31.05.2007 - 6.12 Nutzung von Schulhöfen als Spielflächen-Abendli...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.12
- Gremium:
- Haupt- und Finanzausschuss
- Datum:
- Do., 31.05.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB40 - Schule
- Bearbeitung:
- Horst Hermann
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Herr Dr. Schmidt erklärt, dass die Verwaltung ihren
Beschlussvorschlag aufrecht erhält und verweist auf die Tischvorlage der
Verwaltung (Anlage 6 der
Niederschrift).
Im Jugendhilfeausschuss wurde der Punkt beraten.
Es wurde einstimmig beschlossen, dass eine kostenlose Lösung gefunden werden
muss, teilt Herr Strüwer mit. Er plädiert daher für die Ablehnung des
Beschlussvorschlages der Verwaltung und Rücküberweisung an selbige zwecks
Lösungsfindung. Er kann nicht nachvollziehen, dass es hier nicht möglich ist,
gemeinschaftlich eine geeignete Lösung für das Problem zu finden.
Herr Oberbürgermeister Demnitz weist darauf hin, dass die Verwaltung nach einer
Lösung gesucht, aber keine gefunden hat, die kostenlos umgesetzt werden kann.
Nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass bereits
im Beschwerdeausschuss ähnliche Diskussionen geführt wurden, hat die
SPD-Fraktion diskutiert hier kein Abschließen des Schulhofes gegen Bezahlung zu
wollen, teilt Herr Weber mit. Er ergänzt, dass hier die Schaffung eines
Präzendenzfalles befürchtet wird und somit keine Bereitschaft besteht, dem
Beschlussvorschlag der Verwaltung zu folgen.
Herr Dücker plädiert auch gegen den Beschlussvorschlag der Verwaltung. Hier sollte
deutlich bürgerschaftliches Engagement eingefordert werden.
Herr Bezirksvorsteher Wölm erläutert, dass in der Bezirksvertretung Eilpe
diskutiert wurde, ob es Leute gibt, die - ggf. im Wechsel - einen solchen
Schließdienst übernehmen würden. Aufgrund der befürchteten Gefahren, die von
dem den Schulhof bevölkernden Klientel ausgeht, findet sich niemand, der die
Bereitschaft hätte, hier tätig zu werden. Herr Wölm nennt Beispiele für den
Vandalismus, der durch die sich hier aufhaltende Personengruppe ausgeübt wird.
Er weist auf den am 14.12.2006 im Rat der Stadt Hagen einstimmig gefällten
Beschluss hin, mit dem die Verwaltung beauftragt wurde, den Schulhof mit
Einbruch der Dunkelheit, spätestens jedoch ab 20 Uhr, abzuschließen (Anmerkung
der Schriftführung: "Nutzung von Schulhöfen als Spielflächen -
Befristete Schließung des Schulhofes der Grundschule Eilpe, Selbecker
Straße", Vorlage 0916/2006). Herr Wölm sieht keine Chance, zu einer
kostenlosen Lösung zu kommen. Im Hinblick auf die aktuelle Verwaltungsvorlage
weist er darauf hin, dass die im Beschlussvorschlag genannten Beträge von der
GWH ermittelt wurden und es denkbar ist, diese zu kürzen, da in der Zeit von
etwa November bis Februar aufgrund der früh einsetzenden Dunkelheit keines
Schließdienstes bedarf, weil sich das problematische Klientel nicht im Dunkeln
auf dem Schulhof aufhält. Herr Wölm ersucht den Haupt- und Finanzausschuss, die
Erprobung am Einzelfall stattfinden zu lassen und nicht den seinerzeit
gefassten Beschluss zu revidieren.
Herr Sondermeyer möchte wissen, ob die Schadenssumme, die
mittlerweile aufgelaufen ist, nicht evtl. bereits die Kosten für den
Schließdienst übersteigt. Er kann nicht nachvollziehen, warum die Polizei nicht
mit in die Problemlösung eingebunden wird.
Im Jugendhilfeausschuss wurde das Problem nicht
bagatellisiert, erklärt Herr Strüwer. Es ist ihm wichtig, dieses Signal
an Herrn Bezirksvorsteher Wölm zu transportieren. Ihm ist nicht bekannt, dass
die Bezirksjugendpflege in die Lösungsfindung mit einbezogen worden wäre. Herr
Strüwer hält jedoch vor dem Hintergrund der von Herrn Wölm dargestellten
Probleme einen Schließdienst nicht für die geeignete Maßnahme, da er davon
ausgeht, dass der Vandalismus durch das Abschließen des Schulhofes erst recht
angestachelt wird.
Herr Oberbürgermeister Demnitz weist darauf hin, dass sich die Verwaltung -
auch wenn der Beschluss heute so gefasst werden sollte - nicht in der Lage
sieht, eine kostenfreie Lösung zu organisieren.
Herr Strüwer sichert zu, das Problem im Jugendhilfeausschuss erneut zu thematisieren.
Eine erneute Besprechung in der Bezirksvertretung Eilpe / Dahl hält er darüber
hinaus ebenfalls für sinnvoll. Hier sollte die Verwaltung mit einbezogen
werden, um eine gemeinsame Lösung zu suchen.
Herr Oberbürgermeister Demnitz stellt die Frage, ob Bedenken bestehen, die
Sache noch einmal in den Jugendhilfeausschuss zu verweisen.
Dies ist nicht der Fall.
Anlagen
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(wie Dokument)
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34,8 kB
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