezirksvertretung in der Erhaltung der
dezentralen Dienste für die Belange der Bürgerinnen und Bürger lege. Er begrüßt
die Sparmaßnahme, Fremdräume zu kündigen. Es solle geprüft werden, ob der
Dienst in das Gebäude Freiheitsstraße 3 in Hohenlimburg verlagert werden könne.
Herr Dr. Schmidt teilt mit, dass die eigentlichen Leistungen des
Gesundheitsamtes weiterhin bestehen bleiben würden. Nur die Wege für die
Bürgerinnen und Bürger würden weiter. Die Entscheidung zur Schließung sei unter
dem Konsolidierungszwang von der Verwaltungsleitung getroffen worden.
Herr Arnusch betont die Wichtigkeit der dezentralen Standorte. Er begrüßt
eine Lösung im Verwaltungsgebäude in Hohenlimburg. Für die Bürgerinnen und
Bürger in Hohenlimburg solle diese Dienstleistung erhalten bleiben. Das Aufzeigen
von verschiedenen Alternativen sei gewünscht.
Er fragt Frau Dr. Sommer, ob andere dezentrale Stellen auch schon
geschlossen worden seien.
Frau Sauerwein äußert, dass die vorgenommenen Konsolidierungsmaßnahmen
der Stadt die Lebensqualität nach und nach einschränke. Überall würde eine
wohnortnahe und stadtteilbezogene Versorgung der Familien gefordert, doch würde
sich die Stadt aus Geldmangel immer weiter zurückziehen. Es müsse mehr auf die
Politik des Landes und des Bundes Einfluss genommen werden, um eine bessere
Geldverteilung zu erreichen.
Herr Niederköppern befürchtet bei fortschreitender Zentralisierung einen großen Qualitätsverlust in Hohenlimburg.
Aufgrund der Einsparungen bei Mietkosten solle geprüft werden, ob eine reduzierte
Betreibung des Gesundheitsamtes in Hohenlimburg möglich sei.
Frau Brück- Paschko stellt sich als Kinderärztin des Gesundheitsamtes
Hagen vor.
Sie betont die gute Vernetzung mit anderen kinderärztlichen Diensten und
erklärt, dass in größeren Kreisen eine Zentralisierung bei den
Schuleingangsuntersuchungen stattgefunden habe. Dort sei man sehr zufrieden und
es gebe seitens der Bevölkerung keine Beschwerden. Für die meisten Schulkinder
sei es eine einmalige Angelegenheit in ihrem Leben. Allen Kindern aus anderen
Hagener Stadtgebieten würde zugemutet in
die zentrale Stelle des Gesundheitsamtes zu kommen. Dort sei es möglich eine
optimale standardisierte Untersuchung durchzuführen. Es gebe ein besseres
Serviceangebot für die Eltern, da das dortige Team größer sei. Eine Vertretung
sei im zentralen Gesundheitsamt gegeben. Bereits jetzt würde das Angebot von
Hohenlimburger Eltern genutzt.
Frau Brück- Paschko weist daraufhin, dass die Stelle in Boelerheide
bereits 2003 geschlossen worden sei.
Weitere Wortmeldungen ergeben sich nicht.
Herr Hulvershorn schlägt vor den zweiten Teil des Antrages zu beschließen
und lässt darüber abstimmen.
Anlagen zur Vorlage
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