10.05.2007 - 5.13 Lebendiges Hagen – demographische Entwicklung d...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.13
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 10.05.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 23 Fachbereich Immobilien, Wohnen und Sonderprojekte
- Bearbeitung:
- Faten Alzahr
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Röspel ist der Meinung, dass die von der Verwaltung eingebrachte Verwaltungsvorlage
das Ergebnis einer langen Beratung unter der Einbeziehung verschiedener Institutionen
darstelle und dem demographischen Wandel entgegenwirken werde. Zu den wichtigsten
Zielen gehören die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Entwicklung von Mehrgenerationenhäuser
sowie die Einbindung von Kindern mit Mirgrationshintergrund in den
Kindertageseinrichtungen. Mit der Verwaltung sei dieses Projekt nicht abgeschlossen,
sondern erfordere regelmäßig neue Ideen und Konzepte gemeinsam mit den Bürgerinnen
und Bürger der Stadt Hagen, um dem demographischen Wandel auf Dauer
entgegenzutreten.
Frau Kingreen vertritt die Meinung, dass die in den Workshops ausgearbeiteten und in
der Verwaltungsvorlage aufgeführten Schwerpunkte zukunftsorientiert seien.
Dabei geht Frau Kingreen insbesondere auf die Gründe ein, die die
Hagener Bürger dazu bewegen, in Hagen zu bleiben. Der Bereich Kultur ist
ebenfalls noch in einem Workshop abzuarbeiten. Bis Ende August sollte ein
Konzept zur Bürgerbeteiligung vorgestellt werden.
Herr Thielmann bemängelt zunächst die mangelhafte politische Beteilung in den durchgeführten
Workshops. Die darin ausgearbeiteten und jetzt vorgestellten Maßnahmen seien
eher Zufallergebnisse, deren Ziele bei der nun angedachten Vorgehensweise einfach
unter den Tisch fallen werden. Aus diesem Grunde bittet Herr Thielmann
die Verwaltung, die einzelnen Ziele zu benennen, unter denen die einzelnen
Maßnahmen fallen. Darüber hinaus bittet Herr Thielmann um Auskunft, wie
hoch sich die personellen und sachlichen Kosten darstellen, wenn diese
Maßnahmen realisiert würden.
Herr Riechel fasst zusammen, dass in den Workshops erste Strukturen erarbeitet worden
wären. Die Bürgerinnen und Bürger dürften aber nicht außen vor bleiben und müssten
in geeigneter Weise an diesen Prozess beteiligt werden. Unter Einbeziehzung der
neuen Medien, wie z.B. das Internet, könnten die Bürgerinnen und Bürger
dauerhaft in diesen Prozess mit einbezogen werden. Gleiches gelte für die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung, damit das vorhandene Potenzial
besser abgerufen werden könne.
Frau Machatschek ruft in Erinnerung, dass sich die Workshops
anhand der Ziele und den Aufgabenfeldern zunächst auf die Erstellung einer
Prioritätenliste konzentriert haben. Der gesamte Prozess stehe erst am Anfang,
so dass sich, gerade durch die Beteiligung der Bürger, Veränderungen ergeben
werden.
Herr Thielmann bezieht sich in einem Beispiel auf die Zielgruppe der über 60jährigen,
welche seiner Auffassung nach die Hauptzielgruppe der nächsten Jahre sein wird.
Die Maßnahmen aus diesem Zielfeld wurden bei der Erstellung der
Prioritätenliste nicht berücksichtigt.
Frau Kingreen widerspricht der Auffassung von Herrn Thielmann dahingehend, dass
sich die heute über 60jährigen durchaus an einer geplanten und guten
Entwicklung ihrer Stadt interessieren würden.
Beschluss:
1. Der Bericht der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.
2. Die Verwaltung wird beauftragt, die durch die politischen Workshops erzielte Prioritätenbildung für die Maßnahmen innerhalb der Handlungsfelder
- Wirtschaft und Arbeit
- Kinder, Familien und Senioren
- Integration / Migration
- Wohnen, Wohnumfeld und Mobilität
- Umwelt
- Sport
zur Grundlage des weiteren Vorgehens zur Gestaltung des demographischen Wandels zu machen und geeignete Umsetzungsstrategien zu entwickeln. Zielzeitpunkt für die Umsetzung der Maßnahmen ist 2010.
3. Die Bürgerinnen und Bürger werden in einem koordinierten Konzept in den Prozess eingebunden und erhalten so die Gelegenheit zur Einflussnahme in den Bereichen, wo gestaltender Einfluss möglich ist.
Ein Konzept zur Bürgerbeteiligung ist bis zur Sitzung des Rates der Stadt
Hagen am 30.08.2007 vorzulegen.
Anlagen zur Vorlage
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