14.08.2007 - 4 Bericht zur Förderung der Freien Kulturarbeit i...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Di., 14.08.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:10
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 41 Kulturbüro
- Bearbeitung:
- Angelika Josten
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Frau Viehoff fasst die große Bedeutung der Kulturzentren für das kulturelle Leben der
Stadt Hagen zusammen und verweist besonders auf die durchaus positive Bilanz
der Zentren. So habe es im Jahr 2006 über 500 Veranstaltungen gegeben zuzüglich
der 130 Kurse und Workshops vor Ort.
Darüber hinaus sei es wichtig zu betonen, dass bestimmte Kunstsparten in
dieser Stadt über die Initiativen der Freien Zentren gestärkt werden. Sie
berichtet über das von der Staatskanzlei geförderte „Theaternetzwerk
Kultour SüdWest“ und über die Initiative „Fetter Jazz“ sowie
über die vielen Projekte mit Schulen.
Sie erwähnt auch das Programmkino Babylon, das zum wiederholten Male die
Jahresfilmprogrammprämie der Filmstiftung NRW bekommen habe.
Frau Viehoff spricht an dieser Stelle auch die bereits erfolgten Kürzungen an, die
sich aus der Vorlage entnehmen lassen und weist darauf hin, dass die Verträge
mit den Kulturzentren Ende des Jahres auslaufen und neu verhandelt werden
müssen.
Herr Hartmann hat sich mit den Verwendungsnachweisen der vier Zentren beschäftigt und
dabei festgestellt, dass das Verhältnis der Personalkosten zu den Gesamteinnahmen
beim Hasper Hammer und beim
AllerWeltHaus im Rahmen liegen.
Bei der Pelmke liegen die Personalkosten im Verhältnis zu den Gesamteinnahmen
bei fast 50 %. Dies hält er für zu hoch, wenn man die Zahlen unter
betriebswirtschaftlichen Aspekten betrachte, da jedoch ein Überschuss
erwirtschaftet wird, sei das noch zu tolerieren.
Beim Werkhof sei den Unterlagen zu entnehmen, dass von den
Gesamteinnahmen fast 75 % für Personal ausgegeben werden. Dann sei klar, dass
man auf eine Unterdeckung von 42.000 EUR komme. Annähernd 60 % des städtischen
Gesamtzuschusses würden für Personalkosten ausgegeben. Er rät dem Werkhof,
diese Zahlen dringend nachzuarbeiten. Er schlägt vor, dass sich die Politik mit
den Kulturzentren einmal zusammensetzt um dieses Problem zu diskutieren.
Frau Kramps räumt nun Herrn Breuer und Herrn Ohm
die Möglichkeit ein, darauf zu antworten.
Herr Breuer erklärt, dass in der Pelmke schließlich auch ca.
350 der von Frau Viehoff vorher angesprochenen Veranstaltungen
stattfinden. Er verweist auf die fast durchgängigen Öffnungszeiten auch der
Gastronomie und macht klar, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der
Pelmke für vergleichsweise sehr niedrige Stundenlöhne arbeiten.
Frau Kramps bedankt sich für diese Erläuterungen und hält
diese Erklärung für ausreichend.
Herr Ohm verweist auf die fest angestellten Licht- und
Tontechniker, die der Werkhof aus Gründen der Professionalität beschäftigt. Er
räumt an Herrn Hartmann gerichtet allerdings ein, dass man über die Höhe der
Personalkosten sprechen müsste.
Frau Suda bezieht sich auf den Posten
„Einkauf“, wenn man sich diese Position vergleichend anschaue, sei
sie bei allen relativ ausgeglichen, nur bei der Pelmke sei der „Einkauf“
mit 60.000 EUR benannt, während die Einnahmen bei 161.000 EUR liegen. Sie frage
sich, wie das funktioniere.
Herr Breuer erläutert die große Bedeutung des
Pelmkekulturzentrums als Stadtteiltreffpunkt. Die Preise der eigenen
Gastronomie liegen weit unter denen der Gastronomie in der Innenstadt. Ohne die
Gastronomie sei das Pelmkezentrum gar nicht mehr denkbar.
Herr Jobst bedankt sich für die aufwendige Arbeit der
einzelnen Träger, die in den Sachberichten klar zum Ausdruck komme.
Er macht deutlich, dass
die traditionelle Kulturarbeit bestimmte Schichten nicht erreiche, was auch
Herr Hahn schon angesprochen habe. Es sei daher von großer Bedeutung, dass die
traditionelle Kulturarbeit von der freien Kulturarbeit ergänzt werde. Er sei
auch der Meinung, dass man die dezentrale freie Kulturarbeit erhalten und
stärken müsse.
Er fragt nach dem
Zustandekommen der Unterdeckung beim Werkhof.
Zum Vergleich der
Sachberichte der Zentren untereinander bemerkt er, dass der Sachbericht des
Schloss Hohenlimburg etwas heraussteche. In Form und Inhalt sei der Bericht
nicht so aufgearbeitet worden, wie man es im KWA verabredet habe. Er bittet um
Erläuterung.
Herr Ohm kann die Frage nicht direkt beantworten, Herr
Krause, der die Zahlen genau erläutern könnte, befinde sich derzeit in Urlaub.
Frau Kramps spricht noch einmal die Formulierung in der
Vorlage aus der Vergangenheit an, in der es heiße, dass die nunmehr bereits
gekürzte Fördersumme bei der Ausfertigung der Folgeverträge nicht weiter
angetastet werden solle.
Nun stehe eine weitere
10 %- ige Kürzung bei allen freiwilligen Leistungen an. Dazu habe man bereits
Gespräche geführt und im Kreise der Fraktionen hier im KWA sei die Idee geboren
worden, eine gemeinsame Sitzung mit dem KWA, dem JHA und dem SA durchzuführen,
um die Problematik und auch die Folgen
für die Kulturzentren noch einmal aufzuarbeiten.
Sie werde einen Termin
suchen und auch die Zentren dazu einladen. Dort werde man auch deutlich über
die Folgen einer etwaigen Kürzung reden müssen.
Sie möchte sich jetzt an dieser Stelle die Erlaubnis
einholen, diesen Termin machen zu dürfen und fragt ob alle damit einverstanden
sind.
Frau Machatschek regt an, auch den Schulaussschuss mit
einzubinden.
Frau Kramps wird einen Termin finden und ihn dann mitteilen.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
(wie Dokument)
|
59,6 kB
|
|||
|
2
|
(wie Dokument)
|
40,8 kB
|
|||
|
3
|
(wie Dokument)
|
128,4 kB
|
|||
|
4
|
(wie Dokument)
|
88,6 kB
|
|||
|
5
|
(wie Dokument)
|
52,2 kB
|
|||
|
6
|
(wie Dokument)
|
23,2 kB
|
|||
|
7
|
(wie Dokument)
|
78,3 kB
|
|||
|
8
|
(wie Dokument)
|
42,4 kB
|
|||
|
9
|
(wie Dokument)
|
61,9 kB
|
