14.08.2007 - 4 Bericht zur Förderung der Freien Kulturarbeit i...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
Reduzieren

Wortprotokoll

Frau Viehoff fasst die große Bedeutung der  Kulturzentren für das kulturelle Leben der Stadt Hagen zusammen und verweist besonders auf die durchaus positive Bilanz der Zentren. So habe es im Jahr 2006 über 500 Veranstaltungen gegeben zuzüglich der 130 Kurse und Workshops vor Ort.

Darüber hinaus sei es wichtig zu betonen, dass bestimmte Kunstsparten in dieser Stadt über die Initiativen der Freien Zentren gestärkt werden. Sie berichtet über das von der Staatskanzlei geförderte „Theaternetzwerk Kultour SüdWest“ und über die Initiative „Fetter Jazz“ sowie über die vielen Projekte mit Schulen.

 

Sie erwähnt auch das Programmkino Babylon, das zum wiederholten Male die Jahresfilmprogrammprämie der Filmstiftung NRW bekommen habe.

 

Frau Viehoff spricht an dieser Stelle auch die bereits erfolgten Kürzungen an, die sich aus der Vorlage entnehmen lassen und weist darauf hin, dass die Verträge mit den Kulturzentren Ende des Jahres auslaufen und neu verhandelt werden müssen.

 

Herr Hartmann hat sich mit den Verwendungsnachweisen der vier Zentren beschäftigt und dabei festgestellt, dass das Verhältnis der Personalkosten zu den Gesamteinnahmen beim Hasper Hammer und beim  AllerWeltHaus  im Rahmen liegen. Bei der Pelmke liegen die Personalkosten im Verhältnis zu den Gesamteinnahmen bei fast 50 %. Dies hält er für zu hoch, wenn man die Zahlen unter betriebswirtschaftlichen Aspekten betrachte, da jedoch ein Überschuss erwirtschaftet wird, sei das noch zu tolerieren.

 

Beim Werkhof sei den Unterlagen zu entnehmen, dass von den Gesamteinnahmen fast 75 % für Personal ausgegeben werden. Dann sei klar, dass man auf eine Unterdeckung von 42.000 EUR komme. Annähernd 60 % des städtischen Gesamtzuschusses würden für Personalkosten ausgegeben. Er rät dem Werkhof, diese Zahlen dringend nachzuarbeiten. Er schlägt vor, dass sich die Politik mit den Kulturzentren einmal zusammensetzt um dieses Problem zu diskutieren.

 

Frau Kramps räumt nun Herrn Breuer und Herrn Ohm die Möglichkeit ein, darauf zu antworten.

 

Herr Breuer erklärt, dass in der Pelmke schließlich auch ca. 350 der von Frau Viehoff vorher angesprochenen Veranstaltungen stattfinden. Er verweist auf die fast durchgängigen Öffnungszeiten auch der Gastronomie und macht klar, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Pelmke für vergleichsweise sehr niedrige Stundenlöhne arbeiten.

 

Frau Kramps bedankt sich für diese Erläuterungen und hält diese Erklärung für ausreichend.

 

Herr Ohm verweist auf die fest angestellten Licht- und Tontechniker, die der Werkhof aus Gründen der Professionalität beschäftigt. Er räumt an Herrn Hartmann gerichtet allerdings ein, dass man über die Höhe der Personalkosten sprechen müsste.

 

Frau Suda bezieht sich auf den Posten „Einkauf“, wenn man sich diese Position vergleichend anschaue, sei sie bei allen relativ ausgeglichen, nur bei der Pelmke sei der „Einkauf“ mit 60.000 EUR benannt, während die Einnahmen bei 161.000 EUR liegen. Sie frage sich, wie das funktioniere.

Herr Breuer erläutert die große Bedeutung des Pelmkekulturzentrums als Stadtteiltreffpunkt. Die Preise der eigenen Gastronomie liegen weit unter denen der Gastronomie in der Innenstadt. Ohne die Gastronomie sei das Pelmkezentrum gar nicht mehr denkbar.

 

Herr Jobst bedankt sich für die aufwendige Arbeit der einzelnen Träger, die in den Sachberichten klar zum Ausdruck komme.

Er macht deutlich, dass die traditionelle Kulturarbeit bestimmte Schichten nicht erreiche, was auch Herr Hahn schon angesprochen habe. Es sei daher von großer Bedeutung, dass die traditionelle Kulturarbeit von der freien Kulturarbeit ergänzt werde. Er sei auch der Meinung, dass man die dezentrale freie Kulturarbeit erhalten und stärken müsse.

 

Er fragt nach dem Zustandekommen der Unterdeckung beim Werkhof.

 

Zum Vergleich der Sachberichte der Zentren untereinander bemerkt er, dass der Sachbericht des Schloss Hohenlimburg etwas heraussteche. In Form und Inhalt sei der Bericht nicht so aufgearbeitet worden, wie man es im KWA verabredet habe. Er bittet um Erläuterung.

 

Herr Ohm kann die Frage nicht direkt beantworten, Herr Krause, der die Zahlen genau erläutern könnte, befinde sich derzeit in Urlaub.

 

Frau Kramps spricht noch einmal die Formulierung in der Vorlage aus der Vergangenheit an, in der es heiße, dass die nunmehr bereits gekürzte Fördersumme bei der Ausfertigung der Folgeverträge nicht weiter angetastet werden solle.

Nun stehe eine weitere 10 %- ige Kürzung bei allen freiwilligen Leistungen an. Dazu habe man bereits Gespräche geführt und im Kreise der Fraktionen hier im KWA sei die Idee geboren worden, eine gemeinsame Sitzung mit dem KWA, dem JHA und dem SA durchzuführen, um die Problematik  und auch die Folgen für die Kulturzentren noch einmal aufzuarbeiten.

Sie werde einen Termin suchen und auch die Zentren dazu einladen. Dort werde man auch deutlich über die Folgen einer etwaigen Kürzung reden müssen.

Sie möchte sich  jetzt an dieser Stelle die Erlaubnis einholen, diesen Termin machen zu dürfen und fragt ob alle damit einverstanden sind.

 

Frau Machatschek regt an, auch den Schulaussschuss mit einzubinden.

 

Frau Kramps wird einen Termin finden und ihn dann mitteilen.

 

Reduzieren

Beschluss:

Der Kultur- und Weiterbildungsausschuss nimmt den Bericht zur Förderung der Freien Kulturarbeit in Hagen 2006 zur Kenntnis.

 

Reduzieren

Abstimmungsergebnis:

x

 Zur Kenntnis genommen

 

Reduzieren

Anlagen zur Vorlage

Online-Version dieser Seite: https://allris.hagen.de/publicto020?TOLFDNR=55426&selfaction=print